Leistung zählt

Die Hochschulmedizin Münster im NRW-weiten und bundesweiten Vergleich

Leistungsvergleiche im Hochschulbereich sind Basis zahlreicher Rankings und dienen als Grundlage für eine zielorientierte, strategisch ausgerichtete Forschungsförderung. So vergibt die Landesregierung in Nordrhein-Westfalen 20 Prozent der Zuweisungen, mit denen die Medizinischen Fakultäten ihre Arbeit finanzieren, nach leistungsbezogenen Kriterien. Neben der Einwerbung von Drittmitteln lassen sich Leistungen in der universitären Forschung auch über die Veröffentlichung wissenschaftlicher Erkenntnisse in Fachpublikationen messen.

Drittmittelleistungen

Das Volumen „qualifizierter Drittmittel“ konnte in den vergangenen zehn Jahren um circa 50 Prozent gesteigert werden. Qualifizierte Drittmittel sind solche, die in einem Peer-Review-Begutachtungsverfahren und hoch kompetitiv vergeben werden, wie beispielsweise DFG-Förderungen. Das Ergebnis dieses guten und stetig gesteigerten Wertes: Innerhalb der parametergesteuerten „leistungsorientierten Mittelzuweisung“ des Landes Nordrhein-Westfalen – kurz LOM-NRW – ist Münster bei Betrachtung der DFG-Mittel seit Jahren einer der erfolgreichsten Standorte. Auch in der Gesamtschau aller Drittmittel schneidet Münster seit Einführung der NRW-LOM mit den Plätzen 1, 2 oder 3 hervorragend ab. Im aktuellen CHE-Hochschulranking aus dem Jahr 2018 belegt die Humanmedizin in Münster in der Rubrik Forschungsgelder pro Professor im bundesweiten Vergleich von insgesamt 22 Hochschulen den Rang 8 und verpasste damit knapp die Einstufung in die „Spitzengruppe“.

Die Westfälische Wilhelms-Universität Münster (WWU) konnte in den vergangenen 20 Jahren ihre DFG-Förderung substanziell steigern und nimmt im DFG-Förderatlas 2018 im bundesweiten Vergleich der 40 deutschen Hochschulen mit den höchsten DFG-Bewilligungen in den Jahren 2014 bis 2016 den Rang 7 ein. Knapp ein Drittel aller DFG-Bewilligungen für die WWU entfällt dabei auf das Fachgebiet Medizin. Im bundesweiten Vergleich des Fachgebiets Medizin belegt Münster den Rang 7 und konnte sich damit seit dem DFG-Förderranking 2015 um sieben Plätze verbessern. Innerhalb des Fachgebiets Medizin belegt die Fakultät in den Forschungsfeldern Neurowissenschaften, Medizin und Mikrobiologie, Virologie und Immunologie jeweils den Rang 9.

Publikationsleistungen - Forschungsoutput

Bezogen auf das Land NRW (NRW-LOM) ist Münster im Leistungsvergleich der Veröffentlichungen traditionell in der Spitzengruppe vertreten. Gemessen werden hier die Zahl der Publikationen und ihr sogenannter Journal-Citation-Score, also die durchschnittliche Zitationsrate aller Publikationen eines Journals, differenziert nach Publikationstyp als Maß für die internationale Reputation. Bibliometrische Auswertungen der Publikationsanalysen der Medizinischen Fakultät Münster dokumentieren, dass die Medizinische Fakultät ihre Ziele erreichen konnte: eine vermehrte Veröffentlichung von Forschungsergebnissen vor allem in hochwertigen Journalen sowie eine Steigerung der Sichtbarkeit dieser Publikationen, gemessen über die Anzahl der Zitationen pro Publikation ohne Selbstzitationen.

Im Ranking des Centre for Science and Technology Studies, auch bekannt als Leiden-Ranking,  erreicht die Universität Münster im Jahr 2018 im Bereich Biomedical and Health Sciences, sortiert nach der Anzahl an Publikationen, im bundesweiten Vergleich von 50 Hochschulen Platz 14.