EpiPAIS
Epigenetische Muster in der Pathogenese von Long COVID
Virale Infektionen können nicht nur kurzfristige Symptome verursachen, sondern auch zu langfristigen gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen, die selbst nach Abklingen der akuten Symptome noch Wochen oder Monate anhalten können. Ein besonderes Augenmerk gilt hierbei dem sogenannten Post-Akuten Infektions-Syndrom (PAIS), das nach einer viralen Infektion auftreten kann.
Im Rahmen des Projekts EpiPAIS befassen wir uns speziell mit der epidemiologischen Erforschung dieser langfristigen Folgen. Unser Ziel ist es, zu verstehen, wie virale Infektionen unsere Gesundheit langfristig beeinflussen.
Eine wichtige Grundlage für unsere Forschung bildet die NAKO-Gesundheitsstudie. Diese longitudinale Kohortenstudie bietet uns die Möglichkeit, die Häufigkeit von Long COVID zu untersuchen und unsere Erkenntnisse auf andere virale Erreger auszudehnen. Die Analyse der Daten aus dieser Studie ermöglicht es uns, die Häufigkeit langfristiger gesundheitlicher Probleme nach viralen Infektionen und ihre Ursachen besser zu verstehen.
Unser Hauptziel ist die Identifizierung von Risikofaktoren und epigenetischen Mustern, die mit der Entstehung von PAIS in Zusammenhang stehen. Epigenetische Veränderungen spielen eine wichtige Rolle, sodass wir uns durch dieses Projekt erhoffen, mehr über die Zusammenhänge zu verstehen. Langfristig könnten präventive Maßnahmen und Therapien entwickelt werden, um die Gesundheit und Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern.
Projektübersicht
| Ansprechpartner: | Dr. Julia Böhnke |
| Projektleitung am IESM: | Univ.-Prof. Dr. med. André Karch, MSc |
| Kooperationspartner: |
Helmholtz Zentrum München, Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt (GmbH) (HMGU) Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) |
| Finanzierung: | Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) |
| Laufzeit: | Januar 2026 – Dezember 2026 |