Aufklärung der Rolle von Endothelzellen bei der Modulation von Hoden- und Ovarialfunktion während der reproduktiven Gesundheit und Krankheit

Dr. Dorothee Bornhorst-Ohmstede (Institut für Zellbiologie, ZMBE und Centrum für Reproduktionsmedizin und Andrologie (CeRA))
Foto: privat

Projektnummer: FG/008/26
Förderzeitraum: 01.01.2026 – 31.12.2029

Unfruchtbarkeit wird weiterhin Millionen von Menschen weltweit betreffen, wobei viele Fälle unerklärt bleiben. Während sich die meisten Forschungsarbeiten weiterhin auf Fortpflanzungszellen und Hormone konzentrieren, verfolgt das Team unter der Leitung von Dr. Dorothee Bornhorst-Ohmstede (Institut für Zellbiologie, ZMBE, und Centrum für Reproduktionsmedizin und Andrologie (CeRA)) einen anderen Ansatz: die Rolle von Blut- und Lymphgefäßen bei der Unterstützung der Fruchtbarkeit. Diese Gefäße versorgen das Gewebe mit Sauerstoff und Nährstoffen, entfernen Abfallstoffe und helfen, die reproduktive Umgebung zu regulieren; dennoch ist ihr Einfluss auf die Fruchtbarkeit bisher nur unzureichend verstanden. Die Forschung von Dr. Bornhorst-Ohmstede wird untersuchen, ob Fehlbildungen in diesen Gefäßsystemen zur Unfruchtbarkeit beitragen. Mithilfe des Zebrafischs als Modellorganismus wird sie in Echtzeit sichtbar machen, wie Blut- und Lymphgefäße mit den sich entwickelnden Gonaden und Keimzellen interagieren. Durch Geneditierung, modernste Bildgebung und aus menschlichen Stammzellen abgeleitete Organoidmodelle wird sie aufklären, wie eine gestörte Gefäßfunktion die reproduktive Gesundheit beeinträchtigen könnte. Ihre Arbeit wird den Weg für neue diagnostische Werkzeuge und Behandlungsstrategien ebnen und jenen Hoffnung geben, die von unerklärter Unfruchtbarkeit betroffen sind – indem sie ein lange übersehenes Unterstützungssystem ins Zentrum der Reproduktionsforschung rückt.

Von Zellen zu Systemen: MICL als zentraler Regulator von Entzündungen

Dr. Mariano Malamud Guillan (Institut für Experimentelle Pathologie, ZMBE)
Foto: privat

Projektnummer: FG/007/25
Förderzeitraum: 09/2025 bis 08/2029

Adipositas ist eine der größten gesundheitlichen Herausforderungen unserer Zeit und erhöht das Risiko für Herzerkrankungen, Diabetes und Leberschäden. Ein Hauptgrund für diese schädlichen Auswirkungen ist, dass sie chronische, niedriggradige Entzündungen verursacht, die nach und nach Gewebe und Organe schädigen. Ziel der aktuellen Forschung ist es, besser zu verstehen, wie das Immunsystem diese Entzündungen reguliert. Dabei steht insbesondere eine Gruppe von Molekülen im Mittelpunkt, die als inhibitorische Rezeptoren bezeichnet werden und eine Schlüsselrolle bei der Aufrechterhaltung des Immungleichgewichts spielen. Durch die Entschlüsselung der molekularen Mechanismen dieser Rezeptoren und ihrer Funktion in der Kontrolle von Entzündungsprozessen erhofft sich das Team rund um Forschungsgruppenleiter Dr. Mariano Malamud Guillan (Institut für Experimentelle Pathologie, ZMBE), neue Strategien zu identifizieren, mit denen schädliche Immunreaktionen vermindert und Menschen vor den gesundheitlichen Problemen geschützt werden können, die mit Adipositas und damit verbundenen Stoffwechselerkrankungen einhergehen.