Aufklärung der Rolle von Endothelzellen bei der Modulation von Hoden- und Ovarialfunktion während der reproduktiven Gesundheit und Krankheit

Projektnummer: FG/008/26
Förderzeitraum: 01.01.2026 – 31.12.2029
Unfruchtbarkeit wird weiterhin Millionen von Menschen weltweit betreffen, wobei viele Fälle unerklärt bleiben. Während sich die meisten Forschungsarbeiten weiterhin auf Fortpflanzungszellen und Hormone konzentrieren, verfolgt das Team unter der Leitung von Dr. Dorothee Bornhorst-Ohmstede (Institut für Zellbiologie, ZMBE, und Centrum für Reproduktionsmedizin und Andrologie (CeRA)) einen anderen Ansatz: die Rolle von Blut- und Lymphgefäßen bei der Unterstützung der Fruchtbarkeit. Diese Gefäße versorgen das Gewebe mit Sauerstoff und Nährstoffen, entfernen Abfallstoffe und helfen, die reproduktive Umgebung zu regulieren; dennoch ist ihr Einfluss auf die Fruchtbarkeit bisher nur unzureichend verstanden. Die Forschung von Dr. Bornhorst-Ohmstede wird untersuchen, ob Fehlbildungen in diesen Gefäßsystemen zur Unfruchtbarkeit beitragen. Mithilfe des Zebrafischs als Modellorganismus wird sie in Echtzeit sichtbar machen, wie Blut- und Lymphgefäße mit den sich entwickelnden Gonaden und Keimzellen interagieren. Durch Geneditierung, modernste Bildgebung und aus menschlichen Stammzellen abgeleitete Organoidmodelle wird sie aufklären, wie eine gestörte Gefäßfunktion die reproduktive Gesundheit beeinträchtigen könnte. Ihre Arbeit wird den Weg für neue diagnostische Werkzeuge und Behandlungsstrategien ebnen und jenen Hoffnung geben, die von unerklärter Unfruchtbarkeit betroffen sind – indem sie ein lange übersehenes Unterstützungssystem ins Zentrum der Reproduktionsforschung rückt.

