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Stiftung Universitätsmedizin Münster fördert die Erforschung neurodegenerativer Erkrankungen

Über den Ausbau der Forschung und die Stiftungsprofessur von Prof. Maximilian Kückelhaus (M.) freuen sich mit diesem (v.l.) Prof. Sven Martens (Prodekan der Medizinischen Fakultät), Prof. Hugo Van Aken (Vorstandsvorsitzender der Stiftung), Prof. Alex W. Friedrich (Ärztlicher Direktor des UKM) und Prof. Tobias Hirsch (Direktor der Klinik für Plastische Chirurgie) (Foto: SUMM/E. Wibberg)

Münster (summ) - Seit Juni finanziert die Stiftung Universitätsmedizin Münster für zunächst fünf Jahre eine Professur von Maximilian Kückelhaus an der münsterschen Uniklinik für Plastische Chirurgie. Zusätzlich zu den dafür aufgewendeten 1,5 Millionen Euro stellt sie eine weitere Million für den Aufbau des begleitenden Forschungsprogramms bereit. Damit schafft die Stiftung die Grundlage für einen neuen wissenschaftlichen Schwerpunkt der Universität Münster. Im Mittelpunkt der Professur steht die Erforschung des sogenannten glymphatischen Systems – eines erst seit wenigen Jahren intensiv untersuchten Netzwerks von Flüssigkeitsströmen im Gehirn. 

Dieses System übernimmt eine wichtige Reinigungsfunktion: Vor allem während des Schlafs werden Stoffwechselprodukte und Eiweißablagerungen aus dem Gehirngewebe abtransportiert. Forschende vermuten, dass Störungen dieses Systems eine entscheidende Rolle bei der Entstehung neurodegenerativer Erkrankungen wie Alzheimer oder Parkinson spielen können. Wie diese Prozesse funktionieren und therapeutisch beeinflusst werden können, gehört zu den spannendsten Fragestellungen der modernen Neurowissenschaften.

Die Professur ist eng in die Forschungsstrukturen der Medizinischen Fakultät der Universität Münster eingebunden. Mit ihrer Anbindung an das Body & Brain Institute Münster (BBIM) profitiert sie von einem interdisziplinären Forschungsumfeld. Gemeinsam mit Forschenden wie dem Direktor der Klinik für Neurologie, Prof. Sven Meuth, sollen neue Erkenntnisse über die Entstehung neurodegenerativer Erkrankungen gewonnen sowie innovative diagnostische und therapeutische Ansätze entwickelt werden. Geplant sind unter anderem Studien zum meningealen Lymphsystem, Untersuchungen zu Biomarkern neurodegenerativer Erkrankungen sowie die Entwicklung neuer diagnostischer und mikrochirurgischer Verfahren.

„Die Stiftung Universitätsmedizin Münster sieht es als ihre Aufgabe an, wissenschaftliche Entwicklungen zu ermöglichen, die ohne private Förderung häufig erst Jahre später Realität würden. Mit der Einrichtung dieser Stiftungsprofessur investieren wir bewusst in ein Forschungsfeld mit großer gesellschaftlicher Bedeutung und stärken zugleich den Wissenschaftsstandort Münster nachhaltig“, sagt Prof. Hugo Van Aken, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Universitätsmedizin Münster.

Prof. Kückelhaus selbst sieht in der Förderung eine besondere Chance: „Wir stehen bei der Erforschung des glymphatischen Systems noch am Anfang, gerade deshalb bietet dieses Forschungsfeld enorme Chancen. Mit der Stiftungsprofessur können wir gemeinsam mit unseren nationalen und internationalen Partnern grundlegende wissenschaftliche Fragen untersuchen und wichtige Voraussetzungen schaffen, um neurodegenerative Erkrankungen künftig früher zu erkennen und langfristig neue Therapieansätze zu entwickeln.“

Die Professur ist an der Klinik für Plastische Chirurgie des Universitätsklinikums Münster (UKM) angesiedelt. „Wir verfügen über eine international anerkannte Expertise in der mikrochirurgischen Forschung. Die neue Professur ermöglicht es uns, dieses Know-how mit modernster Bildgebung, den Neurowissenschaften und translationaler Forschung zu verbinden. Gerade diese interdisziplinäre Zusammenarbeit eröffnet die Chance, neue wissenschaftliche Fragestellungen zu bearbeiten und Erkenntnisse schneller in die klinische Anwendung zu überführen“, sagt Klinikdirektor Prof. Tobias Hirsch.

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