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Grundlagenforschung, die Disziplinen verbindet: MPI Münster feiert sein 25-jähriges Bestehen
Münster (mpi) – Ein Vierteljahrhundert im Dienst der Wissenschaft: Das Max-Planck-Institut für molekulare Biomedizin im Münster hat am Mittwoch [14.10.] mit einem Festakt sein 25-jähriges Bestehen gefeiert. Gäste aus Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Stadtgesellschaft blickten auf erfolgreiche biomedizinische Grundlagenforschung zurück: Das eng mit der Universität Münster kooperierende Institut untersucht, wie Zellen sich zu Geweben ordnen und miteinander kommunizieren.
Direktorin Prof. Sara Wickström begrüßte die Gäste; Redebeiträge kamen von Prof. Patrick Cramer, Präsident der Max-Planck-Gesellschaft (MPG), von Dr. Silke Kederer-Marx, Hauptabteilungsleiterin der MPG, und von Oberbürgermeister Tilman Fuchs. Letzterer sagte: „Das Max-Planck-Institut für molekulare Biomedizin gehört zu Münster wie der Dom und die Universität. Es macht Münster als Wissenschaftsstandort sichtbar.“ Den Festvortrag hielt Gründungsdirektor Prof. Dietmar Vestweber. Zum Abschluss wagte Wickström einen Ausblick: „Grundlagenforschung braucht Zeit und Freiheit. Was wir heute über Zellen verstehen, führt oft erst nach Jahren zu Anwendungen. Deshalb ist es wichtig, diese Arbeit zu fördern.“ Beim anschließenden „Wissensmarkt“ stellten Forschende den Wegbegleiterinnen und Wegbegleitern des Instituts ihre Arbeit vor.
Das Max-Planck-Institut für vaskuläre Biologie startete 2001 unter der Leitung von Dietmar Vestweber. 2004 kam die Stammzellforschung von Prof. Hans R. Schöler hinzu und 2007 die Abteilung von Prof. Ralf H. Adams, Experte für die Entstehung von Blutgefäßen. Seit 2025 prägt ein neues Forschungskonzept die Arbeit: Im Fokus stehen Gewebeformation, mechanische Kräfte in Zellen und innovative Gentechnologien. Getragen wird diese Schwerpunktsetzung von Adams, Wickström (seit 2021) und Prof. Dr. Rui Benedito (seit 2025). Das Konzept trägt Früchte; so erhielt Wickström im September letzten Jahres den mit einer Million Euro dotierten Körber-Preis für die Europäische Wissenschaft.
Alle Abteilungs- und Gruppenleitungen gehören dem „Cells in Motion Interfaculty Centre“ (CiMIC) der Universität Münster an, in dem Forschende aus Medizin, Naturwissenschaften und Informatik gemeinsam untersuchen, wie sich Zellen in Organismen bewegen. „Wir sind Teil eines Netzwerks, lokal wie international“, sagte Wickström. In den vergangenen 25 Jahren haben 13 unabhängige Gruppenleitungen am Institut eine eigene Forschungsgruppe aufgebaut und sind inzwischen an andere Einrichtungen gewechselt, etwa an die Universität Bern, das Imperial College London und die University of Pennsylvania. Aktuell arbeiten fünf Forschungsgruppen am Institut, eine sechste kommt zur Jahreswende hinzu.



