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Grenzüberschreitende Gesundheitsforschung: Unis Münster und Twente unterstützen vier Projekte

Die vier Siegerteams mit ihren Rektoren Tom Veldkamp und Johannes Wessels (5. und 6. v.l.) (Foto: Universität Twente)

Münster (upm) - Die Universität Münster und die Universität Twente (UT) intensivieren ihre wissenschaftliche Zusammenarbeit. In einem gemeinsamen Förderprogramm wählten die beiden Hochschulen vier Forschungsteams aus, die eine finanzielle Unterstützung für strategische Kooperationen im Bereich Gesundheit erhalten. Ziel der Initiative ist es, die Partnerschaft zwischen den beiden Institutionen zu stärken und innovative Forschungsansätze in den Gesundheits- und Lebenswissenschaften zu fördern. 

Die diesjährige Ausschreibung konzentrierte sich gezielt auf Synergien: Die Teams nutzen die komplementären Stärken beider Universitäten, um Lösungen aus verschiedenen Disziplinen für aktuelle gesundheitliche Herausforderungen zu entwickeln. Die Projekte erhalten eine Anschubfinanzierung von bis zu 40.000 Euro für eine Laufzeit von sechs Monaten. Das Geld dient dazu, bestehende Kooperationen zu vertiefen oder neue Partnerschaften zu initiieren. Ein zentrales Ziel dieser ersten Phase ist die Vorbereitung gemeinsamer Anträge für größere Projekte, die extern finanziert werden (Drittmittel), um die Projekte langfristig und in größerem Rahmen zu etablieren.

Informationen zu den Projekten

Bekämpfung von Bettenblockaden in Krankenhäusern: Vorhersagemodelle für den Patientenfluss in Nachsorgeeinrichtungen

Prof. André Karch (Institut für Epidemiologie und Sozialmedizin, Münster) und Prof. Richard Boucherie (Center for Healthcare Operations Improvement and Research, Twente) entwickeln Vorhersagemodelle, um die Verlegung von Patientinnen und Patienten in Nachsorgeeinrichtungen zu verbessern und ein effizienteres Kapazitätsmanagement in Krankenhäusern zu unterstützen.

Transkriptom-Atlas der neuroimmunologischen Interaktionen in einem Modell des menschlichen Mittelhirns

Prof. Gerd Meyer zu Hörste (Klinik für Neurologie, Münster) und Prof. Kerensa Broersen (Angewandte Stammzelltechnologien, Twente) untersuchen die Interaktion von Nerven- und Immunzellen im Gehirn und kombinieren dabei Fachwissen aus den Bereichen Neurologie, Stammzelltechnologie und Organ-on-Chip-Systeme.

Atemgestützte Biomarker zur Früherkennung von Lungenerkrankungen

Prof. Martin A. Kriegel (Medizinische Klinik D und Abteilung für translationale Rheumatologie und Immunologie, Münster) und Prof. Harald E. Vonkeman (Abteilung für Technologie, menschliches und institutionelles Verhalten, Twente) untersuchen, ob sich durch eine Atemgasanalyse schwerwiegende Lungenerkrankungen bei Patientinnen und Patienten mit Bindegewebserkrankungen früher erkennen lassen.

Physiologische Regulation und Modellierung sozialer Interaktionen

Prof. Mitja Back (Institut für Psychologie, Münster) und Dr. Ying Wang (Biomedizinische Signale und Systeme, Twente) entwickeln einen computergestützten Ansatz, um Stress im Alltag besser zu verstehen. Dafür kombinieren sie Fachwissen aus den Bereichen Sensorik, Physiologie und Modellierung sozialer Interaktionen.

Über das Programm „Strategic Collaboration Grants“ unterstützen die Universitäten Münster und Twente seit 2018 gemeinsame Forschungsinitiativen. Mit der Unterstützung wollen sie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern dabei helfen, neue Kooperationen aufzubauen, Partnerschaften zu vertiefen und sich auf größere internationale Fördermöglichkeiten vorzubereiten.

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