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Schmerzforscherin aus Münster an der Spitze der europäischen Fachgesellschaft EFIC

Prof. Esther Pogatzki-Zahn steht drei Jahre lang an der Spitze der European Pain Federation (Foto: UKM/M. Heine)

Münster (ukm/aw) - Prof. Esther Pogatzki-Zahn ist die neue Präsidentin der European Pain Federation (EFIC) übernommen. Die Schmerzforscherin der Medizinischen Fakultät der Universität Münster und Oberärztin der Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin und Schmerztherapie am Universitätsklinikum Münster (UKM) war bereits 2024 zur künftigen Vorsitzenden der Fachgesellschaft (president elect) gewählt worden. Nun führt sie den europäischen Zusammenschluss mit einer dreijährigen Amtszeit bis 2029. Mit ihrer Präsidentschaft Pogatzki-Zahn die Zusammenarbeit zwischen Forschung, klinischer Versorgung und Gesundheitspolitik stärken und die Behandlung von Menschen mit Schmerzen europaweit verbessern.

In ihrem Antrittsbrief betont die Professorin die Bedeutung einer engen Zusammenarbeit innerhalb der europäischen Schmerzmedizin. Gemeinsam könne man „den Weg für echte politische Veränderungen, wegweisende Forschung und eine bessere Versorgung aller Patientinnen und Patienten ebnen“. Zu den Schwerpunkten ihrer Ägide sollen die Weiterentwicklung der schmerzmedizinischen Fortbildung zählen, die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses sowie die Weiterentwicklung europäischer Leitlinien, die Behandlungsteams im klinischen Alltag unterstützen. Menschen mit Schmerzen sollen zudem stärker daran beteiligt werden, Forschungsprioritäten zu bestimmen. 

An der Universitätsmedizin Münster verbindet Pogatzki-Zahn klinische Arbeit mit experimenteller und patientennaher Forschung. An der Medizinischen Fakultät der Universität Münster hat sie die Professur für Schmerzforschung inne. Ein Schwerpunkt beim Brückenschlag zwischen Forschung und klinischer Versorgung ist die Frage, wie sich anhaltende Schmerzen nach Operationen verhindern lassen. 

Die European Pain Federation wurde 1993 gegründet. Sie setzt sich für Fortschritte in der Schmerzforschung, der Aus- und Weiterbildung sowie der Versorgung ein. Dabei fördert sie den Austausch zwischen Fachdisziplinen und Berufsgruppen und vertritt schmerzmedizinische Anliegen auf europäischer Ebene.

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