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„Ein klasse Projekt in und für Münster“: Stadtspitze informierte sich über die NAKO Gesundheitsstudie

Die Untersuchungsgeräte selbst ausprobieren konnten Oberbürgermeister Markus Lewe, Sozialdezernentin Cornelia Wilkens (beide: vorn) und Amtsleiter Dr. Norbert Schulze-Kalthoff (hinten, r.) bei ihrem Besuch in der NAKO-Studienzentrale. Informiert wurden sie dort von Prof. Klaus Berger, Prodekanin Prof. Heidi Pfeiffer und Projektleiterin Bettina Braun (hinten, v.l.; Foto: FZ/Schirdewahn)

„Lassen sich damit auch die gesundheitspolitischen Aspekte des Radfahrens untersuchen – heruntergebrochen auf unsere Stadt?“ Ganz konkrete Fragen hatte Münsters Oberbürgerbürgermeister Markus Lewe bei seinem Informationsbesuch im NAKO-Studienzentrum am Pottkamp. Begleitet wurde das Stadtoberhaupt von Sozialdezernentin Cornelia Wilkens sowie dem Leiter des städtischen Amtes für Gesundheit, Veterinär- und Lebensmittelangelegenheiten, Dr. Norbert Schulze-Kalthoff. Das Trio  (das selbst mit dem Rad eintraf) brachte ein großes Informationsbedürfnis zur NAKO mit – und zudem ein Unterstützungsangebot der Stadtverwaltung für diese größte Gesundheitsstudie Deutschlands.
NAKO steht für „Nationale Kohorte“, womit Wissenschaftler eine bundesweite Gruppe von Studienteilnehmern meinen. Bei denen aber könnte der Begriff auch andere Assoziationen hervorrufen, vermutete OB Lewe – und stieß bei Prof. Klaus Berger auf offene Ohren. Das Langzeitprojekt sei nach der Anlaufphase in „NAKO Gesundheitsstudie“ umbenannt worden. Als Direktor des Instituts für Epidemiologie und Sozialmedizin der Universität Münster verantwortet der Mediziner das Studienzentrum in Münster, das seinerseits zu einem Netz von bundesweit 18 solcher Einrichtungen gehört. In ihnen werden insgesamt 200.000 Deutsche auf ihren Gesundheitszustand hin untersucht – jeder Zwanzigste davon aus Münster. Das Ziel der Forscher: Mit dem riesigen Daten-Pool wollen sie dem Einfluss genetischer, sozialer und umweltbedingter Faktoren auf die großen Volkskrankheiten wie Diabetes oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen auf Schliche kommen.
Die – selbstredend anonymisierten - Informationen werden auch für die beteiligten Städte selbst wertvoll sein, machten Berger und die münstersche NAKO-Projektleiterin Bettina Braun in ihrem Einführungsvortrag deutlich. Das gelte vor allem bei einem Abgleich mit bereits vorliegenden kommunalen Statistiken. Voraussichtlich Ende 2018 sollen erste Auswertungen vorliegen, aber so Berger: „Schon jetzt zeichnet sich das Bild einer lebendigen, jungen und deutlich überdurchschnittlich gesunden Stadt Münster ab – und auch, dass das Radfahren seinen Anteil daran hat“.
Diese Einschätzung hörte die Stadtdelegation mit Freude. Der Oberbürgermeister kündigte an, die städtischen Ämter zur NAKO Gesundheitsstudie anzuschreiben: „Das ist ein klasse Projekt, auf das Münster stolz sein kann und das Unterstützung verdient“. Lewe will zudem bei seinen 6.000 Mitarbeitern für eine Teilnahme werben, denn die ist freiwillig. Mögliche Probanden werden nach dem Zufallsprinzip ausgewählt, so dass mit großer  Wahrscheinlichkeit auch viele kommunale Mitarbeiter eine NAKO-Einladung erhalten.

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