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Künstliche Intelligenz bei Medizingeräten: "addustry" soll Operationen noch sicherer machen und Fachkräfte entlasten

Britta Engeln, Dr. Jan Raack, Wirtschaftsingenieur Alexander Hüsers, Dr. Dr. Martin Schulze, Prof. Georg Gosheger, Dr. Ansgar Buschmann und Designer Max Tönnemann (v.l.; Foto: S. Marschalkowski)

Münster (upm/mfm) - Das Gesundheitssystem steht zunehmend im Spannungsfeld zwischen vorhandenen Ressourcen und denen, die eigentlich nötig wären. Viele Fachkräfte sind außergewöhnlichen Belastungen ausgesetzt, nicht erst seit der Corona-Pandemie. Ein Forscherteam der Westfälischen Wilhelms-Universität (WWU) und des Universitätsklinikums Münster möchte Operationen künftig noch sicherer machen und so das aktuell stark beanspruchte Pflegepersonal entlasten. Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) in der Entwicklung von Medizingeräten soll die Prozesse im Operationssaal optimieren – vor, während und nach der OP. Das Land Nordrhein-Westfalen unterstützt das Projekt „addustry“ über die Initiative „Start-Up-Transfer. NRW“ mit 233.000 Euro.

Unter der Leitung von Prof. Georg Gosheger, Direktor der Uniklinik für Allgemeine Orthopädie und Tumororthopädie, und von Prof. Gerhard Schewe (Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Organisation, Personal und Innovation) entwickelt das interdisziplinäre Team ein skalierbares System zur Organisation planbarer Eingriffe. Eine digitale Plattform soll Kliniken, Medizinischen Versorgungszentren und Arztpraxen künftig helfen, den notwendigen Materialeinsatz sowie mögliche Fehler- und Gefahrenpotentiale erheblich zu reduzieren.