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Bewährtes fortführen, Neues ausprobieren: Führungswechsel bei der größten Fördereinrichtung der Medizinischen Fakultät

Die vormalige und die neue Geschäftsführerin des IZKF: Dr. Sabine Blass-Kampmann (r.) und Dr. Nadia Füllbrunn (Fotos: Uni MS/E. Wibberg, Uni MS/M. Ibrahim)

Münster (mfm/jg) – 28 Jahre lang hat Dr. Sabine Blass-Kampmann das Interdisziplinäre Zentrum für Klinische Forschung (IZKF) der Medizinischen Fakultät der Universität Münster geleitet. Seit Juli steht mit Dr. Nadia Füllbrunn eine neue Geschäftsführerin an der Spitze. Das oberste Ziel der Einrichtung aber bleibt gleich: die medizinische Spitzenforschung am Standort Münster fördern – nun bereichert durch neue Perspektiven. 

Als Blass-Kampmann 1998 ihre Stelle als Geschäftsführerin und Forschungsreferentin antrat, gab es das Wort „Forschungsmanagement“ noch nicht. „Niemand wusste, dass das ein Beruf sein könnte. Alle Geschäftsführungen der deutschlandweit acht IZKF, die zwei Jahre zuvor auf Initiative des Bundes gegründet worden waren, mussten daher ins kalte Wasser springen“, erinnert sich Blass-Kampmann. Bevor sie die Leitung in Münster übernahm, arbeitete die promovierte Biologin in der Krebsforschung der Universitätsmedizin Essen – das Feld der Wissenschaft war ihr daher sehr vertraut. „Da das IZKF sich als Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Verwaltung versteht, ist es wichtig, dass man weiß, was die Forschenden brauchen“, sagt die ehemalige Geschäftsführerin, die dem Zentrum in den nächsten Monaten noch beratend zur Seite steht.

Das Hauptanliegen des IZKF ist seit drei Jahrzehnten die Förderung von interdisziplinären translationalen Forschungsprojekten an der Medizinischen Fakultät; weitere Säulen bilden die Unterstützung von Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern sowie die Technologieförderung. In die 28 Berufsjahre von Blass-Kampmann fallen über 450 Projekte und zahlreiche Nachwuchsforschende, die das Zentrum unterstützt hat – zu letzteren zählt auch der heutige Ärztliche Direktor des Universitätsklinikums Münster, Prof. Alex W. Friedrich: Er profitierte vom IZKF-Rotationsprogramm, in dem Nachwuchstalente aus der klinischen Routine zeitlich begrenzt in die Forschung wechseln konnten - heute gibt es dafür den Begriff „Clinician Scientist“.

Auch die neue Geschäftsführerin Füllbrunn hat einen naturwissenschaftlichen Hintergrund. Nach ihrer Promotion an der Universität Osnabrück war die Biochemikerin in der Forschung tätig, koordinierte zugleich das Graduiertenkolleg des Sonderforschungsbereichs 1557 und absolvierte das Zertifikatsstudium „Hochschul- und Wissenschaftsmanagement“. „Für mich ist wichtig, dass ich beide Perspektiven kenne: die der Forschung und die des Managements“, so Füllbrunn. Natürlich gebe es für sie einiges dazuzulernen: Wie ist die Forschungslandschaft innerhalb der Medizinischen Fakultät in Münster aufgebaut, welche Prozesse gilt es zu beachten? „Dabei kann es nutzbringend sein, mit einem externen Blick auf die Strukturen zu schauen.“

Diese neue, fundierte Perspektive möchte Füllbrunn einbringen, um den sich stetig verändernden Bedingungen zu begegnen. „Das IZKF ist ein wertvolles Instrument, um die Spitzenforschung der Medizinischen Fakultät weiter nach vorn zu bringen. Die sorgfältig geschaffenen Strukturen sollen so weiterentwickelt werden, dass sie sich genau an die Bedürfnisse der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler anpassen – und dafür braucht es enge Zusammenarbeit“, betont die neue Leitungskraft. Darüber hinaus möchte sie die Sichtbarkeit der Einrichtung innerhalb der Fakultät ausbauen.

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