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Dreifache Auszeichnung für die Radioonkologie der Universität Münster
Münster (mfm/onn) – Eine Tagung, drei Preise: Gleich mehrere Auszeichnungen konnten Universitätsmediziner au Münster vom diesjährigen Jahreskongress der Deutschen Gesellschaft für Radioonkologie (DEGRO) mit nach Hause nehmen. Priv.-Doz. Dr. Michael Oertel erhielt für seine Habilitationsschrift mit dem Hermann-Holthusen-Preis eine der höchsten Auszeichnungen der Fachgesellschaft. Daneben wurde Dr. David Steike der Günther-von-Pannewitz-Preis für seine Arbeit zur Bestrahlung gutartiger Erkrankungen verliehen und Dr. Stefan Gravemeyer bekam einen Posterpreis. Alle drei Ärzte arbeiten in der Uniklinik für Strahlentherapie – Radioonkologie Ihre Awards würdigen herausragende wissenschaftliche Leistungen ihres Faches und verdeutlichen die Forschungsstärke der münsterschen Universitätsmedizin.
Der prestigeträchtige, mit 5.000 Euro dotierte Hermann-Holthusen-Preis ging an drei Forscher, darunter erstmals ein Wissenschaftler der Universitätsmedizin Münster: Priv.-Doz. Dr. Michael Oertel, geschäftsführender Oberarzt der Klinik, punktete mit seiner Arbeit „Bedeutung der Radioonkologie in der multimodalen Therapie hämatologischer Erkrankungen – Entwicklung individualisierter Behandlungsstrategien“. Die Habilitationsschrift untersucht, wie sich die Strahlentherapie bei Lymphdrüsenkrebs und Leukämie an Patientenbedürfnisse anpassen lässt: Für wen reicht eine geringere Strahlendosis, um gute Heilungschancen bei möglichst wenigen Nebenwirkungen zu erreichen und wer profitiert von einer intensiveren Behandlung? Oertel bedeutet die Auszeichnung viel: „Sie ist eine große Ehre und Wertschätzung für meine Arbeit, aber auch für den Standort Münster und motiviert mich unglaublich.“
Dr. David Steike wurde für seine Arbeit zur Bestrahlung gutartiger Erkrankungen prämiiert. Sie definiert erstmals international abgestimmte Empfehlungen für die gezielte Bestrahlung arthrosebetroffener Gelenkbereiche. Durch die darin beschriebene Methode kann gesundes Gewebe besser geschont und die Therapie einheitlicher geplant werden. Einen Posterpreis erhielt zudem Dr. Stefan Gravemeyer für seine Arbeit „Die nächste Generation der Radioonkologie“. Diese beinhaltet „eine Analyse zu Einflussfaktoren der Entscheidungsfindung zur Facharztausbildung in der Strahlentherapie“, wie es im Untertitel heißt. Die Untersuchung zeigt, dass vor allem gute Forschungsmöglichkeiten und ein naturwissenschaftlicher Hintergrund entsprechendes Interesse fördern. Zudem verbessert laut Gravemeyer ein interdisziplinäres Lehrkonzept, das Anatomie und Strahlentherapie bereits in der Vorklinik verknüpft, die Wahrnehmung des Fachs und seiner Karrierechancen deutlich.


