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CHE-Ranking: ZB Med der WWU Münster zum siebten Mal in Folge beste Medizinbibliothek in Deutschland

Spitzenplatz verteidigt – aber das Bewerberfeld rückt näher zusammen (Grafik: ZB Med auf Basis des CHE-Rankings)

Münster (zbm/oo) - Ein ganz und gar nicht verflixtes siebtes Mal: Im Hochschulranking 2021 des CHE belegt die Zweigbibliothek Medizin der Universität Münster (WWU) zum siebten Mal in Folge den ersten Platz. Damit behauptet sie diesen seit 2003. Bei der Bewertung der Ausstattung gaben die Studierenden der Humanmedizin der Bibliothek wiederum die Traumnote 1,2. Damit konnte die Einrichtung ihre Spitzenbewertung in der letzten - 2018 durchgeführten – Erhebung bestätigen und ihre Vorrangstellung in Deutschland gegenüber den anderen Standorten erfolgreich verteidigen. Das aktuelle Ranking zeigt, dass sich die besten Medizinbibliotheken allesamt in den letzten Jahren verbessern konnten und in der Spitze näher zusammengerückt sind.

„Die erstklassigen Beurteilungen kommen nicht von ungefähr“, ist sich ZB-Med-Leiter Dr. Oliver Obst sicher. In den letzten Jahren habe sich die Bibliothek kontinuierlich verbessert, um den Wünschen und Bedürfnissen der Studierenden gerecht zu werden. Hierbei habe der Bibliotheksbeirat der Studierenden maßgeblich mitgeholfen. So sei unter anderem die Ausleihe von Tablets um Apple Pencils und Watches erweitert und der Support für die wegweisende Lernumgebung easystudium verbessert worden. „Mit dem Projekt 100plus haben wir die Zahl und Qualität von Einzel- und Gruppenarbeitsplätzen deutlich erhöht und mit der Lizenzierung von via medici die Unterstützung der Vorklinik auf ein neues Level gehoben“, erläutert Obst – und nennt noch weitere Punkte: Im letzten Jahr seien große Bereiche der Bibliothek klimatisiert und somit ein lang ersehnter Wunsch der Studierenden erfüllt worden. Die ZB Med ruhe sich laut Obst nicht auf den Lorbeeren aus, sondern habe nach Umzug der übrigen Fachmonographien ins Kellermagazin bereits das nächste Etappenziel ins Auge gefasst: einen neuen Arbeits- und Loungebereich auf der Empore.

Viele der Verbesserungen würden erst nach der Corona-Pandemie voll wirksam werden, so Obst. In der Krisenzeit habe die Bibliothek engen Kontakt zu „ihren“ Studierenden gehalten; insbesondere die Erstsemester seien über Zoom und Mail sehr gut in die Dienstleistungen der ZB Med eingeführt worden. Deren Wiederöffnung nach dem Lockdown wurde frühzeitig geplant, so konnten bereits im Mai die Ausleihe und Rückgabe und im Juni die Benutzung der Arbeitsplätze ermöglicht werden. Dabei wurden die Hygienemaßnahmen detailliert ausgearbeitet und beispielsweise die Aerosolbelastung durch CO2-Messungen akribisch kontrolliert.

Unter allen Kriterien war die Bibliotheksausstattung beste Dienstleistung, sie rangierte vor den Skills Labs, den Räumen, der Studienorganisation, der IT-Infrastruktur und der allgemeinen Studiensituation. Nicht ohne Stolz sagt daher Dr. Obst: „Dass beim letzten medizinischen Staatsexamen die Medizinstudierenden nirgendwo in Deutschland so gut abgeschnitten haben wie in Münster, liegt auch daran, dass nirgendwo in Deutschland die Studierenden ein so qualitativ hervorragendes Informations- und Trainingsangebot erhalten wie durch die ZB Med. Die Bibliothek investiert jedes Jahr mehr als 200.000 Euro in innovative Lernportale. Darüber hinaus bekommt jeder Studierende auf Wunsch ein iPad für das Arbeiten mit diesen Portalen gestellt – und das fünf Semester lang“.

Umfrageverfahren und Centrum für Hochschulentwicklung

Für das CHE-Ranking bewerteten die Studierenden unter anderem die Verfügbarkeit der im Studium benötigten Literatur, den Bestand an Büchern und Fachzeitschriften, die Benutzerberatung, die Möglichkeiten zur Literaturrecherche, die Verfügbarkeit von Arbeitsplätzen in den Bibliotheken sowie die Öffnungs- und Ausleihzeiten. Die Benotung erfolgte auf der Basis einer Skala von 1 (sehr gut) bis 6 (sehr schlecht). Insgesamt gaben nach Angaben des CHE 120.000 Studierende ihr Votum zu den Fächern an über 300 Universitäten und Fachhochschulen im deutschsprachigen Raum ab.

Das Gemeinnützige CHE Centrum für Hochschulentwicklung GmbH wurde auf Initiative von Reinhard Mohn und Professor Hans-Uwe Erichsen, dem damaligen Präsidenten der Hochschulrektorenkonferenz, gegründet. Das CHE versteht sich als eine Reformwerkstatt für das deutsche und europäische Hochschulwesen. Gesellschafter sind die Bertelsmann-Stiftung und die Stiftung zur Förderung der Hochschulrektorenkonferenz.  /  Quelle: ZB Med

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