Das FETZ-Münster - CARE Studie

Wir sind ein interdisziplinäres Team aus ärztlichen und psychologischen Therapeut*innen aus dem Jugend- und Erwachsenenbereich des Uniklinikums Münster. Alle Mitarbeitenden sind speziell in der Früherkennung von Psychosen, sowie der präventiven psychotherapeutischen Behandlung von Psychosen geschult. Das FETZ-Münster befindet sich unter der Leitung von Prof. Dr. Dr. Udo Dannlowski und Prof. Dr. Georg Romer und stellt eine Kooperation der Sektion für Transitionspsychiatrie und der Kinder- und Jugendpsychiatrischen Abteilung des UKM dar. Hierdurch ist es uns möglich sowohl für Erwachsene, als auch für Kinder und Jugendliche eine spezialisierte Diagnostik und Behandlung im Rahmen der CARE-Studie anzubieten. 

Die CARE-Studie – Psychotherapie zur Psychoseprävention

Aktuell nehmen wir im FETZ Münster, gemeinsam mit vielen anderen Zentren in Deutschland und der Schweiz, an der CARE Studie (Computer-assistierte Risiko-Evaluation und risikoadaptierte Behandlung) teil. Diese innovative Studie nutzt moderne Methoden der Früherkennung, basierend auf aktuellsten Forschungserkenntnissen, um die Möglichkeit der präventiven Psychotherapie von Psychose zu untersuchen.

Das Ziel der vorbeugenden Therapie ist es, das Risiko einer Psychoseentwicklung bei Personen mit erhöhtem Risiko zu reduzieren. Dazu werden verschiedene Methoden eingesetzt, wie zum Beispiel die Nutzung von MRT-Bildgebung und klinischen Daten zur Risikoevaluation. Durch eine gründliche psychologische Diagnostik können Frühwarnsymptome erkannt und eine potenzielle Psychose frühzeitig behandelt werden. Eine frühzeitige Erkennung kann dazu beitragen, dass Patienten eine angemessene Behandlung erhalten und Komplikationen vermieden werden.

Wer kann an der CARE-Studie teilnehmen

Die Teilnahme an CARE steht Personen im Alter von 16 bis 40 Jahren mit einem erhöhten Risiko für die Entwicklung einer psychotischen Störung offen. Personen, die bereits an einer Psychose, schweren Depressionen mit psychotischen Symptomen oder Suchterkrankungen leiden, können leider nicht an der Studie teilnehmen. Die Teilnahmevoraussetzungen umfassen eine gründliche psychiatrische Untersuchung, sowie die Durchführung von MRT-Bildgebung und klinischen Tests zur Risikoevaluation. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem Flyer

Studienteilnahme

Wenn Sie an CARE teilnehmen möchten oder Fragen zum Projekt haben, kontaktieren Sie uns gerne. Wir freuen uns auf Ihre Nachricht.

Ansprechpartner für Jugendliche (16 – 18 Jahre): Dr. med. Linda Bonnekoh
Ansprechpartner für Erwachsene (18 – 40 Jahre): Dr. rer. nat. Janik Goltermann, Dr. med. Antonia Böthig
Email: Fetz.Transitionspsychiatrie@ukmuenster.de
Tel: +49 251 83 56610

Team

Prof. Dr. Dr. Udo Dannlowski 

Leitung CARE-Studie
- Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie 
- Direktor Institut für Translationale Psychiatrie

Prof. Dr. Georg Romer 

- Leitung CARE-Studie
- Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie
- Direktor Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, - psychosomatik und -psychotherapie

Dr. Antonia Böthig 

- Studientherapeutin CARE
- Studiendiagnostikerin CARE
- In laufender Weiterbildung zur Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie

Dr. Linda Bonnekoh

- Studientherapeutin CARE
- Studiendiagnostikerin CARE
- In laufender Weiterbildung zur Fachärztin für 
Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie

Dr. Janik Goltermann

- Studientherapeut CARE
- Studiendiagnostiker CARE
- Approbierter Psychologischer Psychotherapeut (Kognitive Verhaltenstherapie)
- Wissenschaftlicher Mitarbeiter Institut für Translationale Psychiatrie

  • Was ist eine Psychose?

    Eine Psychose ist eine psychische Erkrankung, die durch den Verlust des Realitätsbewusstseins und der Wahrnehmungsfähigkeit gekennzeichnet ist. Menschen mit Psychosen können Schwierigkeiten haben, zwischen Realität und Fantasie zu unterscheiden, und können daher Halluzinationen, Wahnvorstellungen und Paranoia erleben. Andere Symptome können Verwirrung, Desorientierung, emotionale Verflachung und ein verändertes Verhalten umfassen.

    Die genauen Ursachen von Psychosen sind nicht vollständig bekannt. Es wird jedoch angenommen, dass sowohl genetische als auch umweltbedingte Faktoren eine Rolle spielen können. Bestimmte genetische Merkmale können dazu beitragen, dass einige Menschen anfälliger für Psychosen sind. Umweltfaktoren wie traumatische Ereignisse oder Drogenkonsum können ebenfalls das Risiko einer Psychose erhöhen.

  • Früherkennung von Psychosen

    Die Früherkennung von Psychosen ist von großer Bedeutung, da eine frühe Diagnose und Behandlung das Risiko von schwerwiegenden und langfristigen Komplikationen verringern kann. Psychosen kündigen sich häufig bereits Jahre vorher durch sogenannte Frühwarnsymptome an. Durch eine gründliche psychologische Diagnostik kann ein erhöhtes Risiko für Psychose frühzeitig erkannt und potenziell vorbeugend behandelt werden.

    Die Früherkennung von Psychosen erfolgt normalerweise durch eine Kombination aus Screening-Fragebögen und klinischen Beobachtungen. Risikofaktoren für die Entwicklung von Psychosen, wie eine familiäre Vorgeschichte von Psychosen, frühere psychotische Episoden und Drogenmissbrauch, können bei der Beurteilung der Wahrscheinlichkeit einer Psychose eine wichtige Rolle spielen.

    Eine frühzeitige Diagnose kann dazu beitragen, dass Patienten mit Psychosen eine angemessene Behandlung erhalten, um Komplikationen zu vermeiden und die Lebensqualität zu verbessern.