Rekonstruktion der klonalen Evolution

Im Rahmen der Krebsforschung ist die Analyse der klonalen Evolution eines Tumors von großem Interesse. Durch eine frühe Identifikation von aggressiven Subklonen können sich neuartige Therapieoptionen ergeben. Therapieresistenz kann unter Umständen bereits detektiert werden, bevor es zum Rückfall kommt, was einen erheblichen Einfluss auf das Überleben haben kann. Jedoch ist die eigentliche Rekonstruktion der klonalen Evolution auf Basis von Mutationsdaten nicht trivial. Für die Bioinformatik stellt sie eine Herausforderung dar.

Aktuell haben wir Kooperationen in folgenden klinischen und theoretischen Forschungsprojekten:

  • Analyse der klonalen Evolution beim pädiatrischen Myelodysplastischen Syndrom (MDS) und bei der Akuten Myeloischen Leukämie (AML); Kooperation mit der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH, Dr. Gudrun Göhring)

  • Analyse der klonalen Evolution beim Multiplen Myelom (MM); Kooperation mit der Medizinischen Klink A des UKM (PD Dr. Cyrus Khandanpour)

  • Analyse  der klonalen Evolution bei pädiatrischen T-Lymphoblastischen Lymphomen; Kooperation mit der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin des UKM (Univ.-Prof. Birgit Burkhardt)

  • Analyse der klonalen Expansion in der männlichen Keimbahn; Kooperation mit der Clinical Research Unit „Male Germ Cells: From Genes to Function“ (Univ.-Prof. Schlatt und PD Dr. Nina Neuhaus)

  • Optimierung der Algorithmen zur automatischen Rekonstruktion der klonalen Evolution; Kooperation mit dem Institut für Informatik der WWU (Univ.-Prof. Xiaoyi Jiang)

Erste Ergebnisse unserer Arbeit zur Analyse der klonalen Evolution beim Burkitt-Lymphom wurden in der Fachzeitschrift Leukemia des Nature-Verlags publiziert. Ergebnisse zur klonalen Evolution bei MDS wurden bei Nature Communications publiziert.

Kontakt: Dr. Sarah Sandmann-Varghese