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Vertrauensbeweis für münstersche Rechtsmedizin: ISFG wählt Marielle Vennemann erneut zur Präsidentin

Prof. Marielle Vennemann auf dem Jahreskongress der ISFG (Foto: ISFG 2026 Conference)

Münster (mfm/onn) – Fast 94 Prozent der Stimmen, nämlich 182 von 194: Mit überwältigender Mehrheit hat die International Society for Forensic Genetics (ISFG) eine Forscherin der Universität Münster als Präsidentin wiedergewählt. Damit steht Prof. Marielle Vennemann, Bereichsleiterin der Forensischen Molekularbiologie am Institut für Rechtsmedizin, für eine weitere Amtsperiode an der Spitze der Fachgesellschaft, die rund 1.200 Mitglieder aus 73 Ländern vertritt. Ihre Präsidentschaft verdeutlicht das internationale Vertrauen in das münstersche Institut und die dort geleistete Arbeit.

Bereits 2024 wurde Vennemann erstmals zur Präsidentin gewählt. Nach ihrer zweiten Ägide wird sie in das Amt der stellvertretenden Präsidentin wechseln und die ISFG in dieser Funktion voraussichtlich weitere vier Jahre unterstützen. Im Hauptberuf leitet die Wissenschaftlerin die Abteilung für Forensische Molekularbiologie ihres Instituts. Ihre Schwerpunkte sind die Entwicklung neuer Methoden zur Erkennung von Körperflüssigkeiten in Tatortspuren und die Frage, wie bestimmte Spurenbilder am Tatort entstehen können. Außerdem ist Vennemann zweite Vorsitzende der deutschen Spurenkommission, die Empfehlungen für die genetische Analyse von Tatortspuren ausspricht. 

Die Fachgesellschaft, der die Biologin vorsteht, prägt die forensische Genetik insbesondere durch die Ausarbeitung wissenschaftlicher Standards, Empfehlungen und Qualitätssicherungsmaßnahmen. Alle zwei Jahre kommen ihre Mitglieder zu einem internationalen Kongress zusammen, um aktuelle wissenschaftliche Entwicklungen zu diskutieren, Forschungsergebnisse auszutauschen und die zukünftige Ausrichtung des Fachgebiets mitzugestalten. Austragungsort der diesjährigen Veranstaltung und damit der Neuwahl war Montreal in Kanada.

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