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Tinnitus-Behandlung mit maßgeschneiderter Musik: Forscher suchen weitere Probanden aus der Region

Münster (mfm) - Wenn es im Ohr dauerhaft piept und summt, kann das bei den Betroffenen zu extremen Belastungen führen. Um Tinnituspatienten zu helfen, haben Forscher des Instituts für Biomagnetismus und Biosignalanalyse (IBB) der Universität Münster ein innovatives Verfahren zur Behandlung der Krankheit entwickelt. Für deren klinische Erprobung werden weitere Betroffene als Probanden gesucht.
Das Training mit maßgeschneiderter Musik kann die empfundene Lautstärke des Tinnitus und die wahrgenommene Belastung reduzieren. Das Verfahren wird derzeit in Zusammenarbeit mit der Klinik und Poliklinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde des Universitätsklinikums Münster weiterentwickelt und verbessert. Dafür suchen die Wissenschaftler Probanden aus Münster und Umgebung, die an chronischem, totalem Tinnitus leiden und folgende Fragen bejahen können:
- Sie hören einen einzelnen, konstanten Pfeif- oder Piepton (kein Rauschen), der sich in der Tonhöhe wenig verändert.
- Sie sind nicht älter als 70 Jahre.
- Sie sind in der Lage, innerhalb eines halben Jahres für Untersuchungen etwa fünf Mal nach Münster zu kommen.
Sie verfügen über ein gutes, deutsches Sprachverständnis.
Sie hören den Tinnitus seit mindestens drei Monaten.
Sie haben keinen schwerwiegenden Hörverlust.
Detaillierte Informationen zum Behandlungsverfahren, Informationen zu aktuellen Studien sowie die Teilnahmekriterien erhalten Interessierte auf der Tinnitus-Website des IBB (http://www.tinnitus.uni-muenster.de). Dort kann auch ein Fragebogen heruntergeladen werden, mit dem man sich per E-Mail (tinnitus@uni-muenster.de) für eine Studienteilnahme bewerben kann.