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Sein „Nikotinpflaster“ half vielen Rauchern: Pharmakologie-Professor Klaus Opitz verstorben

Prof. Klaus Opitz, hier in einer Aufnahme von 1966 (Foto: privat)

Die Westfälische Wilhelms-Universität Münster trauert um ihr Mitglied, den Universitätsprofessor für Pharmakologie und Toxikologie, Dr. med. Klaus Opitz, der am 24. September 2021 im 95. Lebensjahr verstorben ist.

Klaus Opitz wurde am 7. Januar 1927 in Jena geboren. Nach Schulbesuch und Kriegsdienst nahm er 1945 ein Studium der Medizin und der Biologie an der Universität Jena auf. Nach dessen erfolgreichem Abschluss mit Bestnote (1951) arbeitete er zunächst als Assistent in der Pharmakologie sowie Chirurgie seiner Alma Mater und erwarb in dieser Zeit den Doktortitel der Medizin (1951). Nach der endgültigen Approbation im Jahr 1954 übernahm er eine Tätigkeit als Stationsarzt am Kreiskrankenhaus Rudolstadt/Thüringen.

Aus Gewissensgründen in die Bundesrepublik übersiedelt, fand Klaus Opitz seine weitere akademische und berufliche Heimat an der WWU Münster. Hier nahm er im Frühjahr 1955 eine Tätigkeit als Volontärassistent am Pharmakologischen Institut auf, wurde noch im selben Jahr zum Wiss. Assistenten befördert und 1961 mit einer Studie zur Wirkung psychotroper Substanzen auf den Stoffwechsel habilitiert. 1965 ernannte ihn die Medizinische Fakultät zum Dozenten und 1967 zum apl. Professor sowie zum Wissenschaftlichen Rat. Drei Jahre später erhielt der Hochschullehrer eine Universitätsprofessur und die Leitung der neu geschaffenen Abteilung für Pharmakologie des Stoffwechsels. Diese Leitungsposition im heutigen Institut für Pharmakologie und Toxikologie übte er bis zum Eintritt in den Ruhestand im März 1992 aus.

Klaus Opitz zählte zu den sehr anerkannten Hochschullehrern seines Faches. Sein besonderes Augenmerk galt während seiner gesamten Karriere dem Themengebiet, das auch der von ihm geleiteten Abteilung den Namen gab. Er gilt als Koryphäe in der Erforschung der Folgen des Nikotin- und Alkoholkonsums und veröffentlichte zu diesen Themen eine große Zahl von Studien, die auch international Beachtung fanden. Einer breiten Öffentlichkeit bekannt wurde er durch die Entwicklung des „Nikotinpflasters“, das vielen Rauchern den Weg aus der Sucht bahnte. Bei seinen Studierenden und Promovenden war er hoch angesehen als Dozent, Motivator, Betreuer und Ratgeber.

Die WWU Münster verliert mit Klaus Opitz einen anerkannten Forscher, engagierten Hochschullehrer, begabten Arzt sowie im Kollegenkreis hoch geschätzten Kollegen und Menschen, der sich bleibende Verdienste um die Wissenschaft an der Medizinischen Fakultät der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster erworben hat.

Der Rektor der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster

Univ.-Prof. Dr. rer. nat. Johannes Wessels

Der Dekan der Medizinischen Fakultät

Univ.-Prof. Dr. med. Frank Ulrich Müller

Der komm. Direktor des Institutes für Pharmakologie und Toxikologie

Prof. Dr. med. Uwe Kirchhefer