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Prävention von Nierenschädigungen nach Operationen: Thilo von Groote erhält „Early Career Award“

Bei der Preisübergabe aus Termingründen zugeschaltet: PD Dr. Thilo von Groote erhielt einen der drei „Paul Martini Early Career Awards 2026“. Prof. Robert Zeiser (l.) und Dr. Matthias Meergans, Geschäftsführer der Paul-Martini-Stiftung, gratulierten ihm zu der Auszeichnung (Foto: PMS/D. Laessig)

PD Dr. Thilo von Groote (Foto: privat)

Berlin/Münster (PMS/mfm) – Die Paul-Martini-Stiftung in Berlin hat ihre diesjährigen „Early Career Awards für klinische Forschung“ verliehen – und einen der drei Preisträger stellt die Universität Münster. Wie seine Kollegen aus Köln und Ulm hat Dr. Thilo von Groote mittels einer klinischen Studie zu besseren Diagnose- oder Therapiemöglichkeiten für Patientinnen und Patienten beigetragen. Die mit jeweils 6.000 Euro dotierten Auszeichnungen wurden jetzt im Herbstsymposiums der Paul-Martini-Stiftung übergeben. 

Mit den ‚Paul Martini Early Career Awards für klinische Forschung‘ werden jährlich bis zu drei Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bis zum vollendeten 35. Lebensjahr für herausragende Leistungen im Bereich klinische Forschung und klinische Pharmakologie ausgezeichnet. „Die Arbeiten der Prämiierten zeigen, wie wesentlich klinische Forschung dafür ist, dass neue Therapie- und Diagnosekonzepte nicht nur Ideen bleiben, sondern validiert und in der Patientenversorgung eingesetzt werden“, sagt der Jury-Vorsitzende Prof. Robert Zeiser vom Universitätsklinikum Freiburg.

PD Dr. med. Thilo von Groote aus der münsterschen Uniklinik für Anästhesiologie, operative Intensivmedizin und Schmerztherapie arbeitete den Nutzen einer Biomarker-gesteuerten leitliniengerechten Präventionsstrategie gegen das Auftreten akuter Nierenschädigung (AKI) nach großen Operationen heraus. Das gelang ihm mit Hilfe der prospektiven randomisiert-kontrollierten Studie „BigpAK-2“ mit Patientinnen und Patienten mit erhöhtem AKI-Risiko. Zu den Präventionsmaßnahmen gehörten eine postoperative Optimierung des Herz-Kreislaufsystems, das Vermeiden nierenschädigender Substanzen und Kontrastmittel, eine strukturierte Flüssigkeitstherapie sowie die frühe Kontrolle postoperativer Blutzuckerentgleisungen. „Von Grootes Forschung leistet damit einen wichtigen Beitrag zu mehr Patienten­sicherheit und verbesserten operativen Outcomes“, so die Jury-Begründung.

Zusammen mit von Groote wurden Dr. Stefanie Zorn aus der Uniklinik Ulm und PD Dr. Justin Ferdinandus von der Uniklinik Köln ausgezeichnet. Erstere entwickelte Kriterien für die pädiatrische Diagnostik von bestimmten genetisch bedingten Formen von Adipositas. Ferdinandus schloss eine Behandlungslücke für ältere Patientinnen und Patienten mit klassischem Hodgkin-Lymphom: Er konnte zeigen, dass das BrECADD-Regime, ein spezielles Chemotherapieschema, auch bei älteren Betroffenen wirksam und verträglich ist.

Die gemeinnützige Paul-Martini-Stiftung fördert die wissenschaftliche Entwicklung moderner Arzneimitteltherapie für eine wirksame und sichere Versorgung von Patienten und Patientinnen. Ihr Träger ist der Verband forschender Arzneimittelhersteller, ein Zusammenschluss von derzeit 51 Unternehmen. Benannt ist die Stiftung nach dem renommierten Bonner Wissenschaftler und Arzt Prof. Paul Martini (1889 bis1964), in Würdigung von dessen besonderen Verdiensten um die klinisch-therapeutische Forschung. 

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