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Heuschnupfen: Uni-Hautklinik sucht Teilnehmer für Studie zu neuer Form der Immuntherapie

Sucht Probanden für eine Heuschnupfen-Studie: Prof. Randolf Brehler, Allergologe in der münsterschen Uni-Hautklinik (Foto: FZ)

Münster (mfm/tb) – Je härter, desto besser: Für Millionen von Heuschnupfen-Geplagten ist ein kalter Winter notgedrungen die schönste Jahreszeit. Denn mit dem Frühling kehren auch die Pollen zurück – und mit ihnen die Probleme, wie Niesen, tropfende Nase und Augenjucken. Beim Heuschnupfen, der häufigsten Allergie in den Industrieländern, reagieren Betroffene buchstäblich gereizt auf kleinste Blütenstaubteilchen von Bäumen, Gräsern und Kräutern in der Luft. Eine Studie der münsterschen Universitäts-Hautklinik eröffnet ihnen die Möglichkeit, eine neue Therapie auszuprobieren: Gesucht werden dafür Patienten im Alter zwischen 18 und 64 Jahren, die an einer Gräserpollen-Allergie leiden.
„Wir erproben eine neuartige Form der allergenspezifischen Immuntherapie, oft auch als Hyposensibilisierung bezeichnet“, erläutert Projektleiter Prof. Randolf Brehler. „Hierbei werden den Patienten außerhalb der Pollensaison ihre allergieauslösenden Substanzen, in diesem Fall ein Gräserpollenextrakt, unter die Haut gespritzt. Um höhere Effekte durch kürzere Therapien erzielen zu können, werden Allergenextrakte häufig gezielt verändert. Erreicht werden kann dadurch, dass größere Mengen des Allergens in kürzeren Zeiträumen appliziert werden können. In diesem Fall erhoffen wir uns einen dauerhaften Effekt durch wenige Injektionen des Allergens“, so der Experte.
Die Studie beginnt im Frühjahr 2016 und erstreckt sich voraussichtlich über sieben Monate. In dieser Zeit erhalten die Patienten über einen Monat hinweg an einem bestimmten Wochentag je zwei Injektionen. Wer mitmachen möchte, muss somit die Möglichkeit haben, diese Termine wahrzunehmen. Das ist - neben dem Alter  - allerdings die einzige Voraussetzung für eine Teilnahme an der Studie.
Die Durchführung erfolgt unter kontinuierlicher medizinischer Aufsicht: Alle Probanden werden in regelmäßigen Abständen von Fachärzten umfassend allergologisch untersucht und betreut. Weiterer Vorteil für die Teilnehmer: Sie bekommen eine begleitende symptomatische Medikation kostenlos zur Verfügung gestellt. Interessenten erhalten beim allergologischen Studienzentrum der Uni-Hautklinik Münster unter der Telefon-Nummer 0251-83-52519 weitere Informationen.

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