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Go West, go East: Zwei Unfallchirurgen der Universitätsmedizin erhalten internationale Fellowships
Münster (mfm/ajs) - Der eine reist rund zwölf Stunden Richtung Westen, der andere etwa 22 Stunden Richtung Osten: Zwei junge Ärzte und Wissenschaftler der Universitätsmedizin Münster starten in diesem Sommer ein Fellowship im Ausland. Bei diesem zeitlich begrenzten Stipendienprogramm forschen und arbeiten Ärztinnen und Ärzte an spezialisierten Kliniken mit. Für Assistenzarzt Dr. Christian Schenk geht es in die USA, für Oberarzt Priv.-Doz. Dr. Thorben Briese nach Australien. Dort wollen die beiden klinisch und wissenschaftlich arbeiten – und so neue Erfahrungen für ihre Arbeit in Münster sammeln.
Stichtag ist für Christian Schenk, der an der Uniklinik für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie arbeitet, der 20. Juli 2026 – dann bricht der Mediziner nach Vail im US-Bundesstaat Colorado auf. Dort wird er an der Steadman Clinic zwölf Monate lang Expertise sammeln und primär in der Forschung am Steadman Philippon Research Institute tätig sein. Vergeben wird das Stipendium über die Gesellschaft für Arthroskopie und Gelenkchirurgie (AGA). Pro Jahr wird eine Person aus Deutschland, Österreich oder der Schweiz für das prestigeträchtige Fellowship der Fachgesellschaft ausgewählt.
„Ich freue mich riesig darauf. Das ist schon lange ein persönlicher Traum von mir, aber auch beruflich eine große Chance“, sagt Schenk. Zentraler Fokus seines Aufenthalts ist hierbei die Forschung im Bereich der Schulterchirurgie. Doch auch dort angewendete operative Techniken bieten eine große Chance, sich fachlich zu profitieren. Dr. Schenk, der an der Charité in Berlin studiert hat, befindet sich derzeit im fünften Jahr seiner Facharztausbildung. Das Fellowship bedeutet für ihn den nächsten Schritt in seiner wissenschaftlichen Laufbahn.
Für Thorben Briese, ebenfalls Mitarbeiter der Unfallchirurgie am Universitätsklinikum Münster, geht es ab Juli für sechs Monate nach Australien. Sein klinisches Research Fellowship führt ihn zu OrthoSport Victoria in Melbourne im Süden des Landes. Inhaltlich steht bei seinem Aufenthalt in der dortigen Klinik vor allem die Sporttraumatologie des Knies im Fokus, aber auch die Knieendoprothetik. Ein zusätzlicher Aspekt wird die klinische Forschung hinsichtlich spezifischer OP-Verfahren sein. Auch am UKM liegt sein Schwerpunkt auf dem Kniegelenk. Nachdem er kürzlich seine Habilitation abgeschlossen hat, möchte er in Australien nun neue operative Verfahren kennenlernen, seinen Blick erweitern und die Erkenntnisse nach Münster überführen.
„Wir hoffen natürlich, dass wir die neu gewonnene Expertise aus dem Ausland mit nach Münster bringen und so auch unsere Uniklinik sowie vor allem unsere Patientinnen und Patienten profitieren können“, so Thorben Briese.
