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Eines von bundesweit nur fünf Zentren: Millionenförderung stärkt Krebsforschung in Münster
Münster (wtz/pl) - Die Versorgung von Menschen mit Krebserkrankungen stetig verbessern: Das ist das Ziel der Förderung, die das Westdeutsche Tumorzentrum (WTZ) Münster jetzt im OCT²-Programm von der Deutschen Krebshilfe erhält. In den Ausbau klinischer Studienstrukturen kann das WTZ Münster dank der Zuwendung in den kommenden sechs Jahren insgesamt 1,125 Millionen Euro investieren.
Das Programm ist Teil des Netzwerks des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen (NCT), das neue wissenschaftliche Erkenntnisse schneller in die Patientenversorgung bringen soll. „Für das WTZ Münster ist das eine große Chance“, so Prof. Georg Lenz, Direktor der Medizinischen Klinik A am Universitätsklinikum Münster (UKM) und Wissenschaftlicher Direktor des WTZ Münster. „Das Programm erleichtert es uns auch als Nicht-NCT-Mitglied, wissenschaftlich initiierte Krebsstudien im Verbund voranzubringen und neue Impulse für die akademische Krebsforschung zu setzen.“ Gerade diese industrieunabhängigen Studien seien häufig besonders aufwändig und kostenintensiv.
„Die Förderung stärkt die hervorragenden Strukturen, die wir am WTZ Münster bereits aufgebaut haben“, sagt Prof. Annalen Bleckmann, Direktorin des WTZ Münster. Für die Patientinnen und Patienten bedeute die Teilnahme des Krebszentrums am OCT²-Programm vor allem zusätzliche Behandlungsoptionen mit neuen Therapien und innovativen Medikamenten sowie einem größeren Studienangebot vor Ort. „Zudem können auch Menschen mit seltenen Tumorerkrankungen künftig stärker von spezialisierten Studienangeboten profitieren“, ergänzt Prof. Philipp Lenz, Geschäftsführer des WTZ Münster.
Für Prof. Frank Ulrich Müller, Dekan der Medizinischen Fakultät der Universität Münster, bekräftigt die Förderzusage zugleich die Bedeutung der Onkologie am Standort Münster: „Die erfolgreiche Bewerbung zeigt die hohe wissenschaftliche Leistungsfähigkeit der translationalen Krebsforschung an unserer Hochschule.“
Auch mit Blick auf die überregionale Vernetzung der Krebsmedizin eröffnet die Förderung neue Möglichkeiten. „Die Onkologie ist seit Jahren einer der medizinischen ‚Leuchttürme‘ am UKM“, sagt Prof. Alex W. Friedrich, Ärztlicher Direktor des UKM. „Die stärkere Vernetzung innerhalb des OCT²-Programms ermöglicht es uns, unsere Expertise noch enger mit nationalen Studienstrukturen zu verbinden, die Präzisionsonkologie weiterzuentwickeln und mehr Patientinnen und Patienten mit Krebserkrankungen zeitnah den Zugang zu neuen, innovativen Behandlungsoptionen zu ermöglichen.“


