Bundeskongress der Studienassistenten 2018 war ein voller Erfolg

In diesem Jahr fand der 16. Bundeskongress der Studienassistenten am 27. und 28. September 2018 im ATLANTIC Hotel in Bremen statt. Viele Teilnehmer/-innen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz nahmen teil.

Der Bundesverband der Study Nurses/Studienassistenten in der Klinischen Forschung e.V. (BUVEBA) organisierte ein vielseitiges und auf großen Anklang stoßendes Programm. Aktuelle, berufsbezogene Themen stehen dabei im Vordergrund.

In diesem Jahr wurden Themen wie "Die Psychoonkologie - ein wichtiger Teil im Therapiemanagement", die Zusammenarbeit zwischen CROs und Studienzentren, IITs unter Berücksichtigung der neuen EU-Verordnung und worauf man als Studienassistentin bei Prüfarztverträgen achten sollte, angesprochen.

Erneut konnte von Seiten des BUVEBA ein Good Clinical Practice (GCP) Kurs für interessierte Teilnehmer/-innen ermöglicht werden. Ein abwechslungsreiches Vortragsprogramm sowie das gelungene Abendprogramm sorgten für rege Diskussion und viele informative Gespräche.

Frau Dickmänken aus dem Zentrum für Klinische Studien Münster war vor Ort und hat zusammen mit der Ärztekammer Westfalen-Lippe einen Stand betreut und viele Fragen rund um das Thema "Klinische Studien" beantwortet. Hauptaugenmerk war der im November beginnende Kurs "Studienassistenz in Prüfstellen".

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Der nächste Bundeskongress findet am 07. und 08. November 2019 in Bayreuth statt.


Zehn Jahre erfolgreiche Zusammenarbeit mit der Ärztekammer Westfalen-Lippe

Seit zehn Jahren arbeitet des Zentrum für Klinische Studien Münster sehr erfolgreich mit der Ärztekammer Westfalen-Lippe im Bereich Fortbildung zusammen. Über 1.300 Teilnehmer wurden dabei in GCP und Prüferkursen qualifiziert.

Ein Artikel im Westfälischen Ärzteblatt Heft 05/17 widmet sich anlässlich des Jubiläums dieser erfolgreichen Zusammenarbeit:

Geeignete Prüfstellen und qualifiziertes Studienpersonal sind unverzichtbar für das Gelingen klinischer Studien. Seit zehn Jahren bieten das Zentrum für Klinische Studien Münster (ZKS) und die Akademie für medizinische Fortbildung der ÄKWL und der KVWL deshalb in enger Zusammenarbeit Fortbildungen zur Qualifizierung von Ärztinnen und Ärzten an. In Kürze kommt ein neues Angebot für Angehörige Medizinischer Fachberufe zur Assistenz in Prüfstellen hinzu.

Die Qualifikation von Prüfern und deren Stellvertretern bzw. Hauptprüfern in klinischen Studien muss von den zuständigen Ethik-Kommissionen bewertet werden – das fordern die 12. Novelle des Arzneimittelgesetzes (AMG), die Verordnung über die Anwendung der Guten Klinischen Praxis (GCP) bei der Durchführung von klinischen Prüfungen mit Arzneimitteln zur Anwendung an Menschen, die vierte Novelle des Medizinproduktegesetzes (MPG) sowie die Verordnung über klinische Prüfungen von Medizinprodukten (MPKPV). Gleiches ist darüber hinaus durch die Verordnung (EU) Nr. 536/2014 sowie die ICH-GCP-Leitlinie bzw. die ISO-Norm 14155 festgelegt.

Im Jahre 2016 wurden zur weiteren Konkretisierung und Standardisierung der erforderlichen Qualifikationen und als Grundlage für die Anerkennung von Fortbildungsmaßnahmen durch die Landesärztekammern Fortbildungscurricula
„Klinische Prüfungen nach dem Arzneimittelgesetz bzw. der Verordnung (EU) Nr. 536/2014 sowie gemäß Medizinproduktegesetz“ entwickelt und mit Beschluss des Vorstandes der Bundesärztekammer im September 2016 eingeführt und zur Umsetzung empfohlen, nachdem die Curricula zuvor vom Arbeitskreis „Medizinischer Ethik-Kommissionen“ im Juni 2016 verabschiedet wurden.

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Ergebnisse zum Projekt NFDM-Sprint vorgestellt

Gemeinsam mit der Stabstelle Telemedizin, der Gematik und weiteren Partner konnte das ZKS Münster am 07. April 2017 Bundesgesundheitsminister Gröhe die Ergebnisse des Projekts NFDM-Sprint vorstellen.

Pressemitteilung der gematik vom 10.04.2017: Ärzte und Patienten mit Test der Notfalldaten zufrieden

Berlin/Münster, 10.04.2017 – Die große Mehrheit der am Modellprojekt beteiligten Ärztinnen und Ärzte ist mit dem Anlageprozess von Notfalldatensätzen äußerst zufrieden. Auch bei Patientinnen und Patienten findet das Projekt Notfalldaten-Management-Sprint (NFDM-Sprint) Anklang. Die meisten von ihnen fühlen sich damit im Notfall sicherer und favorisieren als zukünftigen Speicherort die elektronische Gesundheitskarte (eGK). Das sind einige der Ergebnisse des Pilotprojekts Notfalldaten-Management-Sprint (NFDM-Sprint), die am vergangenen Freitag – im Beisein von Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe – auf dem Campus des Universitätsklinikums Münster (UKM) präsentiert wurden. NFDM-Sprint ist Teil des Notfalldaten-Managements – eine freiwillige medizinische Anwendung der eGK, die gemäß dem E-Health-Gesetz ab 2018 verfügbar sein soll.

„Mit dem E-Health-Gesetz machen wir Tempo, damit der Nutzen der Digitalisierung den Patientinnen und Patienten noch stärker zugutekommt. Künftig sollen beispielsweise Notfalldaten auf der elektronischen Gesundheitskarte gespeichert werden. Das kann im Ernstfall Leben retten. Klar ist: Die Sicherheit der persönlichen Gesundheitsdaten steht immer an erster Stelle“, betonte Bundesgesundheitsminister Gröhe auf der Veranstaltung.

gematik-Geschäftsführer Alexander Beyer sagte: „Wir von der gematik freuen uns über das Testergebnis von NFDM-Sprint. Ziel war es, herauszufinden, wie sich Notfalldaten möglichst leicht erfassen lassen, um den Praxisalltag nicht zu stören. Das steigert die Akzeptanz der Anwendung bei Ärzten und Patienten. Damit werden die Vorteile eines vernetzten Gesundheitswesens schneller für alle nutzbar. Daran arbeiten wir jeden Tag.“

„Das Projekt NFDM-Sprint hat gezeigt, dass das Anlegen der Notfalldaten in die Praxisabläufe integriert werden kann und den Bedürfnissen von Ärzten und Patienten entspricht. Das ist nicht zuletzt dem Engagement der am Test teilnehmenden Kollegen zu verdanken“, sagte Dr. Franz Bartmann, Vorsitzender des Telematik-Ausschusses der Bundesärztekammer. Letztere verantwortet als beauftragter gematik-Gesellschafter die Anwendung Notfalldaten-Management auf der eGK.

„Das Notfalldaten-Management ist eine der wichtigsten Anwendungen der elektronischen Gesundheitskarte, die für den Arzt und den Versicherten einen echten Mehrwert darstellt. Wir arbeiten nun daran, dass das Notfalldaten-Management in die bundesweite Umsetzung gehen kann“, sagte Dr. Thomas Kriedel, Vorsitzender der Gesellschafterversammlung der gematik.

Auch Dr. Christian Juhra, Leiter der UKM-Stabstelle Telemedizin betonte: „Der Notfalldatensatz hat das Potential, die Notfallversorgung in Deutschland noch weiter zu verbessern. Die am Projekt teilnehmenden Patienten und Ärzte hielten den Notfalldatensatz für sehr sinnvoll und wünschten mehrheitlich, dass auch nach Projektende weiter ein Notfalldatensatz angelegt werden könnte.“

Zwischen Mai und November 2016 hatten 31 niedergelassene Ärzte zusammen mit sieben Kollegen vom UKM in der Region Münster und Umgebung insgesamt 2.598 Notfalldatensätze (NFD) auf Wunsch von Patienten angelegt. Die elektronische Gesundheitskarte kam dabei noch nicht zum Einsatz. Stattdessen erhielten die Patienten einen Ausdruck ihrer NFD, der in einer Notfallsituation vorgelegt werden kann. Das Forschungsprojekt NFDM-Sprint ging vor allem zwei Fragen nach: Wie gut lässt sich der Anlageprozess von Notfalldaten mittels des Praxisverwaltungs- oder Krankenhausinformationssystems in den Praxisalltag integrieren und gibt es Verbesserungspotential.


NFDM-Sprint: Notfalldatenmanagement & T.I.M.E. : Telemedizinische Informationen bei MEdizinischen Notfällen

Der Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe konnte sich von den Fortschritten des T.I.M.E. – Projektes auf der MEDICA 2016 überzeugen.

Das Zentrum für Klinische Studien Münster und das Institut für Biometrie und Klinische Forschung waren als Projektpartner bei der gelungenen Demonstration des Projektes anwesend.

Welche Möglichkeiten die Telemedizin bei medizinischen Notfällen zukünftig eröffnen wird, erläuterte der Projektleiter und Leiter der UKM-Stabsstelle Telemedizin PD Dr. Christian Juhra dem Bundesgesundheitsminister, der NRW-Ministerin für Gesundheit Barbara Steffens, dem Präsidenten der Ärztekammer Westfalen-Lippe Dr. med. Theodor Windhorst, dem wissenschaftlichen Leiter des ZKS Münster Univ.-Prof. Dr. Andreas Faldum, dessen Geschäftsführer Marc Urban und einer Vielzahl interessierter Zuhörer.

Ziel des aus Mitteln des Leitmarktwettbewerb NRW und der EU geförderten Projektes ist es, die Qualität, Sicherheit und Effizienz der Notfallversorgung mit Hilfe innovativer und nutzerorientierter Informations- und Kommunikationslösungen flächendeckend zu erhöhen.