KI und Bioinformatik: Prof. Dominik Heider bei Spring School 2026 in Hongkong

Foto: Prof. Dr. Dominik Heider
Foto: Prof. Dr. Dominik Heider

Prof. Dominik Heider wurde erneut als Gastdozent an die medizinische Fakultät der Chinese University of Hong Kong (CUHK) eingeladen. Als Experte für KI-gestützte Methoden zur Analyse biomedizinischer Fragestellungen beteiligte er sich an der diesjährigen Spring School, die vom 18. bis 20. März 2026 stattfand.

Die jährlich vom Institut für Mikrobiologie der CUHK organisierte Veranstaltung widmet sich aktuellen Methoden der Bioinformatik in der mikrobiellen Genomik sowie der Anwendung künstlicher Intelligenz in der biomedizinischen Forschung. Ziel des Kurses ist es, den Teilnehmenden praxisnahe Einblicke in moderne bioinformatische Werkzeuge und Analyseverfahren zu vermitteln.

Im Programm führte Prof. Heider zunächst in grundlegende Konzepte und Modelle des maschinellen Lernens ein. Anhand praxisnaher Beispiele aus der klinischen Mikrobiologie, etwa zur Vorhersage antimikrobieller Resistenzen, konnten die Teilnehmenden die Methoden direkt anwenden und ihre Kenntnisse vertiefen.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf dem Potenzial moderner KI-Modelle für die Medizin. Diese können Diagnosen verbessern, Therapien gezielter auswählen, neue Krankheitsuntertypen identifizieren oder Prognosen zum Krankheitsverlauf erstellen. Dabei wurden unterschiedliche medizinische Daten analysiert, darunter klinische Gesundheitsdaten, Bilddaten und Omics-Daten.

Gleichzeitig diskutierte der Kurs zentrale Herausforderungen bei der Anwendung von KI in der Medizin: die Komplexität genetischer Sequenzen, kleine Stichprobengrößen, stark unausgewogene Datensätze sowie die Notwendigkeit gut interpretierbarer Modelle, deren Ergebnisse direkte Auswirkungen auf Patientinnen und Patienten haben können. Datenschutz und verantwortungsvolle Nutzung sensibler Gesundheitsdaten waren ebenfalls zentrale Themen.

Zum Abschluss entwickelten die Teilnehmenden eigene Analyse-Workflows und einfache Machine-Learning-Modelle mithilfe des Open-Source-Toolkits Orange, um das Gelernte praktisch anzuwenden.