
Das Respekt-Projekt
Wir positionieren uns hier an der Medizinischen Fakultät in der Lehre gegen respektloses und diskriminierendes Verhalten.
Sowohl Gesundheits- als auch Diversitätskompetenz sind voneinander abhängige Steuerungsinstrumente, die durch Maßnahmen und Strategien, die die Vielfältigkeit der Gesellschaft am Arbeitsplatz Medizinische Fakultät abbilden, Lebens- und Arbeitsqualität verbessern und mit Hilfe von Kommunikation und Reflexion sensibilisieren und Aufmerksamkeit schaffen. 1
1 Stritzke, N. Raising awareness of an (un-) contentious constellation: Health and diversity management as interdependent governance tools. Superv Coach30, 399–412 (2023). https://doi.org/10.1007/s11613-023-00830-6
Kommunikation und Reflexion dienen bereits aktuell im Projekt: „Respekt“ dem kritischen Hinterfragen scheinbarer Selbstverständlichkeiten sowie einem strukturierten Vorgehen, um allseitige Erwartungen und Aspekte vielfältig zu objektivieren.
Eine große Rolle spielen hierbei Erwartungen, wie Menschen sind, sein sollten oder nicht sein sollten, allein auf Basis der Zugehörigkeit zu bestimmten sozialen Gruppen. Diese Annahmen über und Erwartungen an bestimmte Personengruppen sind Stereotype. Annahmen, Einschätzungen und bestimmte Erwartungen sind auf der einen Seite wichtig, um in bestimmten Situationen schnell und präzise reagieren zu können, was in der Medizin unabdingbar ist. Auf der anderen Seite führen Sie u. U. zu diskriminierenden Schlüssen und voreiligen Entscheidungen. Zum Beispiel können Ähnlichkeiten im Auftreten „zu mir“ mein Gegenüber sympathisch machen und die Schlussfolgerung zulassen, dass hier ähnlich gute Arbeitsergebnisse wie bei mir selbst zu erwarten sind. Ein Grund z. B. für die Unterrepräsentation von Frauen in Führungspositionen sind Stereotype und feste Rollenerwartungen an Männer und Frauen, die zu reflektieren sich als hilfreich erwiesen hat.
Publikation einer Umfrage unter unseren Human- und Zahnmedizinstudierenden von 20212:
2 Schoenefeld, E. Marschall, B, Paul, B, Ahrens, H, Sensmeier, J, Coles, J and B. Pfleiderer: Medical education too: sexual harassment within the educational context of medicine – insights of undergraduates. BMC Medical Education accepted in January 2021; doi: 10.1186/s12909-021-02497-y
Anhang: Geschlechtergerechte Sprache
Weiterführende Informationen:
https://www.medizin.uni-muenster.de/fakultaet/gleichstellung/links-dokumente.html

