Uni-Medizin macht Druck für Forschung und Patienten: 3D-Center erhält weitere 2,8 Millionen Euro
Münster (mfm/ajs) – Schädelimplantate, anatomische Modelle, chirurgische Instrumente: Vieles, was im Klinikalltag benötigt wird, fertigen bislang spezialisierte Medizinunternehmen an. Für die Universitätsmedizin in Münster könnten diese Produkte künftig großenteils im eigenen 3D-Druck-Center entstehen. Für den weiteren Ausbau der Einrichtung haben die Medizinische Fakultät der Universität Münster und das Universitätsklinikum Münster (UKM) nun einen Förderbescheid über 2,8 Millionen Euro erhalten. Als eines von 29 Projekten profitiert das Center damit von den Geldern des EFRE/JTF-Programms der Europäischen Union.
Die Grundbausteine für die münstersche Einrichtung sind bereits vorhanden: 2023 wurde der 1,4 Tonnen schwere 3D-Drucker als Kernstück geliefert, 2024 das 3D-Center offiziell eröffnet. Nun soll in den kommenden drei Jahren eine komplette 3D-Druck-Infrastruktur aufgebaut werden. Neben der Beschaffung von neuem Equipment werden dabei neue Verfahren entwickelt, um 3D-gedruckte Medizinprodukte gründlich zu prüfen – etwa auf Stabilität oder darauf, wie Implantate sich im Körper verhalten. Gleichzeitig soll ein digitales Koordinationssystem für das Zentrum entstehen: Ein sogenannter „virtueller Zwilling“ bildet den gesamten 3D-Druckprozess in seiner Produktionsumgebung digital ab. So kann der Druck schon vorab geplant, überwacht und optimiert werden.
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