Das BMBF Projekt Nanostrukturierte Materialien: Gruppierung hinsichtlich Arbeits- Verbraucher- und Umweltschutz und Risiko
minimierung (nanoGRAVUR)
entwickelt Kriterienkataloge zur Gruppierung von Nano-
materialien hinsichtlich ihrer Expositions-Gefährdungs- und Risikopotentiale.
Die zunehmende Vielfalt synthetischer Nanomaterialien und die aufwändigen Verfahren, die zur Ermittlung des Gefährdungspotentials notwendig sind, machen es unmöglich, jedes einzelne Material zu prüfen. Daher besteht die dringende Notwendigkeit, Nanomaterialien mit ähnlichen risikobestimmenden Faktoren, wie Freisetzung/Exposition, Gefährdungspotential und Nanopartikeleigenschaften in Gruppen zusammenzufassen. Das BMTZ entwickelt dabei auf Basis gut untersuchter Nanomaterialien und z.T. bereits vorhandener Datensätze aus den vorangegangenen Projekten NanoCare, nanoGEM und MARINA (siehe Abgeschlossene Projekte) Kriterienkataloge für die Identifizierung gemeinsamer, quantifizierbarer Eigenschaften, die auf bestimmte biologische Wirkungen schließen lassen und anhand derer eine Gruppierung verschiedener Nanomaterialien hinsichtlich ihres Gefährdungspotentials vorgenommen werden kann. Darüber hinaus werden vom BMTZ Toxizitätsdaten zu relevanten, jedoch bisher noch nicht untersuchten Nanomaterialklassen und zur experimentellen Validierung der vorgenommenen Gruppierungen erhoben. Störende Einflußfaktoren, wie Kontaminationen mit Mikroorganismen oder Endotoxinen, die Freisetzung von löslichen Bestandteilen sowie auftretende Interferenzen der Nanomaterialien mit den Meßsystemen werden identifiziert und charakterisiert.