Studie zu männlicher (Un)Fruchtbarkeit

© Adobe Stock - von Sebastian Kaulitzki
Um die Eizelle aufzuspüren und zu befruchten, müssen Spermien einen weiten Weg durch den weiblichen Körper auf sich nehmen. Immerhin müssen sie eine Strecke von etwa 20 cm überwinden – in einer Umgebung zähflüssig wie Kleister – und sich dabei anhand von Botenstoffen orientieren, die ihnen den Weg weisen. Dafür müssen die Spermien nicht nur topfit, sondern auch „multitaskingfähig“ sein. Ein Forschungsteam des Centrums für Reproduktionsmedizin und Andrologie der Universität Münster hat eine Reihe neuer diagnostischer Methoden entwickelt, mit denen sich die Spermien-Funktionen, die für das Aufspüren und Befruchten der Eizelle entscheidend sind, identifizieren lassen. Ein Fitnesstest für Spermien, sozusagen. Damit sollen nun Spermien von 1.000 fruchtbaren Männern – werdenden oder frischgebackenen Vätern – mit denen von 1.000 unfruchtbaren Männern verglichen werden. Die Forschenden hoffen, anhand der gewonnenen Daten zukünftig männliche Unfruchtbarkeit früher erkennen und betroffene Männer bzw. Paare besser behandeln zu können.
Dieser Vergleich soll zudem Ansätze für die Entwicklung von innovativen Wirkstoffen liefern, die Spermien gezielt außer Gefecht setzen und so eine Schwangerschaft verhindern – ganz ohne Hormone und große Nebenwirkungen. Solche Wirkstoffe könnten zukünftig von der Frau, dem Mann oder sogar beiden Partnern als Verhütungsmittel eingesetzt werden. Die Entwicklung neuer nicht-hormoneller Verhütungsmethoden ist medizinisch wie gesellschaftlich von großer Bedeutung.
Die Studie läuft jetzt an und es werden dringend Probanden, sprich Väter sowie Männer mit unerfülltem Kinderwunsch trotz normaler Ejakulatwerte, gesucht. Wir würden uns freuen, wenn Sie unsere Arbeit unterstützen und an der Studie teilnehmen!
Väter: Testen Sie hier, ob Sie als Studienteilnehmer geeignet sind!
