IMI beim AVATAR-Transfer-Jahreskongress 2026 in Jena

Jena, 7. Oktober 2026
Wie lassen sich medizinische Daten für Forschung und KI-Anwendungen nutzen, ohne die Privatsphäre von Patientinnen und Patienten zu gefährden? Mit dieser Frage beschäftigte sich der AVATAR-Transfer-Jahreskongress am 7. Oktober 2026 im Volkshaus Jena. Das Institut für Medizinische Informatik (IMI) der Universität Münster war durch seinen wissenschaftlichen Mitarbeiter Daniel Preciado-Marquez vertreten, der im Rahmen des Forschungsprojekts KI-AIM2 einen Vortrag hielt und einen Posterbeitrag präsentierte.
In seinem Vortrag stellte Daniel Preciado-Marquez die Weiterentwicklung der Open-Source-Plattform Cinnamon im Projekt KI-AIM2 vor. Die im Vorgängerprojekt KI-AIM entwickelte Software kombiniert Verfahren zur Anonymisierung medizinischer Daten mit Methoden zur Erzeugung synthetischer Daten und zur Bewertung von Datenschutz und Datenqualität. Im aktuellen Projekt wird Cinnamon unter anderem erweitert, um neben strukturierten Daten auch unstrukturierte Informationen wie Arztbriefe und Befunde sicher verarbeiten zu können.
Dieses Thema stand auch im Mittelpunkt des Posters „Joint Anonymization of Free Text and Structured Data in Cinnamon“. Es widmete sich der gemeinsamen Anonymisierung von Freitexten und strukturierten Daten, einem wichtigen Schritt, um unterschiedliche medizinische Informationsquellen für Forschung und KI-Anwendungen datenschutzkonform nutzbar zu machen.
Rund 60 Teilnehmende aus Wissenschaft, Wirtschaft, Medizin, Politik und Gesellschaft kamen in Jena zusammen, um über den Transfer datenschutzkonformer Lösungen in die praktische Anwendung zu diskutieren. Der Kongress verdeutlichte, wie wichtig sichere Verfahren und das Vertrauen der Bevölkerung sind, um das Potenzial medizinischer Daten für Forschung und Innovation verantwortungsvoll zu erschließen.