Erster Mini-Quantencomputer am IMI: Neuer Impuls für die Medizin der Zukunft

Das Institut für Medizinische Informatik (IMI) der Universität Münster hat als erste Einrichtung im Fachbereich Medizin einen Mini-Quantencomputer in Betrieb genommen. Mit dem System „Gemini Mini“ stehen nun zwei physikalische Quantenbits für Forschung und Lehre zur Verfügung. Die neue Technologie erweitert die bestehende Infrastruktur des IMI und stärkt die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Informatik, Medizin und Naturwissenschaften.
Der Mini-Quantencomputer wird vor allem in der Lehre sowie in der theoretischen Grundlagenforschung eingesetzt. Studierende und Forschende können Quantenphänomene unmittelbar nachvollziehen, einfache Quantenalgorithmen praktisch erproben und zentrale Konzepte der Quanteninformatik anwenden. Damit baut das IMI frühzeitig Expertise in einem Technologiefeld auf, das langfristig auch für medizinische Anwendungen relevant werden dürfte.
„Die Kombination aus Quantencomputing, Künstlicher Intelligenz und moderner Biomedizin hat das Potenzial, Diagnostik und Wirkstoffentwicklung neu zu denken. Unser Ziel ist es, heute die methodischen Grundlagen zu schaffen, damit diese Technologien morgen Patientinnen und Patienten konkret zugutekommen“, sagt IMI-Direktor Prof. Dominik Heider.
Der Mini-Quantencomputer eröffnet neue Möglichkeiten für eine praxisnahe Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses – ein Kompetenzfeld, das in der biomedizinischen Forschung zunehmend an Bedeutung gewinnt.
Weitere Infos unter: https://www.medizin.uni-muenster.de/imi/forschung/quantum-bioinformatics.html
