ToSyMa-Studie

Was wir erreicht haben:
Durch Untersuchungen mit der digitalen Brust-Tomosynthese (DBT), einer Weiterentwicklung der digitalen Mammographie-Technik, werden bei Brustkrebs wesentlich mehr Frühdiagnosen im qualitätsgesicherten Mammographie-Screening-Programm gestellt.

Wie wir weitermachen:
Ob die höhere Brustkrebs-Erkennungsrate gegenüber der digitalen Mammographie auch zu einem höheren Grad an Frauengesundheit führt, wird in den kommenden zwei Jahren untersucht.

Wir sagen Danke:
Fast 100.000 Frauen haben an der Studie teilgenommen und damit zu ihrem Erfolg beigetragen. Ihnen sowie der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), die die Studie bedeutend gefördert hat, und den beteiligten Screening-Einheiten gilt unser herzlicher Dank.
 

Was wir erreicht haben:

Brustkrebs ist inzwischen weltweit die häufigste Tumor-Erkrankung.

Seit 2009 wird deshalb allen Frauen in Deutschland im Alter von 50 bis 69 Jahren eine Krebsfrüherkennungsuntersuchung angeboten. Sie werden zu einer einer Röntgen-Untersuchung der Brust, der sogenannten Screening-Mammographie eingeladen. Ziel dabei ist die Früherkennung von Brustkrebs und dadurch eine Senkung der brustkrebsbezogenen Sterblichkeit.

Die digitale Brust-Tomosynthese (DBT) ist eine Weiterentwicklung der digitalen Mammographie. Sie erzeugt durch einen Schwenk der Röntgenröhre einen pseudo-3-dimensionalen Bild-Datensatz des Brustgewebes in Form von Schichtbildern (siehe Animation).

Der Vorteil: Unsicherheiten durch mögliche Gewebe-Überlagerungen werden reduziert. Aus dem Datensatz der Tomosynthese kann mit Computerunterstützung ein 2-dimensionales Bild berechnet werden: die synthetische Mammographie.

Unsere zwischen 2018 und 2020 durchgeführte ToSyMa-Studie hat die Früherkennungsraten der innovativen Kombination aus DBT mit synthetischer 2D-Mammographie vergleichend mit der herkömmlichen Screening-Mammographie untersucht. Das Ergebnis: Mit der DBT können bedeutend mehr Frühdiagnosen gestellt werden. [ToSyMa-1]
 

Wie wir weitermachen:

Ob die höhere Brustkrebs-Erkennungsrate im DBT-Screening auch zu einem höheren Grad an Frauengesundheit führt, wird nach den kommenden zwei Jahren untersucht. Die Krebsregister in NRW und Niedersachsen liefern dazu Daten zur Nachbeobachtung. [ToSyMa-2]

Wir sagen Danke:

Fast 100.000 Frauen haben an der ToSyMa-Studie teilgenommen und damit zu ihrem Erfolg beigetragen.

Ihnen und der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), die die Studie seit 2016 bis in das Jahr 2025 bedeutend fördert, gilt unser herzlicher Dank.

Genauso möchten wir allen Studienteams in den 17 beteiligten Screening-Einheiten danken.

Veröffentlichungen

Erste Ergebnisse zur multizentrischen, randomisierten, kontrollierten Brustkrebs-Diagnostikstudie ToSyMa
W. Heindel, S. Weigel
Senologie - Zeitschrift für Mammadiagnostik und -therapie 2022; 18(02): 125-126; DOI: 10.1055/a-1826-6228

Digital breast tomosynthesis plus synthesized mammography versus digital screening mammography for the detection of invasive breast cancer (TOSYMA): a multicentre, open-label, randomized, controlled, superiority trial
W. Heindel*, S. Weigel*, J. Gerß, H.W. Hense, A. Sommer, M. Krischke, L. Kerschke, for the TOSYMA Screening Trial Study Group
*WH and SW contributed equally to this work.
The Lancet Oncology 2022

Online/Comment:
https://doi.org/10.1016/PII

Digital breast tomosynthesis plus synthesised images versus standard full-field digital mammography in population-based screening (TOSYMA): protocol of a randomised controlled trial
S. Weigel, J. Gerss, H.W. Hense, M. Krischke, A. Sommer, J. Czwoydzinski, H. Lenzen, L. Kerschke, K. Spieker, S. Dickmaenken, S. Baier, M. Urban, G. Hecht, O. Heidinger, J. Kieschke, W. Heindel
BMJ Open 2018;8:e020475. doi: 10.1136/bmjopen-2017-020475

The TOSYMA RCT: Increasing the study sample size to assess the effect of DBT on interval cancer rates in mammography screening
W. Heindel, S. Weigel, L. Kerschke, K. Spieker, H.W. Hense, J. Gerss

Systematische und qualitätsgesicherte Früherkennung des sporadischen Mammakarzinoms: Update Screening-Effekte und wissenschaftliche Studien
W. Heindel, K. Bock, G. Hecht, S. Heywang-Köbrunner, V. Kääb-Sanyal, K. Siegmann-Luz, S. Weigel
Der Radiologe 61, 126–136 (2021), doi: 10.1007/s00117-020-00803-1