Rolle des Hedgehog-Signalwegs beim Ovarialkarzinom (IMF)
In diesem Projekt geht es um die Erforschung der biochemischen Signalübertragung innerhalb von Zellen und ihren Einfluss auf die Entstehung von Eierstockkrebs (Ovarialkarzinom). Der sogenannte Hedgehog-Signalweg ist hierbei einer der wichtigsten Regulatoren von Zellwachstum und -differenzierung während der embryonalen Entwicklung.
Es ist bekannt, dass der Hedgehog-Pathway an der Entstehung von Krebs beteiligt ist; seine Rolle bei der Migration und Invasion beim Ovarialkarzinom ist aber bisher noch unklar. Variationen in den Genen dieses Signalwegs, die eine Proliferation bewirken, könnten eine Rolle bei den Unterschieden im Tumorverlauf und im Ansprechen auf die Therapie spielen. Diese Frage versuchen wir mit diesem Projekt zu beantworten.
Dazu wird ein innovatives 3D-In-vitro-Modell des Eierstockkrebses entwickelt, um die Mikroumgebung der Krebszellen genau nachzuahmen. Damit können wir insbesondere die karzinogene Wirkung eines wichtigen Proteins, des sogenannten SUFU, im Detail untersuchen.
Technisch gehen wir so vor, dass die unterschiedliche Expression von SUFU durch Hochregulieren oder durch Ausschalten mittels der CrispR/Cas9-Technologie erreicht wird. Der Einfluss dieser Änderungen auf Phänotyp und die pathologischen Merkmale von ovarialen Krebszellen werden sodann in unserem 3D-In-vitro-Modell untersucht. Hier interessieren uns vor allem die Zellviabilität, die Apoptose, das Ansprechen auf Chemotherapie, die DNA-Reparatur und das invasive Wachstum.
Dieses Projekt soll einen Grundstein für weitere Analysen legen, mit denen die Entstehung und der Krankheitsverlauf des Ovarialkarzinoms besser erforscht werden können.
Das Projekt wird durch das Programm Innovative Medizinische Forschung (IMF) der Medizinischen Fakultät Münster gefördert.