SEQUOIA

SQUOIA ist ein Horizon-Europe-Projekt zur Weiterentwicklung der optischen Kohärenztomografie (OCT) unter Einsatz von Quantentechnologien. 

Die OCT ist ein zentrales bildgebendes Verfahren, das eine berührungslose, hochauflösende 3D-Bildgebung ermöglicht und seit Jahrzehnten erfolgreich in Bereichen der Medizin bis zur industriellen Materialprüfung eingesetzt wird.  Ziel von SEQUOIA ist die Entwicklung eines ultrahochauflösenden QOCT-Systems (Quanten-OCT), das durch eine auf künstlicher Intelligenz basierende OAM-Steuerung vor Rauschen geschützt ist, sowie die Erforschung seines Potenzials für die praktische Anwendung in der Netzhaut-Bildgebung für die Augenheilkunde.

Das Teilprojekt der Universität Münster ist die Entwicklung langlebiger Netzhaut-Phantome für QOCT-Systeme. Langlebige und standardisierte Phantome, die die strukturellen und optischen Eigenschaften von natürlichem, gesundem biologischem Gewebe nachbilden, sind unerlässlich für zuverlässige Leistungstests und vergleichende Benchmarks neuartiger QOCT-Systeme, wie sie im Rahmen von SEQUOIA entwickelt werden. Um die Vorteile des quantenoptischen Konzepts und dessen Anwendungspotenzial unter realistischen Bedingungen am Beispiel der Netzhaut-Bildgebung zu demonstrieren, konzentriert sich das Zentrum für Biomedizinische Technologie der Universität Münster auf die Herstellung langlebiger 3D-Netzhautmodelle. Diese weisen optische Eigenschaften auf, die denen von natürlichem Gewebe ähneln, und verfügen über feinste Schichtstrukturen – etwa die Nervenfaserschicht (NFL) und die Ganglienzellschicht (GCL).

Aktuelle und zukünftige Aktivitäten konzentrieren sich auf die weitere Verbesserung der optischen Qualität der hergestellten Proben sowie deren Anpassung an die sich entwickelnden Anforderungen der SEQUOIA-QOCT-Systeme. Diese Fortschritte ebnen den Weg für zuverlässige Leistungstests und vergleichende Benchmarks der im Projekt SEQUOIA entwickelten QOCT-Systeme.

www.sequoia-project.eu

Das Projekt SEQUOIA wird durch Horizon Europe, das Rahmenprogramm der Europäischen Union für Forschung und Innovation, unter der Fördervereinbarung Nr. 101070062 finanziert. 
Projektlaufzeit: 01.11.2022 – 31.10.2026.