Projekt CIPa - Cell Imitation Particles
Das NRW-Patent-Validierung Projekt CIPa - Cell Imitation Particles entwickelt Magnesium Flourid (MgF2) Partikel als Zellimitate zur Kalibrierung und Validierung optischer Messsysteme für die Zellbiologie. Dabei nutzt das zum Patent angemeldete Verfahren erstmals die besondere optische Eigenschaft von MgF2, den Brechungsindex, der nahezu identisch mit dem Brechungsindex lebender Zellen ist.
Die CIPa Cell Imitation Partikel ahmen als erstes Material die wichtigsten Eigenschaften von Zellen hinsichtlich Form, Größe und Brechungsindex nach. Die neuen Partikel sind stabil und können noch zusätzlich mit Fluoreszenzfarbstoffen funktionalisiert werden. Damit steht erstmals ein hochinnovativer Standard zur Validierung von zellulären Tests und der Kalibrierung von Mikroskopen und Durchflusszytometern zur Verfügung. Dieser Standard wird zahlreichen Herstellern optischer Systeme Zugang zu wirtschaftlichen Anwendungen und Märkten eröffnen, die ohne Kalibrierstandard nicht zugänglich werden.
Die markerfreie Zellanalyse nativer, unbehandelter Zellen ist eine der aktuell und zukünftig gefragtesten Laboranwendungen, sowohl in der zellbiologischen Forschung und Diagnostik (z. B. Blutuntersuchungen, Stammzellcharakterisierung) als auch in der industriellen sowie der pharmazeutischen Produktentwicklung. Für diese Applikationsfelder wird für Validierung und Kalibrierung der verwendeten optischen Technologien ein verlässlicher, synthetischer Standard benötigt.
Im Projekt mit dem FKZ EFRE-20800480, Laufzeit 1.1.2025 – 30.6.2026 werden der Syntheseprozess der Partikel hinsichtlich der gewünschten Eigenschaften optimiert und Protokolle zur standardisierten Aufbereitung und Anwendung entwickelt.