Willkommen bei der AG Bleckmann/Menck!
Die Arbeitsgruppe von Prof. Bleckmann untersucht die Mechanismen der Tumorprogression, insbesondere die einzelnen Schritte der Metastasierungskaskade in soliden Tumoren mit einem speziellen Fokus auf Lungen- und Darmkrebs. Um die Mechanismen der Tumorinvasion besser zu verstehen, analysieren wir Patientenproben sowie Zelllinien mittels neuster Hochdurchsatzmethoden auf dem RNA-, Protein- und Metaboliten-Level (z.B. per Einzelzell-Sequenzierung, Spatial Transcriptomics, Massenspektrometrie). Basierend auf den Ergebnissen versuchen wir Signaturen zu definieren, die mit klinischen Parametern korrelieren und letztendlich Informationen über die Prognose oder das Therapieansprechen der Krebspatient*innen liefern können.
Da Lungenkrebs weiterhin die Krebserkrankung mit den weltweit höchsten Todesfällen ist und oft durch molekulare Veränderungen ausgelöst wird, die im Blut gemessen werden können, interessiert sich Prof. Bleckmanns Gruppe besonders für die Entwicklung neuer minimal invasiver Tests im Rahmen von Flüssigbiopsien. Hierzu testen und kombinieren wir die Messung bekannter molekularer Veränderungen mit neuen Analyten in einem multimodalen Ansatz. Unser Ziel ist es, das Patientenüberleben durch eine Überwachung des Krankheitsverlaufs zu verbessern, indem Rückfälle oder Voranschreiten der Erkrankung frühzeitiger diagnostiziert werden können. In diesem Zusammenhang erforschen wir u.a. die Rolle von Immuncheckpoint-Inhibitoren bei der Behandlung von Lungenkrebs und wollen Patient*innengruppen identifizieren, die von dieser Therapieform profitieren.
In den letzten Jahren ist zudem die Anzahl an jungen Patient*innen mit Darmkrebs besorgniserregend angestiegen. Seit 2022 engagieren wir uns daher im BMFTR-geförderten Konsortium Permiccion, das sich mit der Rolle des Mikrobioms bei der Entwicklung und Metastasierung von Darmkrebs bei jungen Patient*innen beschäftigt. Mehr Informationen dazu gibt es hier: https://www.permiccion.de
Die Arbeitsgruppe von Dr. Menck beschäftigt sich mit extrazellulären Signalwegen in Tumoren. Ein besonderer Fokus ist hier die Zell-Zell-Kommunikation über sogenannte Extrazelluläre Vesikel (EV), kleine Membranpartikel (<10 µm), die von allen lebenden Zellen freigesetzt werden. Einerseits interessieren wir uns für eine umfassende Charakterisierung der verschiedenen EV-Subpopulationen, die von Tumorzellen freigesetzt werden, um damit ihre Herkunft und Biogenese besser verstehen zu können. Wir glauben, dass dieses Wissen die Grundlage für die Entwicklung spezifischer Inhibitoren ist, um die Freisetzung von EV therapeutisch blockieren oder modulieren zu können. Auf der anderen Seite untersuchen wir die funktionellen Effekte von Tumor-EV auf die umliegenden Bindegewebs- und Immunzellen, um besser zu verstehen, wie sie zur Metastasierung einer Tumors beitragen können.














