REpAiR-Projekt

Im REpAiR-Projekt beschäftigt sich die Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Frank Rutsch mit neuen Ansätzen zur Erforschung und Behandlung von Erkrankungen, die mit Veränderungen der Netzhaut einhergehen können. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf seltenen, genetisch bedingten Erkrankungen, bei denen neben systemischen Manifestationen auch okuläre Komplikationen auftreten können.
Das Projekt ist Teil einer münsterschen Forschungsinitiative zur Entwicklung innovativer nanopartikelbasierter Verfahren. Diese sollen dazu beitragen, Wirkstoffe gezielter an empfindliche Gewebe wie die Netzhaut zu bringen und dadurch neue therapeutische Möglichkeiten zu eröffnen. Die Netzhaut stellt für die Wirkstoffapplikation eine besondere Herausforderung dar, da sie durch anatomische und biologische Barrieren nur schwer erreichbar ist und gleichzeitig eine hohe funktionelle Empfindlichkeit besitzt.
Die Arbeitsgruppe Rutsch bringt in REpAiR ihre langjährige Erfahrung in der klinischen und molekulargenetischen Charakterisierung seltener Erkrankungen ein. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie sich krankheitsrelevante Mechanismen besser verstehen und langfristig in patientennahe diagnostische oder therapeutische Strategien übersetzen lassen. Durch die Verbindung klinischer Beobachtungen mit experimentellen Ansätzen soll das Projekt dazu beitragen, die Grundlagen für zukünftige Behandlungsoptionen bei Netzhautbeteiligungen seltener Erkrankungen zu verbessern.