‚Trainieren und Testen‘

Der Forschungsbereich ‚Trainieren und Testen‘ beschäftigt sich mit der Analyse unterschiedlicher Testverfahren zur Charakterisierung körperlicher Leistungsfähigkeit. Hierbei werden neben etablierten Messverfahren im Labor (Laufband- und Fahrradergometrie, Spiroergometrie) auch Feldtestverfahren (zB Shuttle-run Tests [Yo-Yo IR1/2], Continous running Tests) angewendet und hinsichtlich ihrer Genauigkeit und Anwendbarkeit analysiert. Ein Vergleich verschiedener Tests findet sich hier Schmitz et al., J Sports Med Phys Fitness 2017. Referenzwerte für die verschiedenen Yo-Yo Intermittent Tetsts (YYIR1, YYIR2, YYIE1, YYIE2) finden sich in Schmitz et al., Front. Physiol. 2018. Validierte Feldtestverfahren werden darüber hinaus zur Bestimmung körperlicher Leistungsfähigkeit von Teams und Probandengruppen angewendet. Für die mobile Überwachung physiologischer Trainingsparameter im Feld stehen modernste Messverfahren zur Verfügung (Herzfrequenz über Polar und Acentas, 3D-Beschleunigungsmessung über Humotion sowie mobile Spiroergometrie).

Die etablierten Testverfahren dienen gleichzeitig der Überprüfung unterschiedlichster Trainingskonzepte. Unter anderem werden im Forschungsbereich ‚Trainieren und Testen‘ die Effekte von 'High-Intensity Interval Training (HIIT)' auf die aerobe Leistungsfähigkeit in Interventionsstudien analysiert (Schmitz et al., Front. Physiol. 2017; Schmitz et al., Front. Physiol. 2018).

Yo-Yo Intermittent Recovery 1 (YYIR1) Test mit mobiler Spirometrie

Morbus Fabry

Beim Morbus Fabry handelt es sich um eine seltene vererbbare lysosomale Speichererkrankung. Derzeit werden im Rahmen eines Pilotprojektes Fabry-Patienten am Institut für Sportmedizin betreut. Ziel ist die Etablierung eines geeigneten Trainingsprogramms für Fabry-Patienten. Gleichzeitig wird der Einfluss von Bewegung auf die Gefäße und verschiedene Blutparameter der Patienten untersucht. Erste Ergebnisse der Pilotstudie wurden bereits publiziert (Int. J. Sports Med., 2016). Hier zeigte sich, dass Fabry Patienten individuell unterschiedlich auf verschiedene Trainingsreize reagieren.