Gleichstellung der Geschlechter, familienfreundliche Politik und frühzeitige Unterstützung der Karriere

Wissenschaftlerinnen sind nach wie vor unterrepräsentiert, und insbesondere junge Frauen stehen vor geschlechtsspezifischen Herausforderungen, die ihre akademische Laufbahn einschränken. Mit 35% der Projekte, die von weiblichen PIs geleitet werden, hat sich „Breaking Barriers“ dazu verpflichtet, das Bewusstsein für die geschlechtsspezifischen Schwierigkeiten zu schärfen und die Gleichstellung der Geschlechter zu unterstützen. Dies steht im Einklang mit den ausdrücklichen Zielen der Universität Münster, Gleichstellung der Geschlechter und ein familienfreundliches Umfeld zu schaffen. Die WWU hat eine Gleichstellungsbeauftragte und die Gender-Mainstream-Kommission eingerichtet, um Wissenschaftlerinnen mit jungen Familien eine Karriereberatung zu bieten. Das Gleichstellungskonzept wird seit 2013 von der DFG auf höchster Ebene eingestuft und erhielt in den Jahren 2011, 2014 und 2017 das Attribut „GESAMT-E-QUALITÄT“. Die WWU wurde zudem von der Hertie-Stiftung als „familienfreundliche Universität“ ausgezeichnet. Als Koordinations- und Beratungsstelle bietet das WWU-Familiendienstbüro (www.uni-muenster.de/Service-Familie/) Informationen und Beratung zu Elterngeld, Elternurlaub, Kinderbetreuung und Wiedereintritt sowie zu Fragen zu pflegebedürftigen Angehörigen.

Eine angemessene Kinderbetreuung, insbesondere nach Feierabend, an Wochenenden sowie während der Schul- und Kindergartenferien, bleibt ein zentrales Hindernis für die Gleichstellung der Geschlechter. Mehrere WWU-Kindertagesstätten für Kleinkinder (0-3 Jahre) bieten verlängerte Öffnungszeiten mit reservierten Plätzen für Kinder von Studenten und Wissenschaftlern. Die Kindertagesstätte „Niki de Saint Phalle“ des Universitätsklinikums bietet ab sofort Platz für 150 Kinder, davon 70 für Kinder unter 3 Jahren (Öffnungszeiten von 6:15 bis 20:00 Uhr, maximale Betreuungszeit pro Tag) 12 Stunden). Eine Kindertagesstätte der Universitätsklinik für Notsituationen, die „Kinderinsel“, bietet flexible Betreuung, insbesondere für Kleinkinder (0-6 Jahre), bei Krankheit, Dienstreisen oder Abendseminaren. Zusätzlich wurden eine Babysitter-Datenbank sowie Schulferienprogramme eingerichtet.

Die WWU hat mehrere spezifische Programme eingerichtet, die der Unterstützung von hervorragenden Postdoktorandinnen und Nachwuchsgruppenleitern sowie der Förderung von Wissenschaftlerinnen auf der Ebene der leitenden Postdoktoranden / frühen Professoren gewidmet sind, einschließlich des Mentoring-Programms „First Class!“. „Breaking Barriers“ ergänzt und unterstützt die WWU-Aktivitäten zur Gleichstellung der Geschlechter. Die von der DFG geförderte "Women in Science Network Conference 2018" wurde von den beiden "Breaking Barriers" -PIs Karin Loser (B07) und Ursula Rescher (A06) organisiert und hatte zum Ziel, die Sichtbarkeit von Wissenschaftlerinnen zu verbessern, Networking-Aktivitäten zu fördern und zu unterstützen und zu fördern Forscherinnen, vor allem in frühen Karriereschritten.

Ein zentrales Ziel von „Breaking Barriers“ ist die Unterstützung junger Wissenschaftler auf ihrem Weg in die Unabhängigkeit. Das jährliche Münster Immunology Meeting mit Vorträgen vor allem von Doktoranden und jungen Post-Docs ist eine sehr gut besuchte Gelegenheit zum wissenschaftlichen Austausch durch Vorträge und Posterpräsentationen. Der Pathogen-Host Interaction Club (phi-Club), koordiniert von den „Breaking Barriers“ PIs Ulrich Dobrindt (B05) und Ursula Rescher (A06), bietet Vorträge renommierter internationaler Redner und ein jährliches Frühjahrssymposium an. Diese Plattform bringt Forscher aus den Bereichen Infektionsbiologie, Zellbiologie und Immunologie zusammen und soll die Absolventen auf die Arbeit in einer multidisziplinären Forschungslandschaft vorbereiten.

Besonders stolz sind wir auf den "Breaking Barriers Young Scientists Club", den Doktoranden von "Breaking Barriers" ins Leben gerufen haben.

Women in Science 2018

Organisatorinnen mit Forschungsprorektorin Prof. Dr. Monika Stoll und Bürgermeisterin Wendela Beate Vilhjalmsson. v.l.n.r.: Jieny Gröper, Sabine Blaß-Kampmann, Sophia Koerdt, Wendela Beate Vilhjalmsson, Ursula Rescher, Monika Stoll, Karin Loser). (Foto: Manfred Thomas/UKM)

Vom 26. bis zum 27. November 2018 fand in Münster die internationale Tagung „Women in Science“ in den Räumlichkeiten des Max-Planck-Instituts statt. Die Wissenschaftlerinnen trafen sich, um über Karrierewege innerhalb und außerhalb der Wissenschaft zu diskutieren sowie sich über ihre aktuelle Forschung auszutauschen. In dieser Form fand die Konferenz zum ersten Mal statt.

Über 100 Teilnehmerinnen informierten sich bei der von Medizinischer Fakultät und mehreren Sonderforschungsbereichen organisierten und unterstützten Konferenz zu den Themen Karriereplanung, Karriereoptionen und interdisziplinäre Netzwerkbildung. Auch hochklassige fachwissenschaftliche Vorträge und Poster-Präsentationen aus den Bereichen Medizin und Lebenswissenschaften kamen nicht zu kurz. Begrüßt wurden die Teilnehmerinnen an der WWU und in der Stadt Münster von Forschungsprorektorin Prof. Dr. Monika Stoll und Bürgermeisterin Wendela-Beate Vilhjalmsson.

„Als bereits etablierte Wissenschaftlerinnen möchten wir dem talentierten jungen weiblichen Nachwuchs vor allem eine besondere Plattform zum Netzwerken und zum Austauschen bieten“ erklären Prof. Dr. Karin Loser und Prof. Dr. Ursula Rescher vom Organisatorinnen-Team. „Um hochkarätige internationale Referentinnen einladen zu können, haben wir um Unterstützung mehrerer Sonderforschungsbereiche und Forschungsverbünde in Deutschland gebeten. Nun ist die Tagung bis auf den letzten Platz ausgebucht und wir konnten dank unseres Netzwerks mittels sogenanntem Gendermittel-Pooling diese Tagung verwirklichen“ stellen beide zu Beginn des Kongresses heraus.

Das sogenannte Gendermittel-Pooling ist eine Möglichkeit, im Rahmen DFG-geförderter Projekte zur Verfügung stehende Finanzen zum Zwecke der Realisierung größerer Maßnahmen zu bündeln.

„Für den Standort Münster und die eng verzahnten Bereiche Medizin und Lebenswissenschaften hat die Tagung einen hohen Stellenwert. Wir sind stolz darauf, dass unsere Kolleginnen diese standortübergreifende Initiative umgesetzt und bewiesen haben, dass wir uns diesem aktuellen Thema nicht nur mit Worten, sondern auch mit Taten widmen“ heben Forschungsdekan der Medizinischen Fakultät Prof. Sven Meuth sowie seine Kollegen aus zwei der beteiligten Sonderforschungsbereiche, Prof. Dr. Christian Klämbt und Prof. Dr. Johannes Roth, gemeinsam mit dem Koordinator des Exzellenz-Clusters „Cells in Motion“, Prof. Dr. Volker Gerke, und dem IZKF-Vorsitzenden Prof. Dr. Stephan Ludwig, hervor.

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