Arbeitsgruppe Klotz

Die Arbeitsgruppe befasst sich mit der Fragestellung, welche Regulationsmechanismen Autoimmunität im zentralen Nervensystem (ZNS) beeinflussen. Dabei interessieren wir uns besonders für Mechanismen, die einerseits die Aktivität pro-inflammatorischer Immunzellen im Rahmen der Multiplen Sklerose (MS) hemmen/herabregulieren und andererseits die anti-inflammatorischen Funktionen von Immunzellen verstärken.
Ein besonderer Fokus liegt auf der Rolle nukleärer Rezeptoren (NR), einer Gruppe von Transkriptionsfaktoren, die bisher hauptsächlich für ihre metabolischen Effekte bekannt ist. NR können durch endogene, aber auch synthetische Liganden aktiviert werden. In den letzten Jahren konnte nachgewiesen werden, dass NR den Krankheitsverlauf von ZNS-Autoimmunität entscheidend modulieren; unter anderem führt der Verlust des Rezeptors „Peroxisome Proliferator-activated Receptor gamma“ zu einer Verschlechterung des Krankheitsverlaufs im Tiermodell der MS und die pharmakologische Aktivierung dieses NR zu einer deutlichen Verbesserung (Klotz et al., JEM 2009; Hucke et al. Brain 2012). Für die NR Liver X Receptors (LXRs) und Farnesoid-X-Rezeptor (FXR) konnte verdeutlich werden, dass beide Rezeptoren die Fähigkeit besitzen, gleichzeitig Immunzellen-vermittelte Regulationsmechanismen zu verstärken als auch Effektor-Mechanismen zu unterdrücken, wodurch das notwendige Gleichgewicht der Immunfunktionen bei MS-Patienten wiederhergestellt werden kann (Hucke et al., Acta Neuropathol. 2016; Herold et al., PLoS One 2017).
In weiteren Projekten interessieren uns regulatorische Effekte bestimmter Zellpopulationen bzw. Moleküle im Rahmen der Entstehung von ZNS-Autoimmunität. Wir befassen uns hier mit der Rolle von Perizyten in der lokalen Immunregulation an der Blut-Hirn-Schranke (BHS), da wir vermuten, dass diese Zellen mit einwandernden Immunzellen interagieren und so die entzündliche Aktivität und das Wanderungsverhalten dieser Zellen beeinflussen. In enger Zusammenarbeit mit der AG Wiendl/Meuth charakterisieren wir den Einfluss inhibitorischer Signale wie z.B. des ko-inhibitorischen Moleküls B7-H1 während der Entstehung von ZNS-Autoimmunität (Herold et al., JI 2015; Klotz et al., PNAS 2016).
In den vergangenen Jahren nahm die Bedeutung von Umwelteinflüssen auf den Krankheitsverlauf von MS stetig zu. Ein wichtiges Kommunikationsmittel zwischen der Umwelt und dem ZNS stellt die Darm-ZNS-Achse dar. So können spezifische Nahrungsbestandteile oder deren Abbauprodukte inflammatorische Prozesse im ZNS modulieren (Hucke et al., J Autoimmun. 2016). Neben direkten Effekten von Nahrungsbestandteilen verändern bestimmte Ernährungsweisen die Zusammensetzung der Darmflora (auch Mikrobiom genannt), was wiederum indirekt Auswirkungen auf ZNS-Funktionen hat.
Gleichermaßen ist der Immunzellmetabolismus in den letzten Jahren ein immer relevanteres Thema auf dem Feld der MS-Forschung geworden. Unser Fokus liegt hier auf dem Verständnis des Metabolismus auf die Polarisierung und Aktivierung von Immunzellen anhand der Messung verschiedener Stoffwechselwege, wie z.B. mitochondrielle Atmung und Glykolyse (Liebman et al., PNAS 2018).
Unser besonderes Interesse liegt darin, experimentelle Erkenntnisse aus dem Labor in die klinische Anwendung zu übertragen. In diesen translationalen Projekten beschäftigen wir uns mit der Identifizierung und Charakterisierung immunologisch relevanter Effekte neuer und zukünftiger MS-Therapieansätze, um zum besseren Verständnis ihrer Wirkungsweise und zur Weiterentwicklung der Präparate beizutragen (Grützke et al., Ann Clin Transl Neurol. 2015; Klotz et al., under revision; Lohmann et al., under revision).

Im Folgenden informieren wir über:

Unsere Forschungsthemen im Überblick

 

 

 

  • Die Bedeutung nukleärer Rezeptoren für Autoimmunität des ZNS

    Immunzellen, die während der MS ins ZNS einwandern, exprimieren eine Gruppe von Transkriptionsfaktoren, die nukleären Rezeptoren (NR), zu denen u.a. die Rezeptoren PPARγ, FXR, Nur77, oder der Vitamin-D-Rezeptor gehören. NR können auf verschiedene Weise die Entstehung von Immunantworten beeinflussen. Unter anderem begrenzen sie überschießende Immunantworten und können die Expansion regulatorischer Immunzellen beeinflussen wodurch sie attraktive Ziele für die Pharmakotherapie der MS darstellen. Unser Fokus liegt hier unter anderem auf dem NR FXR, welcher die ZNS-Autoimmunität entscheidend durch die Sezernierung des anti-inflammatorischen Zytokins IL-10 von Makrophagen kontrolliert, sowie dem NR Nur77, welcher die T-Zell-Proliferation und die Differenzierung in TH1- und TH17-Effektorzellen beschränkt.


    Angewandte Methode: RT2 Profile PCR Array:

    Der RT2-Profiler PCR Array (Qiagen) ist ein PCR-basierter Gen-Array, mit dem über 170 unterschiedliche Signalwege mit einem geringen Zeitaufwand untersucht werden können. Die einfache Durchführbarkeit und schnelle Auswertung der Daten mit Hilfe des zur Verfügung gestellten Online Tools machen diese Methode sehr attraktiv für gezielte immunologische und metabolische Fragestellungen.


    Relevante Publikationen:

    1.  Hucke S, Herold M, Liebmann M, Freise N, Lindner M, Fleck AK, Zenker S, Thiebes S, Fernandez-Orth J, Buck D, Luessi F, Meuth SG, Zipp F, Hemmer B, Engel DR, Roth J, Kuhlmann T, Wiendl H, Klotz L. The farnesoid-X-receptor in myeloid cells controls CNS autoimmunity in an IL-10-dependent fashion. Acta Neuropathol 2016; 132(2):413-31.
    2. Herold M, Breuer J, Hucke S, Knolle P, Schwab N, Wiendl H, Klotz L. Liver X receptor activation promotes differentiation of regulatory T cells.  PLoS One. 2017 Sep 19;12(9):e0184985.
    3. Hucke S, Floßdorf J, Grützke B, Dunay IR, Frenzel K, Jungverdorben J, Linnartz B, Mack M, Peitz M, Brüstle O, Kurts C, Klockgether T, Neumann H, Prinz M, Wiendl H, Knolle P, Klotz L. Licensing of myeloid cells promotes central nervous system autoimmunity and is controlled by peroxisome proliferator-activated receptor γ. Brain. 2012 May;135(Pt 5):1586-605.
    4. Klotz L, Burgdorf S, Dani I, Saijo K, Flossdorf J, Hucke S, Alferink J, Nowak N, Beyer M, Mayer G, Langhans B, Klockgether T, Waisman A, Eberl G, Schultze J, Famulok M, Kolanus W, Glass C, Kurts C, Knolle PA. The nuclear receptor PPAR gamma selectively inhibits Th17 differentiation in a T cell-intrinsic fashion and suppresses CNS autoimmunity. J Exp Med. 2009 Sep 28;206(10):2079-89.
  • Die Rolle zellulärer Komponenten der Blut-Hirn-Schranke bei der Autoimmunität des ZNS

    Die Blut-Hirn-Schranke (BHS) ist eine physiologische Barriere zwischen Blutkreislauf und zentralem Nervensystem (ZNS). Neben der bekanntesten zellulären Komponente, den Endothelzellen, spielen weitere Zelltypen, wie z.B. Perizyten und Astrozyten, eine wichtige Rolle beim Aufbau und der Funktion der BHS. Perizyten stehen in Kontakt mit Endothelzellen und können im perivaskulären Raum mit Immunzellen interagieren, die während der MS oder der experimentellen autoimmunen Enzephalomyelitis (EAE, dem Mausmodell der MS) ins ZNS einwandern. Wir untersuchen folgende Aspekte der möglichen Immunregulation durch Perizyten:

    •  Haben Perizyten die Fähigkeit, Immunzellen zu (re-)aktivieren?
    • Beeinflussen Perizyten das Wanderungsverhalten der ZNS-infiltrierenden Immunzellen?
    • Führt die Interaktion von Immunzellen mit Perizyten im perivaskulären Raum zu deren Eintritt ins Parenchym?


    Angewandte Methode: Blut-Hirn-Schranken Setup - CellZscope    
    Das CellZscope-Gerät ermöglicht es uns, die Blut-Hirn-Schranke anhand von murinen, als auch menschlichen Endothelzellen, welche auf einer semipermeablen Membran kultiviert werden, zu simulieren. Anhand des elektrischen Widerstandes von Zellschichten innerhalb der Messkammern können wir den Einfluss unterschiedlicher Stimuli und Zellen auf diese physiologische Barriere und ihre Integrität untersuchen. Auf diese Weise ist es möglich, die noch weitgehend ungeklärten Vorgänge bei Krankheitsausbruch und mögliche Therapieansätze zu entwickeln.

  • Die Bedeutung klassischer immuninhibitorer Moleküle in der Pathogenese der ZNS-Autoimmunität

    Ko-inhibitorische Moleküle, wie z.B. B7-H1, spielen eine wichtige Rolle bei der Limitierung von (ungewollten) Immunantworten. Die Bindung eines ko-inhibitorischen Moleküls an seinen Rezeptor auf der Immunzelle setzt in der Zielzelle eine inhibitorische Signalkaskade in Gang, die zum „Abschalten“ der Immunzelle führt.

    Relevante Publikation
    :
    Klotz L*, Kuzmanov I*, Hucke S, Gross CC, Posevitz V, Dreykluft A, Schulte-Mecklenbeck A, Janoschka C, Lindner M, Herold M, Schwab N, Ludwig-Portugall I, Kurts C, Meuth SG, Kuhlmann T, Wiendl H. B7-H1 shapes T-cell-mediated brain endothelial cell dysfunction and regional encephalitogenicity in spontaneous CNS autoimmunity. PNAS 2016; 113(41):E6182-E6191

  • Die Rolle der Darm-ZNS-Achse für inflammatorische Prozesse im ZNS

    Spezifische Nahrungsbestandteile oder deren Abbauprodukte können inflammatorische Prozesse im ZNS modulieren. Neben direkten Effekten von Nahrungsbestandteilen, verändern bestimmte Ernährungsweisen die Zusammensetzung der Darmflora (auch Mikrobiom genannt), was wiederum indirekt Auswirkungen auf ZNS-Funktionen hat. Um diese körpereigenen Mechanismen zusätzlich zur MS-Therapie nutzen zu können, beschäftigen wir uns mit folgenden Fragestellungen:

      • Welchen Effekt haben spezifische Diäten (z.B. kochsalzreiches Essen) auf die Entstehung und den Verlauf im spontanen EAE-Modell?
      • Welche Komponenten der Darm-ZNS-Achse werden moduliert und welche Auswirkung hat dies auf die inflammatorischen Prozesse im ZNS?
      • Welche molekularen Mechanismen werden von den Nahrungsbestandteilen begünstigt?
      • Wäre eine Nahrungsergänzung von MS-Patienten therapeutisch relevant?


      Angewandte Methode: Spontane experimentelle autoimmune Enzephalomyelitis       

      Das Modell der spontanen EAE, in dem man den Einfluss verschiedener Faktoren auf die spontane Entstehung von ZNS-Autoimmunität untersuchen kann, basiert auf genetisch veränderten Mäusen, in welchen sowohl T-Zellen als auch B-Zellen mit Spezialisierung für das körpereigene Protein Myelin entstehen. Hierdurch können krankheitsmodulierende Faktoren oder genetische Veränderungen unabhängig von einer induzierten autoreaktiven Immunantwort untersucht werden.

    • Die Bedeutung des T-Zellen und Makrophagen Metabolismus für die ZNS-Autoimmunität

      Die Rolle des Immunzellmetabolismus in der MS-Forschung hat in den letzten Jahren stark zugenommen, da die metabolische Kapazität einer Immunzelle, die zum Beispiel zu der Entstehung von Krankheiten beiträgt, prägend für einen bestimmten Phänotyp ist. In unserer Arbeitsgruppe beschäftigen wir uns zum großen Teil mit der Messung verschiedener Stoffwechselwege, wie z.B. mitochondrielle Atmung und Glykolyse, die wir mittels der Agilent-Seahorse-Technologie untersuchen. Dabei analysieren wir den Metabolismus von murinen sowie humanen Immunzellen und beschäftigen uns mit folgenden Fragen:

      • Welche metabolischen Fähigkeiten besitzen T-Zellen und Makrophagen von verschiedenen transgenen Mauslinien?
      • Verändert sich die metabolische Fähigkeit von murinen T-Zellen und Makrophagen unter Applikation verschiedener Medikamente, wie z.B. Teriflunomid (Aubagio®) oder Fumarsäure (Tecfidera®)?
      • Gibt es Unterschiede im Metabolismus von gesunden Spendern und MS-Patienten?
      • Verändert sich das metabolische Profil von MS-Patienten unter Therapie?

      Angewandte Methode: Zellstoffwechselmessung mit der Seahorsetechnologie    
      Die Expansion von Immunzellen ist stark von ihren metabolischen Fähigkeiten abhängig und kann mit Hilfe der Agilent-Seahorse-Technologie ermittelt werden. Hierbei können Zellen auf ihre Kapazität für mitochondrielle Atmung und Glykolyse sowie weiterer Stoffwechselwege getestet werden.

      · 

      • Translationale Forschung

        Bei vielen wirkungsvollen MS-Präparaten sind genaue Wirkungsweise sowie Langzeiteffekte zum Zeitpunkt der Zulassung noch nicht im Detail verstanden. Das gilt z.B. für Fingolimod (Gilenya®) oder Natalizumab (Tysabri®). Zudem gibt es eine Reihe neuer vielversprechender Substanzen, die in präklinischen oder klinischen Studien positive Effekte auf die Krankheitsaktivität bei MS aufweisen und möglicherweise in den nächsten Jahren zugelassen werden. Hierzu gehören z.B. Cladribine (Mavenclad®) und der monoklonale α–CD20-Antikörper Ocrelizumab (Ocrevus®). In verschiedenen Projekten wollen wir einen Beitrag zum besseren Verständnis der Wirkungsweise, aber auch des immunologischen Nebenwirkungsprofils neu zugelassener Therapeutika bzw. zukünftiger Therapieansätze leisten. In erster Linie untersuchen wir den Einfluss der verschiedenen Substanzen auf humane Immunantworten und legen daher den Fokus auf humane Immunzellen. Dazu arbeiten wir mit etablierten Durchflusszytometrie-Panels, die es uns ermöglichen, höchst standardisiert aus gefrorenem Patientenmaterial, Daten über ein breites Spektrum von Zellpopulationen zu generieren. Falls für die Beantwortung unserer Fragen Experimente mit humanen Immunzellen nicht ausreichend sind, greifen wir auf das „Maussystem“ zurück, um später wiederum die Ergebnisse mit humanen Zellen zu verifizieren.

        Angewandte Methoden:

        Ultratiefe Sequenzierung des T-Zell-Rezeptor-Repertoires      
        Mit dieser Technologie ist es möglich die exakten Sequenzen von bis zu 15 Millionen individueller T-Zell-Rezeptoren in einer Probe zu bestimmen. Dazu wird die ß-Kette der CDR3-Region des T-Zell-Rezeptors mittels Multiplex-PCR vervierfacht und die DNA sequenziert. Die Zusammensetzung des T-Zell-Rezeptor-Repertoires ist zum Beispiel bei ZNS-Autoimmunität verändert.

        Multidimensionale Durchflusszytometrie   
        Neben der klassischen Durchflusszytometrie wenden wir eine Matlab®-basierte Visualisierungs-software (viSNE) an, welche es uns ermöglicht multidimensionale Durchflusszytometrie-Daten auf Einzelzellebene grafisch darzustellen (Cluster). Mit Hilfe dieses unabhängigen Analyseverfahrens ist es möglich, neben der Darstellung von z.B. langfristigen Änderungen von Zellfrequenzen, ggf. völlig neue Zellpopulationen zu identifizieren.

        2D-Mikroskopie
        Die Methode der 2D-basierten Mikroskopie ermöglicht die Messung von Bindungsstärken, sogenannter Antigen-Affinitäten, bestimmter Immunzellen (T-Zellen). Durch wiederholtes Zusammenführen von einer Immunzelle und einem Erythrozyten, der künstlich mit einem Antigenbeladenen Rezeptor gekoppelt ist, kann die Antigenaffinität unter dem Mikroskop mittels Beobachtung der Membranelongation bestimmt werden.

        · 

        • Angewandte Methoden

          Die Untersuchung der unterschiedlichen Fragestellungen geschieht auf der Ebene von in vitro, in vivo und translationalen Methoden. Je nach Fragestellung arbeiten wir mit primären murinen Immunzellen, wie z.B. Makrophagen, dendritischen Zellen sowie T- und B-Zellen, die wir meist aus Milz, Lymphknoten oder Knochenmark der Maus mittels MACS-Technologie aufreinigen. Diese Immunzellen können direkt ex vivo aber auch nach in vitro-Stimulation mithilfe verschiedener Analysemethoden charakterisiert werden. Etablierte Methoden in unserem Labor umfassen z.B. 10 Farben-Durchflusszytometrie, ELISA, ELISpot oder Griess-Reagenz.
          In-Vivo-Versuche beruhen häufig auf der experimentellen autoimmunen Enzephalopathie (EAE) bei der der Krankheitsverlauf erfahrungsgemäß nach einem bestimmten Schema verläuft. Je nach Fragestellung benutzen wir die induzierte EAE, bei der der Krankheitsverlauf erfahrungsgemäß nach einem bestimmten Schema verläuft, oder aber das Modell der spontanen EAE, in dem man den Einfluss verschiedener Faktoren auf die spontane Entstehung von ZNS-Autoimmunität untersuchen kann. Diese beiden EAE-Systeme ermöglichen den Vergleich von (konditionellen) Knockout- mit Wildtyp-Mäusen und Untersuchungen von krankheitsmodulierenden Effekten, welche z.B. durch die Gabe von Liganden für NR oder spezifische Diäten hervorgerufen werden können.
          Im Rahmen unserer klinisch-translationalen Projekte verwenden wir vorwiegend Immunzellen aus dem peripheren Blut von gesunden Spendern oder MS-Patienten (PBMCs), aus denen für einige Experimente einzelne Immunzellfraktionen, z.B. CD4+ T-Zellen, mittels MACS-Technologie aufgereinigt werden. Diese Immunzellen werden entweder direkt ex vivo mittels 10-Farben-Durchflusszytometrie analysiert oder ihre Funktionen in verschiedenen etablierten In-Vitro-Versuchen charakterisiert, z.B. hinsichtlich ihrer Migrationsaktivität, Zytokinproduktion oder regulatorischen Eigenschaften.

        Ausgewählte Publikationen

        Klotz L, Eschborn M, Lindner M, Liebmann M, Herold M, Janoschka C, Torres Garrido B, Schulte-Mecklenbeck A, Gross CC, Breuer J, Hundehege P, Posevitz V, Pignolet B, Nebel G, Glander S, Freise N, Austermann J, Wirth T, Campbell GR, Schneider-Hohendorf T, Eveslage M, Brassat D, Schwab N, Loser K, Roth J, Busch KB, Stoll M, Mahad DJ, Meuth SG, Turner T, Bar-Or A, Wiendl H. Teriflunomide treatment for multiple sclerosis modulates T cell mitochondrial respiration with affinity-dependent effects. Sci Transl Med 11 (490): eaao5563.

        Liebmann M, Hucke S, Koch K, Eschborn M, Ghelman J, Chasan AI, Glander S, Schädlich M, Kuhlencord M, Daber NM, Eveslage M, Beyer M, Dietrich M,  Albrecht P, Stoll M, Busch KB, Wiendl H, Roth J, Kuhlmann T, Klotz L (2018) Nur77 serves as a molecular brake of the metabolic switch during T cell activation to restrict autoimmunity. PNAS 115 (34) E8017-E8026.

        Lohmann L, Janoschka C, Schulte-Mecklenbeck A, Klinsing S, Kirstein L, Hanning U, Wirth T, Schneider-Hohendorf T, Schwab N, Gross CC, Eveslage M, Meuth SG, Wiendl H, Klotz L (2018) Immune Cell Profiling During Switching from Natalizu-mab to Fingolimod Reveals Differ Effects on Systemic Immune-Regulatory Networks and on Traficking of Non-T Cell Populations into the Cerebrospinal Fluid-Results from the ToFingo Successor Study. Frontiers in Immunology, Volume 9; Article 1560.

        Schneider-Hohendorf T, Görlich D, Savola P, Kelkka T, Mustjoki S, Gross CC, Owens GC, Klotz L, Dornmair K, Wiendl H, Schwab N (2018) Sex bias in MHC I-associated shaping of the adaptive immune system. PNAS 115(9):2168-2173


        Berer K, Gerdes LA, Cekanaviciute E, Jia X, Xiao L, Xia Z, Liu C, Klotz L, Stauffer U, Baranzini SE, Kümpfel T, Hohlfeld R, Krishnamoorthy G, Wekerle H (2017) Gut microbiota from multiple sclerosis patients enables spontaneous autoimmune encephalomyelitis in mice. PNAS 114(40).10719-24.

        Klotz L*, Kuzmanov I*, Hucke S, Gross CC, Posevitz V, Dreykluft A, Schulte-Mecklenbeck A, Janoschka C, Lindner M, Herold M, Schwab N, Ludwig-Portugall I, Kurts C, Meuth SG, Kuhlmann T, Wiendl H (2016) B7-H1 shapes T cell-mediated brain endothelial cell dysfunction and regional encephalitogenicity in a spontaneous model of CNS autoimmunity. PNAS 113: E6182-E6191.*shared authorship

        Hucke S, Herold M, Liebmann M, Freise N, Lindner M, Fleck AK, Zenker S, Thiebes S, Fernandez-Orth J, Buck D, Luessi F, Meuth SG, Zipp F, Hemmer B, Engel DR, Roth J, Kuhlmann T, Wiendl H, Klotz L (2016) The farnesoid-X-receptor in myeloid cells controls CNS autoimmunity in an IL-10-dependent fashion. Acta Neuropathol 132(3):413-31

        Hucke S, Eschborn M, Liebmann M, Herold M, Freise N, Engbers A, Ehling P, Meuth SG, Roth J, Kuhlmann T, Wiendl H, Klotz L (2016) Sodium Chloride promotes pro-inflammatory macrophage polarization thereby aggravating CNS autoimmunity. J Autoimmun 67:90-101
         
        Göbel K, Pankratz S, Asaridou CM, Herrmann AM, Bittner S, Merker M, Ruck T, Glumm S, Langhauser F, Kraft P, Krug TF, Breuer J, Herold M, Gross CC, Beckmann D, Korb-Pap A, Schuhmann MK, Kuerten S, Mitroulis I, Ruppert C, Nolte MW, Panousis C, Klotz L, Kehrel B, Korn T, Langer HF, Pap T, Nieswandt B, Wiendl H, Chavakis T, Kleinschnitz C, Meuth SG (2016) Blood coagulation factor XII drives adaptive immunity during neuroinflammation via CD87-mediated modulation of dendritic cells. Nat Comm 7:11626
         
        Gross CC*, Schulte-Mecklenbeck A*, Rünzi A, Kuhlmann T, Posevitz-Fejfár A, Schwab N, Schneider-Hohendorf T, Herich S, Held K, Konjevic M, Harwig M, Dornmair K, Hohlfeld R, Ziemssen T, Klotz L, Meuth SG, Wiendl H (2016) Impaired NK-mediated regulation of T-cell activity in multiple sclerosis is reconstituted by IL-2 receptor modulation. PNAS 113: E2973-2982. *shared authorship

        Förderung

        Deutsche Forschungsgesellschaft (DFG): ImmunoStroke: From immune cells to stroke recovery, Projekttitel: Linking functional immune profile and ischemic lesion characteristics in human stroke

        Deutsche Forschungsgesellschaft (DFG): Die Rolle des nukleären Rezeptors NR4A1 beim akuten ischämischen Schlaganfall: Pathophysiologie, Therapieevaluation und humane Translation

        Deutsche Forschungsgesellschaft (DFG): CRC 128 Initiating/Effector versus Regulatory Mechanisms in Multiple Sclerosis – Progress towards tackling the disease (TP A8), Projekttitel: The nuclear receptors liver X receptor and farnesoid X receptor – bridging adaptive and innate immune-regulatory responses in Multiple Sclerosis

        Deutsche Forschungsgesellschaft (DFG): SFB1009 Breaking Barriers - Immunzellen und pathogene Erreger an Zell-/Matrix-Barrieren. Projekttitel: Immune-cell interactions with endothelial cells and pericytes at the blood-brain-barrier: mechanisms and consequences

        Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF): Kompetenznetz Multiple Sklerose: Projekttitel: Multi-parameter immune cell-profiling: identification of biosignatures to understand heterogeneity, prognosis and treatment response factors in MS

        Interdisziplinäres Zentrum für klinische Forschung (IZKF) Münster: Antigen-specific CD8 T cell responses in Neuromyelits Optica and Susac Syndrome

        Innovative Medizinische Forschung (IMF) Münster: Farnesoid X receptor (FXR)-induced anti-inflammatory monocyte polarization relevance for autoimmunity

        Kooperationen

        lokal

        • Univ.-Prof. Dr. rer. nat. Ralf Adams (Max-Planck-Institut für molekulare Biomedizin)
        • Dr. med. Judith Alferink (Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie)
        • Univ.-Prof. Dr. med. Tanja Kuhlmann (Institut für Neuropathologie)
        • Univ.-Prof. Dr. rer. nat. Karin Loser (Klinik für Hautkrankheiten)
        • Dr. med. Jan Rossaint (Klinik für Anästhesiologie, operative Intensivmedizin und Schmerztherapie)
        • Prof. Dr. med. Johannes Roth (Institut für Immunologie)
        • Univ.-Prof. Dr. phil. nat. Guiscard Seebohm (Kardiologie, Institut für Genetik von Herzerkrankungen)
        • Univ.-Prof. Dr. sc. hum. Monika Stoll (Institut für Humangenetik)
        • Univ.-Prof. Dr. med. Alexander Zarbock (Klinik für Anästhesiologie, operative Intensivmedizin und Schmerztherapie)

          national

          • Univ.-Prof. Dr. med. Orhan Aktas (Klinik für Neurologie, Universitätsklinikum Düsseldorf)
          • Dr. Philipp Albrecht (Neurologische Klinik, Universitätsklinikum Düsseldorf)
          • Dr. Lisa-Ann Gerdes, Prof. Dr. Reinhard Hohlfeld (Institut für Klinische Neuroimmunologie, Ludwig-Maximilians-Universität München)
          • Prof. Dr. med. Sebastian Jander (Neurologische Klinik, Universitätsklinikum Düsseldorf)
          • Prof. Dr. med. Martin Kerschensteiner (Institut für Klinische Neuroimmunologie, Universitätsklinikum München)
          • Prof. Dr. Stefanie Kürten (Universität Würzburg)
          • Dr. med. Marius Ringelstein (Klinik für Neurologie, Universitätsklinikum Düsseldorf)
          • Prof. Dr. D. Schuppan (Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz)
          • Prof. Dr. med. Eva Tolosa (Institut für Immunologie, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf)
          • Prof. Dr. Brigitte Wildemann (Universitätsklinikum Heidelberg)