Förderprojekte der Alumni

Es ist das erklärte Ziel des Vereins, Projekte aus Lehre und Forschung zu fördern, für die keine anderen, z.B. staatliche, Finanzquellen zur Verfügung stehen und die die Fakultät selbst nicht unterstützen kann.
Wir möchten Sie auf dieser Seite über die aktuellen Förderprojekte informieren. Wenn Sie eines dieser Projekte mit einer Spende unterstützen möchten, bitten wir um eine kurze Mail.

MedAlum spendet mobile Hilfe für einen wichtigen Auftrag

Studiendekan Prof. Herrmann (r.) und MedAlum-Geschäftsführer Dr. Bauer übergeben den neuen Laptop an die Mitglieder der Studenteninitiative Organspende

Das Projekt: Die Zahl der Organspender ist auf dem bisher niedrigsten Stand seit 20 Jahren. Ob die unbequeme Konfrontation mit dem eigenen Tod oder abschreckende Skandale in der Transplantationsmedizin: die Gründe für diesen Abwärtstrend sind vielfältig. Wie wichtig das sensible Thema dennoch ist, möchte die münstersche Studenteninitiative Organspende, kurz: SOS, vermitteln, indem sie in Schulklassen geht und anhand von neutralen Informationen aufklärt. Dafür entwickelte SOS unter anderem eine umfangreiche Präsentation mit interaktiven Inhalten, um neutral und objektiv über Organspende aufzuklären.
Wie MedAlum hilft: Bislang wurde die ehrenamtliche Arbeit bei SOS neben dem zeitintensiven Medizinstudium zusätzlich dadurch erschwert, dass die umfangreichen Materialien auf diversen privaten Laptops aktuell gehalten werden mussten und ältere Geräte mit der Technik an den Schulen teils nicht kompatibel waren. Der Alumni-Verein spendete SOS daher einen neuen Laptop inklusive Zubehör im Gesamtwert von 700 Euro.

Direkte Förderung von Nachwuchsmedizinern mit einem Stipendium

Gefördert durch MedAlum: Johanna Sicking mit Vereinsgeschäftsführer Dr. Thomas Bauer (Foto: WWU/Th. Mohn)

Das Projekt: Die Basis für das ProTalent-Programm der Universität Münster (WWU) ist das Deutschlandstipendium: Studenten erhalten monatlich 300 Euro, von denen die eine Hälfte von den Hochschulen gestellt wird und die andere Hälfte von Mitteln aus dem Bundeshaushalt. Insgesamt laufen an der Uni Münster derzeit mehr als 200 ProTalent-Stipendien.
Wie MedAlum hilft: Die Medizinstudentin Johanna Sicking wird von MedAlum ein Jahr lang mit einem ProTalent-Stipendium unterstützt. Sicking hat sich ihren Studienort sehr bewusst ausgewählt, so berichtete sie bei der Feier zur Verleihung der Stipendien, dass sie nach ihrem Studium im Münsterland als Allgemeinmedizinerin tätig sein will. Bei seiner Rede betonte Rektor Wessels die Wichtigkeit der finanziellen Unterstützung nicht nur hinsichtlich der Lehrmaterialien. Von den Studenten wird neben der Universität viel erwartet, von sozialem Engagement bis zu Auslandaufenthalten. Beide sind neben dem reinen Lernen auch wichtig, jedoch oft nur möglich wenn die entsprechenden finanziellen Mittel zur Verfügung stehen. Und genau da setzt das Stipendium ProTalent an.

Sitzgelegenheiten am Studienhospital Münster

Die neuen Sitzgelegenheiten werden bereits von den Studierenden genutzt.

Das Projekt: Das Studienhospital der Medizinischen Fakultät ist ein – wenn nicht das – Aushängeschild der medizinischen Lehre an der Universität Münster. Sein Vorplatz ist ein viel frequentierter Ort, der von den Studierenden für Pausen oder als Treffpunkt genutzt werden kann. Dort befindet sich ein Hochbeet, dessen Betoneinfassung nun – pünktlich zur Som­mer­saison – mit hölzernen Bankauflagen zu einer Sitz­ge­le­gen­heit aufgewertet wurde.
"Der Platz zwischen dem Stu­di­en­hos­pi­tal Münster und dem Trainingszentrum der Uniklinik gewinnt damit immens an Aufenthaltsqualität", freute sich der Ärztliche Leiter der Lehreinrichtung, Dr. Hendrik Friederichs. Die neuen Sitzgelegenheiten seien vom Start weg sehr gut angenommen worden und würden auch für spontane Grillfeste genutzt. Da die Fläche zwischen den beiden Gebäuden auch ein Ort der Begegnung zwischen Studierenden und Mitarbeitern der Uniklinik sei, ergäben sich durch die Umgestaltung neue Möglichkeiten der Kommunikation.
Wie MedAlum hilft: Mit rund 5.000 Euro ermöglichte MedAlum die Anschaffung und Installation der Bankauflagen.

Direkte Förderung von Nachwuchsmedizinern mit einem Stipendium

Gefördert durch MedAlum: Stefan Kahnert

Das Projekt: Das ProTalent-Programm der Universität Münster (WWU) basiert auf dem Deutschlandstipendium: Studenten erhalten monatlich 300 Euro, von denen die eine Hälfte aus von den Hochschulen eingeworbenen Mitteln stammt und die andere Hälfte aus dem Bundeshaushalt. Insgesamt laufen an der Uni Münster derzeit mehr als 200 ProTalent-Stipendien.
Wie MedAlum hilft: Der Medizinstudent Stefan Kahnert wird von MedAlum ein Jahr lang mit einem ProTalent-Stipendium unterstützt. Kahnert leistete nach seinem Abitur in Hattingen (südliches Ruhrgebiet) zunächst Bundesfreiwilligendienst beim Deutschen Roten Kreuz in Wattenscheid. Seit 2013 studiert er in Münster Humanmedizin; den ersten Abschnitt der Ärztlichen Prüfung absolvierte er im Frühjahr 2015 mit Bestnote. "Wir sehen ein solches Stipendium als hervorragendes Bindeglied zwischen den früheren und den heutigen Studierenden. Als die WWU mit dem Angebot an uns herantrat, eines zu übernehmen, mussten wir daher nicht lange überlegen", sagt der Dekan der Medizinischen Fakultät, Prof. Wilhelm Schmitz.

Qualität der Lehre in der Patientenversorgung verbessern

Dr. Marschall (l.) und Dr. Bauer (r.) mit dem iAGL-Team

Das Projekt: "Ärzte verfügen über zu wenige Kompetenzen, wenn es um die Versorgung ihrer Patienten geht." Dies geht aus dem Medizinerreport 2012 hervor. Demnach mangelt es vor allem an speziellem Fachwissen, Verantwortungsbewusstsein und Zeitmanagement. Trifft dies auch auf Medizinstudenten der Universität Münster zu? Dieser Frage möchte die Interdisziplinäre Arbeitsgruppe Lehrforschung (iAGL) der Medizinischen Fakultät unter der Leitung von Dr. med. Ralf Jendyk in einer Studie nachgehen. Das Ziel: Die Qualität in der Patientenversorgung ehemaliger Studenten erfassen - und den Medizinernachwuchs davon profitieren lassen. Als Methode sollen qualitative Interviews per Telefon durchgeführt werden. Den Teilnehmerkreis bilden 40 ehemalige Humanmedizinstudenten des Münsterlands, die seit mindestens einem Jahr in unterschiedlichen Krankenhausbereichen tätig sind. Mit Hilfe der Interviews, in denen hauptsächlich offene Fragen gestellt werden, soll so genau wie möglich erfasst werden, wie es um die derzeitigen Kompetenzen in der Patientenversorgung des Münsterlands steht. Durch gezielte Fragestellungen möchte das Team um Dr. Jendyk dem derzeitigen Niveau detailliert auf den Zahn fühlen. Die Ergebnisse werden anschließend den Lehrverantwortlichen zur Anpassung ihrer Ausbildungsinhalte zur Verfügung gestellt.
Wie MedAlum hilft: Die für die Studie anfallenden Kosten von insgesamt 3.095 Euro werden komplett von MedAlum übernommen. "Als Verein der Ehemaligen der Medizinischen Fakultät Münster ist die Unterstützung eines Projekts, zu dem unsere Mitglieder einen Beitrag leisten können, natürlich selbstverständlich", betont Studiendekan Dr. med. Bernhard Marschall.

Interaktive Lehre mit Hypervideos

Prof. Schmitz (m.) übergibt die neue Technologie an Britta Brouwer und Dr. Friederichs vom Studienhospital Münster

Das Projekt: Die Medizinische Fakultät Münster geht in der Lehre innovative Wege, um künftige Mediziner noch besser auf ihre ärztliche Tätigkeit vorzubereiten. Bereits jetzt lernen die Studierenden klinische Untersuchungstechniken anhand von Videos, die die Untersuchungsschritte zeigen, bevor sie diese in Übungen in die Tat umsetzen. Die bisherige Lehrmethode soll jetzt noch erweitert werden, indem bald sogenannte Hypervideos genutzt werden. In diese Videos lassen sich zusätzlich zu den bewegten Bildern weitere Fotos, Videos, Links und Hintergrundinformationen jeder Art einpflegen. Diese können die Studierenden beim Anschauen der Videos interaktiv aufrufen, um ihr Hintergrundwissen zu aktivieren. Anatomische Poster, Informationen zur Funktionsweise der Untersuchungsgeräte oder medizinische Fachartikel ergänzen so die Übung der praktischen Fertigkeiten. Dies ermöglicht den Studierenden einen ganzheitlichen Blick auf die Untersuchung.
Wie MedAlum hilft: MedAlum stellte dem Studienhospital 2014 6.050 Euro zur Verfügung. Mit dem Geld werden nun die Software zur Anfertigung von Hypervideos und die entsprechende Hardware angeschafft.

Unterstützung der Lehre mit 3D-Technik

Prof. Schmitz (l.) und Dr. Bauer (r.) übergeben die Kamera an Dr. Dirksen

Das Projekt: 3D-Technik ist mehr als nur eine Spielerei und wird auch in der Lehre an der Medizinischen Fakultät Münster immer wichtiger. Anhand von dreidimensionalen Projektionen können die Studierenden sich ein deutlich besseres räumliches Bild von komplexen Objekten wie Kieferhöhlen, Gelenken oder der genauen Lage von Organen im Torso machen. Im Gegensatz zu klassischen Abbildungen, die nur eine Fläche zeigen können, kann die 3D-Technik schließlich auch Tiefeninformationen darstellen. Das ist besonders interessant in der Zahnmedizin, Kieferorthopädie, Chirurgie und Anatomie. Bereits seit 2010 setzt die Medizinische Fakultät 3D-Technik zum Beispiel in Vorlesungen ein und will dieses Gebiet noch weiter ausbauen.
Wie MedAlum hilft: Für den weiteren Ausbau der 3D-gestützten Lehre finanzierte MedAlum 2013 eine Stereo-Videokamera im Wert von 2.000 Euro. Dadurch konnte der Einsatz dreidimensionaler Darstellungen von medizinischen Objekten und Zusammenhängen vorangetrieben werden.

Überarbeitung und Wiedereröffnung der Anatomischen Sammlung

Die neue anatomische Sammlung

Das Projekt: Die Anatomische Sammlung war viele Jahre lang in einem Raum über den ehemaligen Präpariersälen untergebracht und öffnete nur selten ihre Türen. Seit einigen Jahren arbeitet die Prosektur Anatomie mit tatkräftiger Unterstützung durch das Dekanat daran, die Exponate zeitgemäß zu präsentieren, um sie so auch besser in den anatomischen Unterricht einbeziehen zu können. Ziel dieses langfristigen Projekts ist es außerdem, die Anatomische Sammlung für einen breiten Interessentenkreis zu öffnen. Die räumlichen Möglichkeiten des neuen PAN-Zentrums ermöglichen es den Studierenden erstmals, auf derselben Etage einerseits eigene Präparationen durchzuführen und andererseits anhand der lehrreichen Exponate der Sammlung zu studieren. Eine weitere Besonderheit der münsterschen Sammlung wird darin bestehen, dass sie – nach endgültiger Fertigstellung des PAN-Zentrums – anatomische Exponate im Zusammenhang mit Exponaten aus dem Institut für Pathologie präsentieren kann. Auf diese Weise wird der Brückenschlag zwischen „Vorklinik“ und „Klinik“ schon in frühen Semestern wirkungsvoll unterstützt.
Wie MedAlum hilft: 2012 spendete MedAlum 2.000 Euro für die Anatomische Sammlung. Dieses Geld kann jetzt unter anderem dazu verwendet werden, ausgewählte Objekte der Sammlung für das Eigenstudium zu fotografieren und zu beschriften. Ein anderer Teil des Geldes wird für Chemikalien und andere Materialien ausgegeben, die für die ständige Pflege der Sammlung sowie im Einzelfall für kleinere Restaurierungsarbeiten unentbehrlich sind.