4Pi-Mikroskopie

 

 

Bei der 4Pi-Mikroskopie wird die hohe Auflösung entlang der z-Achse durch zwei sich gegenüberliegende Objektive erzielt. Durch diese Konfiguration wird der Fokus gegenüber der konventionellen konfokalen Mikroskopie um einen Faktor 57 verringert.

Unser Mikroskop, ein kommerzielles Mikroskop vom Typ A (TCS, Leica Microsystems), ist eines der wenigen 4Pi-Mikroskope weltweit.

Es basiert auf einem konfokalen Laser-Scanning-Mikroskop vom Typ TCS SP2, welches um einen 4Pi-Kopf erweitert wurde. Es ist wahlweise eine Ein- oder Zweiphotonenanregung möglich. Die Detektion kann über Avalanche-Photodioden oder über einen Photomultiplier erfolgen. Für die Zweiphotonenanregung wird ein modengekoppelter Titan:Saphir-Laser (MaiTai, Spectra Physics) verwendet.

Das Mikroskop kann unter Verwendung von Öl- (100x, NA 1.46) oder Wasser-Immersionsobjektiven (63x, NA 1.2) betrieben werden. Es wird eine axiale Auflösung von 100–120 nm mit Öl-Immersionsobjektiven bzw. 150–170 nm mit Wasser-Immersionsobjektiven erzielt. Die Lokalisierungsgenauigkeit liegt bei 10 nm.

 

Ein Beispiel, das am 4Pi Mikroskop gemessen wurde:

Dargestellt ist das Protein Nup358 des Kernporenkomplexes in Zellkernen von HeLa Zellen.

Details lassen sich nachlesen in: Hüve J, Wesselmann R, Kahms M, Peters R. 4Pi microscopy of the nuclear pore complex. Biophys J 2008;95:877-885