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Auszeichnung für Mediziner Opel und Biochemikerin Schirmeier: Universitätsgesellschaft Münster verleiht Nachwuchsförderpreise

Von links: Hilmar Welpelo (Universitätsgesellschaft), Detlef Nagel (Westlotto), Preisträger Dr. Nils Opel, Prorektorin Prof. Maike Tietjens, Preisträgerin Dr. Stefanie Schirmeier, Dr. Paul-Josef Patt (Universitätsgesellschaft) und Dr. Mathias Kleuker (LVM) (Foto: WWU/Peter Grewer)

Münster (upm) - Die Universitätsgesellschaft Münster hat die herausragenden Forschungsleistungen von zwei jungen Wissenschaftlern der Universität Münster gewürdigt: In einem Festakt zeichnete der Vorsitzende der Universitätsgesellschaft, Dr. Paul-Josef Patt, den Mediziner Dr. Nils Opel und die Biologin Dr. Stefanie Schirmeier mit dem diesjährigen Preis zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses aus – die Auszeichnungen sind mit jeweils 5.000 Euro dotiert, die die LVM-Versicherung und Westlotto zur Verfügung gestellt haben. „Die beeindruckenden Forschungsleistungen in ihrer noch jungen akademischen Karriere lassen uns hoffen, dass unsere beiden Preisträger auch in Zukunft beachtenswerte Forschung vollbringen werden“, unterstrich Paul-Josef Patt.

Der mit 10.000 Euro dotierte Nachwuchsförderpreis wird seit 1980 jährlich vom Vorstand der Universitätsgesellschaft Münster ausgeschrieben. Alle Professoren der Universität Münster sind berechtigt, Vorschläge einzureichen. Das Preisgeld, das die LVM-Versicherung und Westlotto zur Verfügung gestellt haben, wurde der Tradition des Awards entsprechend wieder geteilt.

Zu den Preisträgern:

Dr. Nils Opel, den Prof. Udo Dannlowski vorschlug, ist Assistenzarzt in der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie an der Uniklinik Münster und wissenschaftlicher Mitarbeiter der Arbeitsgruppe „Translationale Psychiatrie“ an der Medizinischen Fakultät der WWU. Er wurde für seine Arbeit auf dem Gebiet der psychiatrischen und neurowissenschaftlichen Bildgebungsforschung ausgezeichnet. So untersucht er, wie sich unterschiedliche Risikoprofile für Depression mittels Bildgebungstechnik differenzieren lassen. Nils Opels Studien machen eine Früherkennung von Hochrisikopatienten denkbar. Der 29-Jährige leistet somit einen innovativen Beitrag zum internationalen wissenschaftlichen Diskurs der psychiatrisch-neurowissenschaftlichen Forschung und einen Beitrag zur zukünftigen klinischen Anwendungsmöglichkeit von Bildgebungsdaten in der Prävention und Therapie psychischer Erkrankungen.

Dr. Stefanie Schirmeier, nominiert durch Prof. Dr. Christian Klämbt, erhielt den Nachwuchsförderpreis für ihre Forschungen zu der Frage, wie Nährstoffe über die "Blut-Hirn-Schranke" in das Gehirn kommen. An der Taufliege Drosophila melanogaster untersucht die 35-Jährige, die als Juniorgruppenleiterin am Institut für Neuro- und Verhaltensbiologie am Fachbereich Biologie der WWU tätig ist, wie verschiedene Zucker in das Gehirn gelangen und wie diese Prozesse reguliert werden. Um im lebenden Fliegengehirn die Konzentrationen bestimmter Stoffwechselprodukte (Metabolite) bestimmen zu können, entwickelte sie mit weltweit führenden Fachkollegen sogenannte Metabolit-Sensoren. Diese Werkzeuge erlauben nun erstmals, mithilfe genetischer Methoden zu entschlüsseln, wie die Metabolitversorgung im Gehirn an die Aktivität der Nervenzellen gekoppelt ist.