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Produktion läuft bereits: WWU vergibt hoch dotierten Preis für Optimierung einer gängigen Labortechnik // mit VIDEO

Vorn (v. l.): Dr. Dr. H. Göhde, Rektorin Prof. U. Nelles, Preisträgerin Prof. S. König, D. Ackermann, G. Theßeling; hinten: R. Schlottbom, Dr. L. Grün, Kanzler M. Schwarte, Dr. M. Gottwald (Foto: WWU/Grewer)

Münster (upm) - Die Chemikerin Prof. Dr. Simone König hat am Dienstag [03.06.], den mit 20.000 Euro dotierten Transferpreis der Westfälischen Wilhelms-Universität (WWU) erhalten. Die Wissenschaftlerin der Medizinischen Fakultät hatte gemeinsam mit ihrem Team eine wichtige Methode optimiert, mit der Proteine und andere Biomoleküle voneinander getrennt werden. Für diese Entwicklung nahm sie die Auszeichnung nun bei einer Feierstunde von WWU-Rektorin Prof. Dr. Ursula Nelles entgegen. Geehrt wurde außerdem Günter Theßeling von der Firma SERVA Electrophoresis GmbH in Heidelberg, der die Entwicklung jetzt auf den Markt bringt. Gastgeberin der Transferpreisverleihung war die PSD-Bank Westfalen-Lippe am münsterschen Stadthafen.
Die Entwicklung von Simone König sei ein gelungenes Beispiel für einen erfolgreichen Transfer von Forschungsergebnissen in die Praxis, unterstrich die Rektorin. Zwar sei die WWU seit Langem mit Anwendern aus der Wirtschaft verbunden und verzeichne regelmäßig Erfolge, beispielsweise durch gelungene Ausgründungen. Dennoch gebe es noch viel zu tun, um die Verbindung von Wissenschaft und Unternehmergeist zu stärken.
Die von Simone König und ihrem Team verbesserte Methode der Gel-Elektrophorese ist eine in den Natur- und Lebenswissenschaften sehr häufig eingesetzte Labortechnik. Die Preisträgerin erinnerte an die Anfänge ihrer Entwicklungsarbeit vor etwa zehn Jahren. Eine Anfrage der Kölner Firma eco Luftqualität + Raumklima zur Charakterisierung von Allergenen in Luftproben hatte die Wissenschaftler damals vor methodische Herausforderungen gestellt, die zu der neuen Entwicklung führten. Kooperationspartner Günter Theßeling erklärte: "Die Entwicklung war ursprünglich für einen Spezialfall gedacht. Sie ist aber auch für Standardanwendungen einsetzbar und wird dazu führen, dass viele Wissenschaftler auf der ganzen Welt schneller zu besseren Ergebnissen kommen.“ Unter der Bezeichnung "Mercator-Gel" werde das neue Produkt ab der nächsten Woche vertrieben, so Theßeling.
Dr. Matthias Gottwald von der Bayer Pharma AG in Berlin hielt einen Festvortrag zur Rolle von Partnerschaften in der pharmazeutischen Forschung und Entwicklung. Der münstersche Künstler Stephan US gestaltete das Rahmenprogramm.
Mit dem Transferpreis zeichnet die Universität Münster seit dem Jahr 2002 besondere Leistungen von Universitätsmitgliedern beim Forschungstransfer und bei der wissenschaftlichen Kooperation mit Partnern der außeruniversitären Praxis aus.

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