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Durch empfindlichere Analytik Krankheiten besser verstehen: Achte SiCA-Konferenz in Münster

IZKF veranstaltet erneut Tagung über moderne Methoden der molekularen Analytik auf zellulärer und molekularer Ebene
Münster (mfm/sk) - Fortschritte in den Analysemethoden erlauben Wissenschaftlern immer bessere Einblicke in das, was auf zellulärer und molekularer Ebene im gesunden Körper vor sich geht, wie der Austausch von Stoffen geschieht und wie die Zellen miteinander kommunizieren. Abweichungen von der Norm ermöglichen Rückschlüsse auf die Ursache bestimmter Erkrankungen. Mit ihrer „Münster Conference on Single Cell and Molecule Analysis“ (SiCA) widmet sich die Core Unit „Integrierte Funktionelle Genomik“, eine Technologieplattform des Interdisziplinären Zentrums für Klinische Forschung (IZKF) der Medizinischen Fakultät der Universität Münster, nun erneut diesem Thema.
Am 16. und 17. November werden sich Experten aus Schweden, Großbritannien, Russland und Deutschland im Max-Planck-Institut für Molekulare Biomedizin Münster über die neuesten Entwicklungen beim Nachweis von Stoffen in biologischen Systemen, wie Miniaturisierung und Nanoanalytik, austauschen. Ein wesentliches Thema sind auch bei der diesjährigen – bereits achten – SiCA-Tagung fluoreszenzbasierende Methoden, die die Visualisierung von Molekülen im lebenden Organismus und in Gewebsschnitten ermöglichen. Durch die Verfeinerung solcher Methoden können klinische Forscher beispielsweise anhand von Biopsien herkömmliche diagnostische Methoden verbessern.
Eine Reihe hochrangiger Wissenschaftler konnte als Sprecher gewonnen werden. So berichtet Prof. em. Dr. Detlev Riesner, Mitbegründer der erfolgreichen Biotechnologie-Firma Qiagen und Träger des Max-Planck-Forschungspreises für Internationale Zusammenarbeit, unter anderem über seine Arbeiten an Prionen. Das sind organische, virusähnliche Gifte, die im Zusammenhang mit der Creutzfeldt-Jakob-Krankheit, mit Rinderwahn und Scrapie beschrieben wurden. In einer für alle Interessierten offenen populärwissenschaftlichen Vorlesung wird nicht nur die Analytik immer kleinerer Untersuchungsobjekte beleuchtet, sondern auch das andere Extrem: Prof. Dr. Harald Hiesinger, durch seine Arbeiten bei der European Mars Express Mission bekannter Geologe am münsterschen Institut für Planetologie, spricht über „Die Betrachtung des Mondes in Hochauflösung“ (16.11., 17:30 Uhr).
Das Konferenzprogramm wird von einer Industrieausstellung begleitet. Die Teilnahme ist für münstersche Wissenschaftler kostenlos; Interessierte sind herzlich willkommen. Weitere Informationen gibt es im Internet (http://ifg-izkf.uni-muenster.de) oder per Telefon (0251-83-52949).