1. Förderperiode

Die erste Förderperiode des Netzwerk Universitätsmedizin startete im April 2020 und endete am 31.12.2021. 

An den folgenden Projekten der ersten NUM Förderphase war die Medizinische Fakultät Münster beteiligt:

  • AKTIN-EZV<br><font size="3">„Echtzeit-Versorgungsforschung mit dem AKTIN-Notaufnahmeregister"</font>

    Durch das Projekt AKTIN-EZV - „Echtzeit-Versorgungsforschung mit dem AKTIN-Notaufnahmeregister“ wird das AKTIN-Notaufnahmeregister für die Pandemie-Forschung angepasst und erweitert. Das Register verbessert die notfallmedizinische Versorgungsforschung, weil es Strukturen und Prozesse klinikübergreifend einheitlich sichtbar macht. Es soll genutzt werden, um das Versorgungsgeschehen aus der ersten Covid-19-Pandemiewelle zu analysieren und tagesaktuelle Daten aus Notaufnahmen bereitzustellen. Diese können für epidemiologische Auswertungen und Covid-19-spezifische Forschungsfragen genutzt werden. Gleichzeitig sind mit dem Register wiederkehrende Epidemiewellen und daraus möglicherweise resultierende Versorgungsengpässe im Sinne eines Frühwarnsystems frühzeitig zu erkennen.

    Koordiniert wird das Gesamtprojekt durch die Universitätsmedizin Aachen & Magdeburg
    Projektleiter in Münster ist  Prof. Philipp Kümpers (Medizinische Klinik D)

  • B-FAST<br><font size="3">„Bundesweites Forschungsnetz Angewandte Surveillance und Testung“</font>

    Das „Bundesweite Forschungsnetz Angewandte Surveillance und Testung“ (B-FAST) umfasst die Beobachtung, Analyse, Interpretation und Berichterstattung von Gesundheitsdaten. Die Corona-Pandemie zeigt, dass unterschiedliche Test- und Überwachungsstrategien für die Gesamtbevölkerung, die Schulen und Kitas, eventuelle Risikobereiche und Kliniken benötigt werden. B-Fast entwickelt eine Plattform, in der solche Strategien erprobt werden können. Dafür führt es unterschiedliche Analysen und Bewertungen zusammen. So unterstützt es Strategien, die nicht nur in der akuten Krise helfen, sondern auch auf künftige Pandemien übertragen werden können.

    Koordiniert wird das Gesamtprojekt durch die Universitätsmedizin Göttingen & Köln
    Projektleiter in Münster ist  Prof. Alexander Mellmann (Institut für Hygiene)

  • CEO-sys<br><font size="3">„Aufbau eines Covid-19 Evidenz-Ökosystems zur Verbesserung von Wissensmanagement und Translation“

    Evidenzbasierte Medizin garantiert die bestmögliche Versorgung, da sie auf aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen basiert. Zahlreiche deutsche Universitätsklinika stellen im Verbund mit dem internationalen Netzwerk Cochrane die wissenschaftlichen Grundlagen dafür bereit. In CEO-sys - „Aufbau eines Covid-19 Evidenz-Ökosystems zur Verbesserung von Wissensmanagement und Translation“ wird ein nationales Evidenznetzwerk zu Covid-19 aufgebaut - unter der Federführung von Cochrane Deutschland. Der sich dynamisch entwickelnde Daten- und Erkenntnisstand zu Covid-19 wird in diesem Evidenznetzwerk fortlaufend aufbereitet, bewertet und zielgruppengerecht vermittelt. Das schafft eine Basis für individuelle Therapieentscheidungen sowie institutionelle und öffentliche Versorgungsstrategien.

    Koordiniert wird das Gesamtprojekt durch die Universitätsmedizin Freiburg
    Projektleiter in Münster ist  Prof. Alexander Zarbock (Klinik für Anästhesiologie, operative Intensivmedizin und Schmerztherapie)

  • CODEX<br><font size="3">„COVID-19 Data Exchange Platform“

    Im Projekt CODEX - „COVID-19 Data Exchange Platform“ wird eine bundesweit einheitliche, datenschutzkonforme Infrastruktur für die Speicherung von Covid-19 Forschungsdatensätzen geschaffen. In dieser Forschungsdatenplattform können beispielsweise Labordaten pseudonymisiert den Forschenden über sichere und transparente Verfahren zur Verfügung gestellt werden. Damit wird die Plattform eine zentrale Informationsquelle für unterschiedliche Forschungsarbeiten, die sich mit der Entwicklung besserer Behandlungsansätze für Covid-19 befassen.

    Koordiniert wird das Gesamtprojekt durch die Universitätsmedizin Berlin
    Projektleiter in Münster ist Dr. Michael Storck (Institut für Medizinische Informatik)

  • COMPASS<br><font size="3">„Coordination on mobile pandemic apps best practice and solution sharing“

    Im Projekt COMPASS - „Coordination on mobile pandemic apps best practice and solution sharing“ wird eine Plattform aufgebaut, die konkrete Methoden und Werkzeuge für Pandemie-Apps koordiniert und bereitstellt. Partner aus Wissenschaft und Wirtschaft schließen sich bundesweit dafür zusammen und verfolgen dabei einen Open Source-Ansatz. Gemeinsam koordinieren und bewerten sie die Pandemie-Apps und erstellen Handlungsempfehlungen. Das schafft auch eine Basis für digitale Lösungen, um bei künftigen Pandemien besser digital gerüstet zu sein.

    Koordiniert wird das Gesamtprojekt durch die Universitätsmedizin Göttingen & Mainz
    Projektleiter in Münster ist  Dr. Michael Storck (Institut für Medizinische Informatik)

  • DEFEAT PANDEMIcs<br><font size="3">„Deutsches Forschungsnetzwerk Autopsien bei Pandemien“

    Im Projekt DEFEAT PANDEMIcs - „Deutsches Forschungsnetzwerk Autopsien bei Pandemien“ wird ein deutschlandweites Obduktionsnetzwerk aufgebaut, in dem Daten, Biomaterialien und Erkenntnisse systematisch und standardisiert erfasst und zusammengeführt werden. Diese einzigartige Vernetzung der meisten pathologischen, neuropathologischen und rechtsmedizinischen Institute der deutschen Universitätsklinika sowie nicht-universitärer Partner ermöglicht ein tieferes Verständnis der Erkrankung und hilft, wirkungsvollere Therapieansätze zu entwickeln.

    Koordiniert wird das Gesamtprojekt durch die Universitätsmedizin Aachen & Hamburg
    Projektleiterin in Münster ist  Prof´in Eva Wardelmann (Gerhard-Domagk-Institut für Pathologie)

  • egePan Unimed<br><font size="3">„Entwicklung, Testung und Implementierung von regional adaptiven Versorgungsstrukturen und Prozessen für ein evidenzgeleitetes Pandemiemanagement koordiniert durch die Universitätsmedizin“

    Um Covid-19-Patientinnen und Patienten zukünftig noch schneller und besser erkennen und behandeln zu können, wird ein nationales Pandemiemanagement benötigt. Es trägt auch dazu bei, Ansteckungen zur vermeiden und auf zukünftige Pandemien vorbereitet zu sein. Die Universitätskliniken stehen als international vernetzte Maximalversorger und Forschungseinrichtungen im Zentrum regionaler Gesundheitsnetzwerke. Im Projekt egePan Unimed - „Entwicklung, Testung und Implementierung von regional adaptiven Versorgungsstrukturen und Prozessen für ein evidenzgeleitetes Pandemiemanagement koordiniert durch die Universitätsmedizin“ kooperieren sie mit dem Robert Koch-Institut und mit dem öffentlichen Gesundheitsdienst und den Landesregierungen zur gemeinsamen Erreichung des Ziels.

    Koordiniert wird das Gesamtprojekt durch die Universitätsmedizin Dresden & Frankfurt
    Projektleiter in Münster ist  Prof. André Karch (Institut für Epidemiologie und Sozialmedizin)

  • NAPKON<br><font size="3">„Nationales Pandemie Kohorten Netz“

    Mit dem Nationalen Pandemie Kohorten Netz (NAPKON) wird ein Netzwerk etabliert, das aus grundlegenden Infrastrukturen und Kohortenplattformen besteht. Im Zuge dessen wird ein Netzwerk zur Erfassung qualitativ hochwertiger klinischer Phänotypisierungsdaten, einschließlich Daten zu Bioproben und Bildgebung, etabliert. 

    Koordiniert wird das Gesamtprojekt durch die Universitätsmedizin Berlin und Frankfurt
    Projektleiter in Münster ist  Dr. Phil-Robin Tepasse (Medizinische Klinik B)

  • Organo-Strat<br><font size="3">„Organspezifische Stratifikation bei Covid-19“

    Durch das Projekt Organo-Strat - „Organspezifische Stratifikation bei Covid-19“ soll ein Netzwerk etabliert werden, das im Labor entwickelte Organmodelle gemeinsam nutzt. Das ermöglicht, organspezifische Forschungsfragen durch ein abgestimmtes Vorgehen synergistisch zu bearbeiten. Dabei kommt es auf ein enges Zusammenspiel von Universitätskliniken und Hochsicherheitslabors an. Gewebe- und Autopsieproben sollen u.a. dazu genutzt werden, aussagekräftigere Studien zu Covid-19 und anderen Erkrankungen durchzuführen. Langfristig soll das Therapien ermöglichen, die individuell auf die Patientinnen und Patienten zugeschnitten sind.

    Koordiniert wird das Gesamtprojekt durch die Universitätsmedizin Berlin
    Projektleiter in Münster ist  Prof. Stephan Ludwig (Institut für Virologie)

  • RACOON<br><font size="3">„Radiological Cooperative Network zur Covid-19 Pandemie“

    RACOON - „Radiological Cooperative Network zur Covid-19 Pandemie“ ist die erste deutschlandweite Radiologie-Plattform, bei der fast alle Universitätskliniken beteiligt sind. Hier werden Röntgenaufnahmen von Patientinnen und Patienten mit Verdacht auf Covid-19 zusammengeführt und mit den Krankheitsverläufen in Beziehung gebracht. Die Befunde werden mithilfe Künstlicher Intelligenz analysiert. Dadurch wird eine schnellere und präzisere Diagnose der Erkrankung und ihres Verlaufs möglich und eine Entscheidungsgrundlage für epidemiologische Studien, Lageeinschätzungen und Frühwarnmechanismen geschaffen.

    Koordiniert wird das Gesamtprojekt durch die Universitätsmedizin Berlin & Frankfurt
    Projektleiter in Münster ist  Prof. Walter Heindel (Klinik für Radiologie)