RubberWorker

Erweitertes Follow-Up einer Kohortenstudie in der Gummiindustrie

Berufliche Tätigkeit in der Gummiindustrie wird von der International Agency for Research on Cancer als humankanzerogen eingestuft (IARC 2012). Diese Bewertung fußt zu einem großen Teil auf älteren Studien, wobei aber die Exposition an den Arbeitsplätzen in der Gummiindustrie beständig reduziert worden ist. Neuere, kleinere Studien zeigen keine erhöhten Krebsrisiken in der modernen Gummiindustrie (Taeger et al. 2007; Dost et al. 2007).

Um die aktuelle Gefährdung der Arbeiter in der Gummiindustrie besser beurteilen zu können, wird vom International Prevention Research Institute (IPRI) eine gemeinsame Auswertung von 5 europäischen Kohortenstudien zur Krebssterblichkeit von Arbeitern, die ab 1975 erstmalig in der Gummiindustrie beschäftigt waren, koordiniert. Zu diesem Zweck soll das follow-up der beteiligten Studien aktualisiert werden.

Das Institut für Epidemiologie und Sozialmedizin trägt dabei Daten der von Taeger et al. (2007) analysierten Kohorte bei. Um die Daten zur Krebssterblichkeit dieser Kohorte zu aktualisieren, wird ein Verfahren zum Abgleich der Kohortendaten mit Daten von Krebsregistern entwickelt. Hierbei gilt es, den hohen Anforderungen an den Datenschutz von Krebsregisterdaten gerecht zu werden. Ferner wird an einem Ansatz gearbeitet, um mit dem Problem umzugehen, dass diese Art des follow-up keine aktuellen Daten zu den nicht an Krebs verstorbenen Probanden liefert.

Projektübersicht

Ansprechpartner: Jürgen Wellmann
Projektkoordination: Jürgen Wellmann
Projektförderung: Eigenmittel
Kooperationen: Epidemiologisches Krebsregister NRW
Stand: interner Arbeitsbericht fertiggestellt, Publikation in Vorbereitung