NAKO Gesundheitsstudie

Die NAKO Gesundheitsstudie (kurz: NAKO) ist eine deutschlandweit durchgeführte multizentrische, epidemiologische Studie, die von Universitäten und Forschungseinrichtungen der Helmholtz-Gemeinschaft und der Leibniz-Gemeinschaft koordiniert wird. Das Projekt wird vom BMBF, den Ländern und der Helmholtz-Gemeinschaft finanziert.

Ziel der Studie ist es, neue Strategien für die Erfassung von Risikofaktoren, Früherkennung und Prävention der großen Volkskrankheiten zu entwickeln. Es soll somit ein Beitrag zur Aufklärung von Ursachen unterschiedlicher Erkrankungen, wie beispielsweise Herzkreislauferkrankungen, Lungenerkrankungen, Krebs, Zuckerkrankheit und Demenzerkrankungen geleistet werden. Seit Mai 2014 werden bundesweit 200.000 Frauen und Männer im Alter von 20 bis 69 Jahren eingeladen, an den Untersuchungen und Befragungen teilzunehmen. Neben medizinischen Untersuchungen und Fragen zu Lebensgewohnheiten werden auch Bioproben entnommen und für spätere Forschungszwecke eingelagert.

In Münster befindet sich eins von insgesamt 18 Studienzentren, in dem seit Oktober 2014 insgesamt 10.000 Personen mit Hauptwohnsitz in der Stadt Münster untersucht werden. Die Auswahl und Einladung dieser Personen erfolgt über eine Zufallsstichprobe des Einwohnermeldeamtes. Nach 5 Jahren werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eingeladen, erneut an den Untersuchungen und Befragungen teilzunehmen. Über den langen Nachbeobachtungszeitraum werden naturgemäß bei einigen Personen bestimmte Erkrankungen auftreten, die mit den bereits erhobenen Daten in Verbindung gebracht werden. Die Gesamtheit der erhobenen Daten in allen Studienzentren bietet ein einzigartiges Potenzial für eine Vielzahl von wissenschaftlichen Untersuchungen.

Projektübersicht

Ansprechpartnerin: Nicole Legath
Projektleitung: Klaus Berger
Projektförderung: BMBF
Stand: Projektbeginn 6/2011
Homepage: www.nako.de