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Soziale Angst

Symbolbild Soziale Angst (© IMPS)

War es Ihnen schon einmal unangenehm, in Gegenwart anderer Menschen zu sprechen, zu essen oder sichtbar zu erröten? Hatten Sie vielleicht sogar Angst davor?

Dann könnte es sein, dass Sie unter einer Sozialen Angststörung leiden.

Menschen, die von dieser Erkrankung betroffen sind, leben oft in der Erwartung, dass ihr Auftreten von anderen negativ bemerkt und abgewertet wird. Manchmal hängt das damit zusammen, dass man befürchtet, einem sozialen Standard (z.B. keine Fehler machen zu dürfen) nicht gerecht werden zu können. Manchmal hängt es damit zusammen, dass man befürchtet, vor lauter Nervosität den Faden zu verlieren und peinlich aufzufallen.

Vorträge, mündliche Prüfungen oder Gespräche mit Vorgesetzten lösen deshalb oft schon im Vorfeld starke Angst aus. Nicht selten erwarten die Betroffenen, solchen Situationen nicht gewachsen zu sein, erscheinen dann nach Möglichkeit erst gar nicht oder stehen sie nur unter größter Angst durch. Mit dem Fortschreiten der Erkrankung wird es immer schwieriger, sich zu sozialen Aktivitäten zu überwinden. Langfristig kann dies zu starken Einschränkungen in Partnerschaft und Beruf, aber auch zu weiteren Erkrankungen führen. Dann kann der Teufelskreis aus Angst und Vermeidung möglicherweise nicht mehr aus eigener Kraft durchbrochen werden.

Ein von der Deutschen Forschungsgemeinschaft finanziertes Forschungsprojekt an unserem Institut beschäftigt sich mit der Aufklärung solcher aufrechterhaltenden Faktoren der Sozialen Angststörung. Insbesondere wollen wir besser verstehen, wie sich hirnfunktionelle Parameter bei Betroffenen verändern. Ein besseres Verständnis dieser Veränderungen kann die Basis der Entwicklung neuer Therapieverfahren sein und auch dazu beitragen, die gesellschaftliche Akzeptanz dieser belastenden Erkrankung zu vertiefen.

 

Wer kann teilnehmen?

Wenn Sie sich in der beschriebenen Symptomatik wiedererkennen und mehr über die Studie erfahren möchten, können Sie jederzeit Kontakt zu uns aufnehmen. Zur Studienteilnahme müssen Sie über 18 Jahre alt sein und fließend deutsch lesen und sprechen können.

Wir freuen uns über Ihr Interesse und stehen Ihnen für Rückfragen jederzeit zur Verfügung!

E-Mail
brain@uni-muenster.de

Verantwortliche Studienleitung
Dr. rer. nat. Michael Becker