Nachrichten aus dem Institut

Aktuelles aus dem Institut in Netz und Medien

  • Hans-Georg Hofer: Zwischen Klinik und Kanzleramt. Paul Martini und Konrad Adenauer, in: Frankfurter Rundschau v. 5.9.2019.
  • Forderung nach einem Moratorium für das Genome-Editing: Professor Bettina Schöne-Seifert ist Mitautorin eines in der Fachzeitschrift Nature erschienenen Aufrufs internationaler Genforscher und Ethiker, ein globales Moratorium für den klinischen Einsatz von Genome Editing in der Keimbahn zu verabschieden.
  • Eizellspende und Leihmutterschaft. Wie viele Mütter verträgt ein Kind? Gespräch mit Prof. Bettina Schöne-Seifert  vom 16.04.2017 im Deutschlandradio Kultur. Im Stream zum Nachhören
  • "Wie dürfen wir Kinder machen?" Zu diesem Thema diskutierten am "Philosophischen Stammtisch" des Schweizer Fernsehens Prof. Bettina-Schöne Seifert, Konrad Paul Liessmann und Catherine Newmark unter der Leitung von Barbara Bleisch. Dürfen Frauen mit 60 schwanger werden? Haben Embryonen Rechte? Was spricht gegen Designerbabys? Und warum sollen wir Menschen uns nicht verbessern, wenn es technisch machbar ist? Link zum Video

Ringvorlesung Sommersemester 2019

Aktuelle Probleme der Medizinethik (auswärtige Experten in Vortrag & Diskussion)
Zum Download als pdf klicken

(Die Vorlesungen finden jeweils von 18:30 bis 20:00 Hörsaal EGTM, Von-Esmarch-Straße 62 statt. AUSNAHME ist die Karl-Eduard-Rothschuh-Vorlesung, siehe unten).

  • 29. April 2019Professorin Dr. Felicitas Krämer (Universität Potsdam): Zur Ethik der Embryonenspende
  • 13. Mai 2019Dr. Karsten Witt (Universität Duisburg-Essen): Personale Identität und die moralische Verbindlichkeit von Demenzverfügungen
  • 27. Mai 2019Privatdozentin Dr. Sabine Müller (Charité Berlin): Psychiatrische Neurochirurgie – ethische und wissenschaftliche Herausforderungen
  • 17. Juni 2019 Privatdozent Dr. Josef Zander (Klinikum Dortmund): Ethische Probleme der Intensivtherapie
  • 1. Juli 2019 Karl-Eduard-Rothschuh-Vorlesung, Professor Dr. Wolfgang U. Eckart  (Universität Heidelberg): "Die Medizin zu verachten, ist nicht nur dumm, sondern auch wenig gottesfürchtig!“ – Philipp Melanchthon, die Medizin und ihre Fakultät in Wittenberg im 16. Jahrhundert
    Ort: Hörsaal Hautklinik, Von-Esmarch-Str. 58
    Zeit: 18:30 – 20:00 Uhr

Einladung zum Fortbildungsseminar des Fachverbandes Medizingeschichte

9. und 10. Mai 2019 in Münster

Das Institut für Ethik, Geschichte und Theorie der Medizin der WWU Münster lädt ein zum diesjährigen Fortbildungsseminar zum Thema

Zeitgeschichte der Medizin seit 1945: Fragen, Themen, Konzepte, Probleme

Biomedizin, technische Diagnostik, klinische Studien, therapeutische Revolutionen, der Schatten der NS-Medizin, Internationalisierung, Expansion und Ausdifferenzierung der Hochschulmedizin, Patientenautonomie, neue Akteure im Gesundheitswesen. Bereits wenige Schlagworte zeigen, dass die Medizin in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts von tiefgreifenden Wandlungen geprägt war. Die Komplexität und Widersprüchlichkeit vieler dieser Entwicklungen und das Fehlen etablierter Narrative stellen die Medizinhistoriographie vor Herausforderungen. Was bedeutet es heute, „Zeitgeschichte der Medizin“ zu betreiben? Auf welche Fragen, Herangehensweisen und Deutungsangebote der allgemeinen Zeitgeschichtsforschung kann sie zurückgreifen? Welche spezifischen Herausforderungen und Probleme stellen sich der medizinischen Zeitgeschichte? Welche Themen zählen mittlerweile zum „Kanon“ in der Lehre – und welche gehören noch dazu? Gibt es eine Gegenwartsgeschichte der Medizin?

Ausgehend von diesen Fragen wollen wir uns entlang aussagekräftiger Beispiele einen Überblick über die Forschungslandschaft verschaffen und Fragen zu Perspektiven, Periodisierungen, Quellen, Epistemologien und Wechselwirkungen zwischen Medizin, Politik und Gesellschaften bearbeiten. Als internationalen Gastreferenten konnten wir Dr. Carsten Timmermann (Manchester) gewinnen, der uns britisch-amerikanische Entwicklungen und transnationale Perspektiven vorstellen wird. Prof. Heiner Raspe (Lübeck/Münster), Pionier der Evidenzbasierten Medizin in Deutschland, wird uns in die Geschichte der EbM einführen und mit uns über Epistemologie und Praxis der klinischen Medizin seit den 1980ern diskutieren.

Das Seminar soll Einblick in rezente Forschungsfragen der medizinischen Zeitgeschichte vermitteln, in relevante Themen einführen, Impulse für die eigene Lehre liefern und zur Reflexion über die unmittelbare Vorgeschichte der Medizin der Gegenwart anregen.

Diese Einladung wendet sich insbesondere an Kolleginnen und Kollegen (promoviert oder nicht promoviert), die mit medizinhistorischer Forschung und Lehre befasst sind. Im Vorfeld des Seminars werden ausgewählte Texte zur Vorbereitung versandt.

  • Ort: Hörsaal des IEGTM, Von-Esmarch-Straße 62, 48149 Münster
  • Beginn: 9. Mai um 14:00 Uhr,
  • Ende: 10. Mai um 13:00 Uhr

Die Teilnehmerzahl ist auf 15 Personen begrenzt. Kosten für Reise und Übernachtung können leider nicht übernommen werden.

Wir bitten um Weiterleitung dieser Einladung an interessierte Kolleginnen und Kollegen.

Münster, den 29. Januar 2019

Hans-Georg Hofer
David Freis
Ralf Forsbach

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Aktuelle Monografien und Sammelbände aus dem Institut

  • Hofer, H. G.; Forsbach, R. (2018): Internisten in Diktatur und junger Demokratie. Die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin 1933-1970, hrsg. von U. R. Fölsch, C. Sieber und M. G. Broglie, Berlin: MWV
  • Hofer, H. G.; Becker, T; Fangerau, H.; Fassl, P. (2018, Hrsg.): Psychiatrie im Ersten Weltkrieg. Konstanz: UVK
  • Petermann, H. I.; Harper, P. S.; Doetz, S. (2017, Hrsg.): History of Human Genetics. Aspects of Its Development and Global Perspectives. Berlin u.a.: Springer. Link
  • Ach, J. S. ; Denkhaus, R.; Lüttenberg, B. (2016, Hrsg.): Forschung an humanen embryonalen Stammzellen - Aktuelle ethische Fragestellungen. Berlin: Lit (Münsteraner Bioethik-Studien 13).
  • Ach, J. S.; Lüttenberg, B. Nossek, A. (2015, Hrsg.): Neuroimaging und Neuroökonomie - Grundlagen, ethische Fragestellungen, soziale und rechtliche Relevanz. Berlin: Lit (Münsteraner Bioethik-Studien 14).
  • Hofer, H. G.; Forsbach, R. (2015, Hrsg.): Die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin in der NS-Zeit. Stuttgart: Thieme
  • Muders, S.; Schöne-Seifert, B.; Rüther, M.; Stier, M. (2015, Hrsg.). Willensfreiheit im Kontext. Interdisziplinäre Perspektiven auf das Handeln. Münster: Mentis.
  • Ach, J. S.; Lüttenberg, B., Quante, M. (2014, Hrsg.): wissen. leben. ethik: Themen und Positionen der Bioethik. Münster: mentis.
  • Stier, M. (2014) Willensfreiheit. Bestimmt mein Gehirn oder bestimme ich? München: Reinhardt.
  • Ferdinand, U.; Kröner, H.-P.; Mamali, I. (2013, Hrsg.) Medizinische Fakultäten in der deutschen Hochschullandschaft 1925-1950. Heidelberg: Synchron
  • Heitkötter, B. (2013) Geburtshilfe und Gynäkologie im Nationalsozialismus. Peter Esch und die Frauenklinik der Universität Münster von 1925 bis 1950. Münster: Aschendorff
  • Hoesch, M.; Muders, S.; Rüther, M. (2013, Hrsg.) Glück-Werte-Sinn. Metaethische, ethische und religionsphilosophische Zugänge zur Frage nach dem guten Leben. Berlin: de Gruyter
  • Hucklenbroich, P.; Buyx, A. (2013, Hrsg.) Wissenschaftstheoretische Aspekte des Krankheitsbegriffs. Münster: mentis
  • Lüttenberg, B.; Muders, S. (2013, Hrsg.) Von Arztethos bis Verteilungsgerechtigkeit - Eine Einführung in die Medizinethik. Stuttgart: Hirzel
  • Lüttenberg, B.; Paslack, R.; Ach, J. S.; Weltring, K. M. (2012, Hrsg.) Proceed with caution? Concept and application of the precautionary principle in nanobiotechnology. Berlin: Lit
  • Rüther, M. (2013) Objektivität und Moral. Ein problemgeschichtlich-systematischer Beitrag zur neueren Realismusdebatte in der Metaethik. Münster: mentis
  • Rüther, M.; Schöne-Seifert, B.; Stier, M.; Muders, S. (2013, Hrsg.) The Philosophy of Psychatry and Biologism. Research Topic, in: Frontiers in Theoretical and Philosophical Psychology