DFG-Projekt: Paul Martini und die klinisch-therapeutische Forschung 1920 bis 1970

Das Projekt will auf Basis einer durch den Nachlass von Paul Martini (1889-1964) gegebenen vorzüglichen Quellenlage die neuere Geschichte der therapeutisch-klinischen Forschung sowie ihres wichtigsten Proponenten im deutschsprachigen Raum erarbeiten. Im Zentrum des Projekts steht eine genaue Rekonstruktion und Kontextualisierung von Martinis Hauptwerk, der Methodenlehre der therapeutisch-klinischen Forschung im Verlauf seiner vier Auflagen zwischen 1932 und 1968. Darauf aufbauend gilt es erstens, die Anwendung, Durchsetzung und Reichweite von Martinis (statistischem) Verwissenschaftlichungsprogramm der klinischen Medizin genau zu analysieren. Zweitens sollen die wissenschaftlichen Konfliktfelder und Aushandlungs­prozesse um das Modernitäts- und Wissenschaftlichkeitsverständnis der westdeutschen Universitätsmedizin nach 1945 in den Blick genommen und in ihre internationalen Zusammenhänge eingebettet werden.

Das Projekt wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert. Es war von 2013 bis 2015 am Medizinhistorischen Institut der Rheinischen Friedrich-Wilhelms Universität Bonn angesiedelt.

Projektleiter: Prof. Dr. Hans-Georg Hofer
Hauptbearbeiter: Christian Sammer, M.A.
Studentische Mitarbeiterin: Vina Zielonka