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Zwischen Forschungsglanz und Obamas Baracken: Innenansichten aus US-Elite-Universitäten

Münster (mfm/tb) - Der letzte beleuchtete den „Mythos der Humanitären Hilfe“ – und füllte alle 500 Plätze des Hörsaal L 10. Auch für den nächsten Themenabend im OMENTUM-Programm der Medizinischen Fakultät der Universität Münster kann Organisator PD Dr. Jan Becker mit regem Interesse rechnen, denn erneut bietet die Veranstaltung einen Blick hinter die Kulissen: Unter dem Titel „Elite von innen“ wird am 16. April die Frage diskutiert, warum Harvard und andere Spitzenuniversitäten in den Vereinigten Staaten eigentlich besser sind als die deutschen Hochschulen – wenn sie es denn sind.
Einer, der das beurteilen kann, ist der Hauptreferent des Themenabends, Dr. Gerhard J. Weber. Er hat in Münster Medizin studiert und arbeitet seit 2003 als Arzt und Wissenschaftler in Harvard. Weber wird über seine Tätigkeit in einer Großmacht berichten, in der es bis heute keine gesetzliche Krankenversicherung gibt. Verbergen sich im Lande Obamas hinter glänzenden Kulissen mitunter auch Baracken? Darüber werden im Anschluss an Webers Referat auch andere Gäste diskutieren, die die vermeintlich unbegrenzten Möglichkeiten der amerikanischen Hochschulmedizin aus eigener Anschauung kennen. Dazu gehören Prof. Jürgen Brosius, der lange in den Staaten arbeitete, sowie der Dekan der Medizinischen Fakultät, Prof. Wilhelm Schmitz, auch er ein USA-Kenner.
Wertvolle Tipps und Anregungen bietet die Veranstaltung denen, die selbst den Sprung über den großen Teich planen, sei es für ein Praktikum, ein Auslandsemester oder auch einen längeren Forschungsaufenthalt. Speziell für solche Interessenten umfasst der Themenabend ergänzend zu Vortrag und Podiumsdiskussion auch noch eine Info- und Kontaktbörse. Der Eintritt zu der Veranstaltung, die um 19.00 Uhr im Hörsaal des Lehrgebäudes an der Albert-Schweitzer-Straße beginnt, ist frei.
Die in jedem Semester angebotenen Themenabende sind Teil des Mentorenprogramms OMENTUM, das die Medizinische Fakultät 2007 gestartet hat. In Kleingruppen werden darin Studierende verschiedener Semester von Hochschullehrern betreut, um so den persönlichen und fachlichen Austausch zu fördern. Rund 200 Mentoren konnte Dr. Becker bereits für die ehrenamtliche Mitwirkung am OMENTUM-Programm begeistern, das er als stellvertretender Geschäftsführer des IfAS-Instituts der Fakultät konzipiert hat und leitet. „Weitere sind immer gern gesehen“, sagt der Mediziner. Denn während an der Medizinischen Fakultät derzeit sechs Studierende auf einen Mentor kämen, sei das Verhältnis in Harvard 1 : 1. „Auch das ein Unterschied zu Amerika – aber kein unveränderlicher“, sagt Becker lächelnd.
Programm: www.omentum.ms

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